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	<title>Laufe Marathon &#187; Marcel Heinig</title>
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		<title>Marcel Heinig hat es geschafft</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quelle: (www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/) 50 olympische Triathlondistanzen innerhalb von zehn Tagen. Das war das Ziel des Cottbuser Extremsportlers Marcel Heinig vom 9. bis zum 19. November im mexikanischen Monterrey. Nun hat er es geschafft und einen einmaligen Rekord aufgestellt. Am letzten von zehn Tagen ist der 28-jährige BTU-Student gestern nach 18,43 Stunden in Ziel gelaufen. In Summe musste Heinig an jedem der zehn Tage 7,5 Kilometer Schwimmen, 200 Kilometer Radfahren und 50 Kilometer Laufen. Durchschnittlich benötigte er dabei 17,45 Stunden. Marcel Heinig ist konkurrenzlos gegen sich alleine [...]]]></description>
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<p>Quelle: (<a title="LR-Blog Marcel Heinig" href="http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/" target="_blank">www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/</a>)</p>
<p>50 olympische Triathlondistanzen innerhalb von zehn Tagen. Das war das Ziel des Cottbuser Extremsportlers Marcel Heinig vom 9. bis zum 19. November im mexikanischen Monterrey. Nun hat er es geschafft und einen einmaligen Rekord aufgestellt. Am letzten von zehn Tagen ist der 28-jährige BTU-Student gestern nach 18,43 Stunden in Ziel gelaufen. In Summe musste Heinig an jedem der zehn Tage 7,5 Kilometer Schwimmen, 200 Kilometer Radfahren und 50 Kilometer Laufen. Durchschnittlich benötigte er<br />
dabei 17,45 Stunden. </p>
<p>Marcel Heinig ist konkurrenzlos gegen sich alleine angetreten und war dabei, mental und körperlich, sein ärgster Gegner. Quälende Selbstzweifel, fehlende Regeneration, körperliche Blessuren und eine Angina ließen ihn jeden Tag mit dem Gedanken spielen, aufzugeben.</p>

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		<title>Marcel Heinig &#8211; Der letzte Tag läuft</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 08:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quelle: (www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/) Nach 19 Stunden ist Marcel Heinig gestern um 4 Uhr ins Ziel gelaufen. Viele Dinge haben sich zusätzlich summiert: ständiger Wechsel der Klamotten, da es immer kälter wurde, beim Schwimmen auf Toilette gehen, Platten am Rad. Heinig hält sich tapfer, trotz immer stärker werdender Erkältung. Jetzt hat auch noch die Heiserkeit eingesetzt und der Hals kratzt. Das Ärzte-Team beobachtet ihn aber. Ansonsten sehnt er sich sehr nach dem Ende. Trotz immer mehr schwindenden Kräften, versuchen sich alle auch gegenseitig zu motivieren. Jeder baut [...]]]></description>
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<p>Quelle: (<a title="LR-Blog Marcel Heinig" href="http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/" target="_blank">www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/</a>)</p>
<p>Nach 19 Stunden ist Marcel Heinig gestern um 4 Uhr ins Ziel gelaufen. Viele Dinge haben sich zusätzlich summiert: ständiger Wechsel der Klamotten, da es immer kälter wurde, beim Schwimmen auf Toilette gehen, Platten am Rad. Heinig hält sich tapfer, trotz immer stärker werdender Erkältung. Jetzt hat auch noch die Heiserkeit eingesetzt und der Hals kratzt. Das Ärzte-Team beobachtet ihn aber. Ansonsten sehnt er sich sehr nach dem Ende. </p>
<p>Trotz immer mehr schwindenden Kräften, versuchen sich alle auch gegenseitig zu motivieren. Jeder baut Jeden auf und versucht, auch wenn es einem selber dreckig geht, für den anderen da zu sein. Viele sind trotz Schmerzen und Müdigkeit immer noch gut drauf. Einige denken schon wieder an die nächsten Wettkämpfe: Jodge Andonie will im Jahr 2011 einen Double-Deca veranstalten und einige überlegen ernsthaft, daran teilzunehmen. Verrückt sind hier alle. Zum einen die, die sich hier durchquälen und mit unsagbaren Schmerzen den Kurs absolvieren. Und zum anderen die, die das hier unterstützen: die Supporter, die Veranstalter und Helfer.<br />
Eines weiß Marcel Heinig auf jeden Fall:  Nie wieder wird er Monterrey unter dem Vorwand betreten, dort eine Wettkampf zu absolvieren. </p>

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		<title>16. November &#8211; Marcel Heinig hat Geburtstag</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 09:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quelle: (www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/) Und wieder ist fast ein Tag geschafft. Marcel Heinig muss jetzt noch 19 Laufrunden absolvieren. Es ist kühler geworden in Mexiko und wenn die Sonne untergegangen ist, wird es frostig. Durch den Wind sind es noch einmal ein paar gefühlte Grad weniger. Ansonsten ist Marcel Heinig nicht wirklich gut drauf, obwohl es ja sein Geburtstag (29.) ist. Zu der Erkältung ist noch Husten dazu gekommen, der aber wieder abklingt. Generell ist er durch die Anstrengung und die Erkältung launischer geworden. Außerdem hat er [...]]]></description>
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<p>Quelle: (<a title="LR-Blog Marcel Heinig" href="http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/" target="_blank">www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/</a>)</p>
<p>Und wieder ist fast ein Tag geschafft. Marcel Heinig muss jetzt noch 19 Laufrunden absolvieren. Es ist kühler geworden in Mexiko und wenn die Sonne untergegangen ist, wird es frostig. Durch den Wind sind es noch einmal ein paar gefühlte Grad weniger. Ansonsten ist Marcel Heinig nicht wirklich gut drauf, obwohl es ja sein Geburtstag (29.) ist. Zu der Erkältung ist noch Husten dazu gekommen, der aber wieder abklingt. Generell ist er durch die Anstrengung und die Erkältung launischer geworden. Außerdem hat er ständig Hunger. Die Nerven sind blank, auch bei den anderen Athleten und durch immer kürzere Regenerationszeiten sind die Sportler auch aggressiver geworden. Es fehlt an Kraft und Konzentration.</p>
<p><strong>Heinig von der Strecke:</strong><br />
&#8220;Letzte Runde, einen Kilometer vor dem Ziel. Es ist gleich 4 Uhr, das heißt dass ich 18 Stunden gebraucht habe, obwohl ich den ganzen Tag volle Kraft investiert habe. Die Pausen werden eben ein bisschen länger. Ich bin aber im Großen und Ganzen zufrieden. Die Zeit vergeht jetzt schneller, als man sich das vorstellt. Ich bin selbst überrascht, dass es schon wieder Abend ist. Zum Anfang steht man vor diesem Berg und sagt sich: das schaffst du nicht. Und dann arbeitet man die Runden Step by Step ab. Und dann vergeht die Zeit. Ich visualisiere mir den Vortag: Man rennt durchs Ziel, kann dann in sein Zimmer, geht duschen, kurz was essen, was trinken, sich hinlegen, ja das motiviert total. Ansonsten halte ich weiterhin Kontakt mit den Insekten hier. Heute ist mir ein Schmetterling in den Mund geflogen. Das war ziemlich staubig. Die Erkältung haben wir in den Griff bekommen. Die Chlorproblematik im Wasser habe ich mit einer Nasenklammer und Ohrenstöpsel in den Griff bekommen, sodass die Schleimhäute nicht mehr so stark angegriffen werden. Ansonsten fühle ich ganz gut. Gute Nacht.&#8221;</p>

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		<title>Ich laufe gerade durchs Ziel</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 13:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marcel Heinig]]></category>

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		<description><![CDATA[Quelle: (www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/) 15. November – „Ich laufe gerade durchs Ziel“ Der Körper von Marcel Heinig fängt langsam an, anfällig zu werden. Seit gestern muss er mit einer kleinen Erkältung zurecht kommen. Daher ist er auch ein wenig temperaturanfällig. Beim Schwimmen war ihm nach zwei Stunden im Wasser kalt gewesen. Das Radfahren verlief soweit ohne Probleme. Nur die Müdigkeit macht ihm manchmal zu schaffen. Heute gab es fast eine Kollision mit einem Skater, erst in letzter Sekunde ist der Skater ausgewichen. Ein Zusammenstoß wäre das Aus [...]]]></description>
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<p>Quelle: (<a title="LR-Blog Marcel Heinig" href="http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/" target="_blank">www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/</a>)</p>
<h3>15. November – „Ich laufe gerade durchs Ziel“</h3>
<p>Der Körper von Marcel Heinig fängt langsam an, anfällig zu werden. Seit gestern muss er mit einer kleinen Erkältung zurecht kommen. Daher ist er auch ein wenig temperaturanfällig. Beim Schwimmen war ihm nach zwei Stunden im Wasser kalt gewesen. Das Radfahren verlief soweit ohne Probleme. Nur die Müdigkeit macht ihm manchmal zu schaffen. Heute gab es fast eine Kollision mit einem Skater, erst in letzter Sekunde ist der Skater ausgewichen. Ein Zusammenstoß wäre das Aus gewesen.</p>
<p>Aufgrund von technischen Problemen ist nur ein Satz von Heinig zu lesen.<br />
Dieser ist aber entscheidend: „Ich laufe gerade durchs Ziel“</p>

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		<title>Marcel Heinig macht doch weiter</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 13:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quelle (www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/) 14 Oktober: Heinig macht doch weiter Marcel Heinig, der zwischenzeitlich sein großes Ziel, 50 olympische-Distanzen in zehn Tagen zu absolvieren, halbiert hat, geht auch nach dem fünften Wettkampftag wieder an den Start. Für ihn ist alles, was jetzt noch auf ihn zukommt, Bonus. Es läuft heute wie die anderen Tage auch: Rund 2,5 Stunden beim Schwimmen, acht Stunden auf dem Rad und 6,5 Stunden Laufen. Gestern war Marcel Heinig um 2 Uhr im Ziel. Immer mehr Teilnehmer sind um diese Uhrzeit noch unterwegs. [...]]]></description>
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<p>Quelle (<a title="LR-Online Blog" href="http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/" target="_blank">www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/</a>)</p>
<h3>14 Oktober: Heinig macht doch weiter</h3>
<p>Marcel Heinig, der zwischenzeitlich sein großes Ziel, 50 olympische-Distanzen in zehn Tagen zu absolvieren, halbiert hat, geht auch nach dem fünften Wettkampftag wieder an den Start. Für ihn ist alles, was jetzt noch auf ihn zukommt, Bonus.</p>
<p>Es läuft heute wie die anderen Tage auch: Rund 2,5 Stunden beim Schwimmen, acht Stunden auf dem Rad und 6,5 Stunden Laufen. Gestern war Marcel Heinig um 2 Uhr im Ziel. Immer mehr Teilnehmer sind um diese Uhrzeit noch unterwegs. Herumstehen oder Pause machen ist für Heinig nicht drin. Jede Stunde fragt er wie spät es ist, um sich auszurechnen wie viel Regenerationszeit er noch hat. Selbst bei der Verpflegungsaufnahme kann er nicht warten. Bestimmte Getränke und Verpflegung müssen immer auf einem Tisch an der Laufstrecke vorbereitet sein, sodass er nur zugreifen braucht. Falls nicht das Richtige dabei war, muss es mit dem Rad nachgebracht werden. Je mehr Zeit verrinnt, umso nervöser wird er. Jetzt ist es gleich 21 Uhr hier, Heinig ist seit 1,5 Stunden auf der Laufstrecke.</p>
<p>Dann gab es heute wieder einen Aussteiger. Yves aus den USA musste beim Schwimmen heut aus dem Wasser geholt werden. Matje geht es wieder besser, er kann aber auch nicht mehr starten. Viele haben die ersten großen körperlichen Beschwerden.</p>
<h3>Heinig von der Laufstrecke:</h3>
<p>„Es sind noch ungefähr sieben Kilometer ins Ziel. Es ist kurz nach um eins, Halbzeit quasi. Die Nacht war wieder mittelmäßig gut, eigentlich eher zwischen sehr gut und beschissen. Die Regeneration war nicht ganz so gut wie gestern, deshalb verlief der Tag heute etwas schleppend. Das Schwimmen war noch sehr gut, aber beim Radfahren hatte ich einige Probleme. Der Hintern schmerzt mehr als die Tage zuvor, sodass ich immer hin und her rutschen muss. Die lange Zeit beim Radfahren vertreibe ich mit schönen Gedanken, auch an Cottbus. </p>
<p>Ich rede mir ein, dass in fünf Tagen alles vorüber ist und ich den ganzen Tag im Bett liegen kann. Ansonsten war es heute schweineheiß. Es kommt dazu, dass die Sonne einem fünf Stunden volles Programm auf den Kopf scheint. Mit der Schlusszeit bin ich ganz zufrieden. Ich versuche, die Zeit möglichst so zu gestalten, dass ich eine möglichst lange Regeneration habe. Das ist natürlich schwierig. Der Körper ist zwar in einem guten Zustand, die Akkus sind aber runter. Ansonsten bin ich ein bisschen verschnupft. Der ewige Gegenwind beim Radfahren und die niedrigen Temperaturen beim Laufen sind wahrscheinlich der Auslöser. Ich bin aber guter Dinge, dass sich das wieder stabilisiert. Jetzt müssen wir sehen, was die nächsten Tage bringen. Für mich ist das Hauptziel erreicht: fünf Tage, 25 olympische Distanzen. Was jetzt kommt, ist Bonus. Ich gehe morgen an den Start und werde schauen, dass ich ins Ziel komme, vielleicht auch mit einer passablen Zeit. Das hängt natürlich auch vom Schlaf ab. Bei der Hauptveranstaltung geht es munter zur Sache. Viele, die in den ersten Tagen relativ schnell waren, brauchen jetzt auch länger, was schön für mich ist, da ich die Strecke nicht mehr ganz alleine laufen muss.“</p>

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		<title>Marcel Heinig &#8211; der vierte Wettkampftag</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 08:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Läufe]]></category>
		<category><![CDATA[Ironman]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Heinig]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Rad]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Ultratriathlon]]></category>

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		<description><![CDATA[Quelle (www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/) Der vierte Wettkampftag ist zur Hälfte vorbei und Marcel Heinig wird jetzt gleich vom Rad aufs Laufen umsteigen. Acht Stunden hat er für die Radstrecke gebraucht. Man hat das Gefühl, dass ihm das Schwimmen und das Radfahren nicht soviel mental und körperlich ausmachen wie das Rennen. Das Schwimmen hat sich so bei 2,5 bis 3 Stunden eingependelt. Das Wasser war zwar wieder ziemlich warm, es läuft aber ganz gut im Becken. Dann ging es aufs Fahrrad. Die Sonne hat ihn wieder sehr zugesetzt, [...]]]></description>
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<p>Quelle (<a title="Marcel Heinig Blog" href="http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/" target="_blank">www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/</a>)</p>
<p>Der vierte Wettkampftag ist zur Hälfte vorbei und Marcel Heinig wird jetzt gleich vom Rad aufs Laufen umsteigen. Acht Stunden hat er für die Radstrecke gebraucht. Man hat das Gefühl, dass ihm das Schwimmen und das Radfahren nicht soviel mental und körperlich ausmachen wie das Rennen. Das Schwimmen hat sich so bei 2,5 bis 3 Stunden eingependelt. Das Wasser war zwar wieder ziemlich warm, es läuft aber ganz gut im Becken. Dann ging es aufs Fahrrad. Die Sonne hat ihn wieder sehr zugesetzt, obwohl er eine permanente zentimeterdicke Schicht Sonnencreme auf der Haut hat. Das Laufen absolviert er dann im Dunkeln. Bei ihm kommen da wieder die Erinnerungen vom letzten Jahr durch: „die nie endenden Runden“. Er, aber auch alle anderen Teilnehmer, äußern die ersten Gedanken, dass Rennen vorzeitig zu beenden. Es wird vor allem eine mentale Frage sein, ob Heinig, dass Rennen durchhält. Sein Betreuerin Sandra Krüger hat hier ganze psychologische Arbeit zu verrichten. Der österreichische Starter Andreas Karall ist heute nicht mehr angetreten. Er schafft es nicht, diese Tortour noch weitere sieben Tage durchzustehen.</p>
<p>Körperlich hinterlässt der Weltrekordversuch auch die ersten Spuren bei Heinig: er verliert die ersten Zehnnägel. Auf einem abschüssigen Laufteil rutscht der Fuß nach vorn und drückt an Socke und Schuh. Außerdem hat er ein paar offene Stellen durch das Sitzen auf dem Rad.</p>
<p>Heinig von der Strecke:<br />
„Ich habe noch acht Laufkilometer vor mir, es ist ungefähr um ein Uhr. Ich habe das Gefühl, dass es nicht so gut aussieht für mich. Körperlich ist zwar halbwegs alles OK. Auch die Regeneration klappt ganz gut. Letzte Nacht hatte ich fünf bis sechs Stunden Zeit gehabt. Aber im Bett bin ich dann Achterbahn gefahren, als wenn ich besoffen wäre. Ich schätze, dass ich zwei Stunden im Tiefschlaf war. Besonders das Laufen bereitet mir mentale Schwierigkeiten und ich muss immerzu an vergangenes Jahr denken. Ich weiß nicht, ob ich dieselbe mentale Power wie im letzten Jahr aufbringen kann. Wenn ich jetzt hier laufe, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass ich hier noch sechs Tage laufen soll.</p>
<p>Sandra und Beto betreuen mich hervorragend und kümmern sich ganz rührend um mich. Auch die anderen Athleten, Betreuer und Verantwortlichen drücken mir die Daumen und feuern mich an. Das gibt unheimlich viel Motivation. Die Bedingungen sind viel besser als 2006, wo ich zehn Ironmans in zehn Tagen absolvierte. Aber damals war ich irgendwie mehr bereit, durch die Hölle zu gehen als jetzt.  Mir fehlt dieses Mal irgendwie die Gelassenheit und die Geduld, hier noch zu Ende zu laufen. Vielleicht ist auch der selbst gemachte Erfolgsdruck, der noch Öl ins Feuer gießt. Ich muss jetzt noch rund 7,5 Kilometer laufen und dann zum ärztlichen Check, wo die Flüssigkeitswerte des Körpers bestimmt werden, um sicherzugehen, dass sie Athleten nicht zu sehr dehydriert sind, dann zur Urinabgabe, unter die Dusche und ab ins Bett. Tschüssi sagt Marcel.“</p>
<p>(Ich möchte noch einmal auf das <a title="Interview mit Marcel Heinig" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/11/04/interview-mit-extremsportler-marcel-heinig/" target="_blank">Interview mit Marcel Heinig</a> &#8211; hier auf Lauf Marathon verweisen.)</p>

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		<title>Marcel Heinig weiter auf Kurs</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 08:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quelle &#8220;http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/&#8220; Marcel Heinig ist heute gut gestartet und hat den Tag schon fast beendet. Aktuell befindet er sich beim Laufen. So langsam schwinden die Kräfte aller Athleten und Helfer. Tagsüber war es wieder heiß, gefühlte 30 Grad und mehr. Viele Sportler haben nach purem Eis oder Eiswasser verlangt. Jetzt zum Abend hin wird es aber angenehmer. Originalton Marcel Heinig auf der Laufstrecke: „Es ist jetzt 11 Uhr und ich habe noch einen Halbmarathon zu laufen, ich fasse trotzdem kurz zusammen: Die Nacht war mit [...]]]></description>
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<p>Quelle &#8220;<a title="Marcel Heinig Blog" href="http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/" target="_blank">http://www.lr-online.de/serien/sport/heinig-blog/</a>&#8220;</p>
<p>Marcel Heinig ist heute gut gestartet und hat den Tag schon fast beendet. Aktuell befindet er sich beim Laufen. So langsam schwinden die Kräfte aller Athleten und Helfer. Tagsüber war es wieder heiß, gefühlte 30 Grad und mehr. Viele Sportler haben nach purem Eis oder Eiswasser verlangt. Jetzt zum Abend hin wird es aber angenehmer.</p>
<p>Originalton Marcel Heinig auf der Laufstrecke:<br />
„Es ist jetzt 11 Uhr und ich habe noch einen Halbmarathon zu laufen, ich fasse trotzdem kurz zusammen: Die Nacht war mit acht Stunden relativ lang und ich konnte sechs Stunden liegen. Leider habe ich kaum geschlafen, effektiv vielleicht zwei Stunden. Der Körper hatte aber seine Ruhe und die Möglichkeit zu regenerieren. Desto erfreulicher, dass ich bisher auf der Laufstrecke keine größeren Probleme hatte. Der Tag lief eigentlich besser als gestern. Ich denke die Schlusszeit wird so bei 16,5 bis 16,75 Stunden liegen. Die Wetterverhältnisse waren heute etwas besser und das Fahrradfahren war wesentlich erträglicher. Nicht so wie gestern, wo ich so<br />
sehr geschwitzt habe, dass ich mit dem Trinken nicht hinterher gekommen bin. Die Kraft schwindet zwar, dafür sind keine Verletzungen in Sicht und ich bin überrascht, wie schnell der Körper regenerieren kann.  Kurios ist der drei Kilometer lange Weg vom Schwimmbecken zur Radstrecke. Dieser führt über eine fünfspurige Straße. Die mexikanische Polizei soll hier den Verkehr beruhigen, schafft das aber nur ansatzweise, da hier kaum Jemand auf die Anweisungen der Polizei hört. Und so bleibt dieser Weg für uns ein Abenteuer. Ich  muss jetzt noch 21 Kilometer, also 2,5 Stunden laufen, freue mich aber auf die Dusche und später aufs Bett. Das ist jetzt meine Motivation für den Rest des Tages und so werde ich jetzt auch keine großen Pausen mehr einlegen. Bis morgen, Marcel.“</p>

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		<title>Marcel Heinig &#8211; Weltrekordversuch Tag 1</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 08:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quelle &#8220;www.lr-online.de/heinig-blog&#8221; Am gestrigen Montag um 9 Uhr mexikanischer Zeit hat der Cottbuser Ultratriathlet Marcel Heinig seinen Weltrekordversuch gestartet. Heinig versucht an zehn aufeinander folgenden Tagen, eine Distanz von 50 Ironmans zu bewältigen. Konkret heißt das, dass Heinig täglich 7,5 Kilometer schwimmen, 200 Kilometer auf dem Rad fahren, und 50 Kilometer laufen will. Heinig, der am gleichen Ort im vergangenen Jahr Weltmeister beim zehnfachen Ultratriathlon geworden ist, findet im mexikanischen Monterrey eine gute Infrastruktur vor. So ist zum Beispiel die Radstrecke komplett neu asphaltiert oder [...]]]></description>
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<p>Quelle &#8220;www.lr-online.de/heinig-blog&#8221;</p>
<p>Am gestrigen Montag um 9 Uhr mexikanischer Zeit hat der Cottbuser Ultratriathlet Marcel Heinig seinen Weltrekordversuch gestartet. Heinig versucht an zehn aufeinander folgenden Tagen, eine Distanz von 50 Ironmans zu bewältigen. Konkret heißt das, dass Heinig täglich 7,5 Kilometer schwimmen, 200 Kilometer auf dem Rad fahren, und 50 Kilometer laufen will. Heinig, der am gleichen Ort im vergangenen Jahr Weltmeister beim zehnfachen Ultratriathlon geworden ist, findet im mexikanischen Monterrey eine gute Infrastruktur vor. So ist zum Beispiel die Radstrecke komplett neu asphaltiert oder sind die hygienischen Bedingungen verbessert worden. Ein Manko ist das Schwimmbecken, welches erstens mit 25 Grad warmen Wasser gefüllt ist, außerdem muss Heinig seinen Plan, täglich 150 Bahnen zu schwimmen, ändern. Wegen Platzmangels muss er nun statt 150 Bahnen längs, 300 Bahnen á 25 Meter quer absolvieren. Heinig hat momentan die Wasserstrecke hinter sich und befindet sich nach aktuellem Kenntnisstand jetzt auf der Radstrecke. 2,5 Stunden benötigte er am ersten Tag für die 300 Bahnen.</p>
<p>Heinigs Eindrücke vor dem Rennen waren durchweg positiv: &#8220;Die Erinnerungen an das letzte Jahr, wo ich Weltmeister wurde, kommen hoch. Ich habe viele alte Bekannte wiedergetroffen. Alle sind gut drauf und freuen sich auf den Wettkampf. Das liegt wohl in erster Linie daran, dass die Strecke und nicht der andere Sportler der Konkurrent sein wird. Die Athleten untereinander sind Freunde, und das ist sehr selten geworden im Sport. Ich denke, dass ist doch ziemlich einzigartig. Es ist jetzt der letzte Abend vor dem Wettkampf, ich bin sehr aufgeregt. Aber das macht ja gerade den Reiz aus.&#8221;</p>
<h3>Tag 1 ist geschafft</h3>
<p>Nach 16 Stunden hat Marcel Heinig seinen ersten Arbeitstag hinter sich gebracht. Das Radfahren verlief sehr schnell, nach sieben Stunden ist er zum Laufen gewechselt. Dort ist er dann die ersten zwei Runden gemütlich gelaufen, bevor er in einen gemäßigten Laufschritt wechselte. Als er das Ziel erreichte, war er allerdings nicht der Letzte. Die einzige Frau, Suraya Oliver aus England, die zehn Ironmans in zehn Tagen schaffen will, war da noch auf der Laufstrecke und hat gegen 4 Uhr das Ziel erreicht. </p>
<p>Marcel Heinigs Kommentar:<br />
„Der erste Tag war körperlich OK. Ich bin ganz zufrieden, obwohl 16 Stunden fast schon zu schnell sind. Andererseits bin ich natürlich froh, dass ich fast acht Stunden Regeneration haben werde. Mental sieht es schon anders aus, die Distanz erdrückt einen. Das war zwar in Theorie klar gewesen, aber jetzt spüre ich, wie es sich in der Praxis anfühlt. Die Vorstellung dieses Schauspiel noch neun Tage durchzuführen, fällt mir schwer. Morgen plane ich 17 bis 18 Stunden. Ich versuche, dass auch in den folgenden Tagen zu halten. Ich habe permanent Angst, das Rennen hier vorzeitig aufgeben zu müssen. Aber da muss ich jetzt durch und werde mein Bestes geben. Außerdem habe ich im Gegensatz zu 2006 (Heinig wurde Weltmeister im 10fachen Ironman) in diesem Jahr mit Sandra Krüger eine persönliche Betreuung, was dieses Vorhaben hier wesentlich erleichtert. </p>
<p>Zum Rennverlauf heute: Es war sehr heiß, schon im Schwimmbecken. Beim Laufen waren es über 30 Grad. Für uns kältegewohnte Deutsche waren es gefühlte 40. Die Radstrecke verlief gut, wobei die anderen Athleten alle schnell unterwegs waren, was mich dazu verleitet hat, auch mehr Gas zu geben. Morgen muss ich da runterschrauben. Ich peile 17 Stunden an.  Ein sehr trauriges Ereignis heute war das Aus von Bern Knechtle. Er ist ein<br />
erfahrener Sportler und schon lange im Geschäft dabei. Ja, und in der vorletzten Radrunde ist er mit einer Ente kollidiert, was sich vielleicht lustig anhört, aber dazu führte, dass er sich das Schlüsselbein gebrochen hat. Eine weitere Rennteilnahme ist also für ihn unmöglich.&#8221;</p>

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		<title>Interview mit Extremsportler Marcel Heinig</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 15:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ausdauersport]]></category>
		<category><![CDATA[Extremsportler]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltrekord]]></category>

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		<description><![CDATA[Ultratriathlet Marcel Heinig Kurz bevor es für den Extremsportler Marcel Heinig nach Mexiko zum Weltrekordversuch im Ultra-Triathlon geht &#8211; 50 Olympische Distanzen in 10 Tagen &#8211; ,stand er noch zu einem sehr interessanten Interview bereit. Täglich wird Marcel Heinig aus Cottbus 7,5 km Schwimmen, 200 km Radfahren und 50 km Laufen, das wäre Weltrekord. Unglaublich diese Leistung. Genauso unglaublich wie viele andere sportliche Leistungen, die Marcel Heinig bisher erreicht hat. Der Weg bis dahin war aber sehr steinig &#8211; &#8220;Vom Loser zum Weltmeister&#8221;. 1.Erzähle mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<h3>Ultratriathlet Marcel Heinig</h3>
<p><strong>Kurz bevor es für den <a title="Extremsportler Marcel Heinig" href="http://www.marcel-heinig.de/" target="_blank">Extremsportler Marcel Heinig</a> nach Mexiko zum Weltrekordversuch im Ultra-Triathlon geht &#8211; 50 Olympische Distanzen in 10 Tagen &#8211; ,stand er noch zu einem sehr interessanten Interview bereit. Täglich wird Marcel Heinig aus Cottbus 7,5 km Schwimmen, 200 km Radfahren und 50 km Laufen, das wäre Weltrekord. Unglaublich diese Leistung. Genauso unglaublich wie viele andere sportliche Leistungen, die Marcel Heinig bisher erreicht hat. Der Weg bis dahin war aber sehr steinig &#8211; &#8220;Vom Loser zum Weltmeister&#8221;.</strong></p>
<p><strong>1.Erzähle mal kurz, was über Deine sportlichen Erfolge. Was ist für Dich bisher der wichtigste Titel oder Erfolg?</strong><br />
Der schönste Erfolg war mein erster Marathon in Burg im Frühjahr 2003. Die 100 Marathons waren der bedeutendste Erfolg und der Gewinn der Weltmeisterschaft im längsten Triathlon der Welt war der unglaublichste Erfolg. Im Grunde genommen war alles schön. Man kann es schwer vergleichen, aber gerade die drei Wettkämpfe haben mich stark geprägt und waren für mich ein absoluter Meilenstein.</p>
<p><strong>2. In verschiedenen Interviews und Presseberichten konnte man bisher so einiges über Deine Motivation zum Ausdauersport erfahren. Könntest Du davon auch ein wenig den Lesern vom <a title="Laufe Marathon Blog" href="http://www.laufe-marathon.de" target="_blank">Laufe Marathon-Blog</a> berichten? Denn selber schreibst Du in Deiner Broschüre: Vom Loser zum Weltmeister. Sahst Du Dich früher tatsächlich als Loser?</strong><br />
Ja, ich war einer, durch und durch. Große Fresse und nix dahinter. Beim Sportunterricht war ich nicht nur der letzte, der immer gewählt wurde. Nein, die Mannschaftskapitäne stritten noch, wer mich nicht haben wollte. Lieber einen Feldspieler weniger, als einen mehr und den Heinig dabei. Ausdrücke, wie fettes Schwein, waren dagegen noch harmlos. Diese Situationen hatte ich während meiner Jugend ständig. Solche Erfahrungen brennen sich enorm in die Persönlichkeit ein. Früher war es nicht witzig &#8211; heute kann ich davon zehren, wenn es darum geht, noch mal alles zu geben.</p>
<p><strong>3. Wenn man Deinen Lebensweg so verfolgt, dann kommt schnell der Gedanke: Er könnte für viele, die den Kopf im Sand gesteckt haben, ein Vorbild sein. Siehst Du Dich als Vorbild und glaubst Du, dass jeder Mensch schaffen kann, was Du erreicht hast?</strong><br />
Ich hoffe, dass meine Geschichte dazu beiträgt, Leute zu motivieren und ihnen einen Impuls zu geben. Dabei muss keiner einen Marathon laufen oder einen Ironman absolvieren. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Meine Geschichte und mein Leben zeigen im Kern, dass man mehr kann und dass Begrenzungen meist nur im eigenen Kopf existieren &#8211; nothing is impossible! Erst als ich nicht mehr dachte, dass ich sportuntauglich bin, konnte ich mich mit Sport identifizieren und Freude daran finden.<br />
So wie der amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär. Wenn man es schafft, einmal mehr aufzustehen als man hinfällt, dann erreicht jeder sein Ziel und wird sein eigener Champion.</p>
<p><strong>4. Sport treiben ist das eine. Dennoch ist es nicht üblich, dass jemand vom Nichtsportler zum Ultra-Athleten wird. Welche Kraft und welcher Wille waren dafür verantwortlich, Dich zu diesem Weg zu führen?</strong><br />
Es sind schon viel Kraft und ein enormer Wille da. Aber gerade die am härtesten erarbeiteten Erfolge sind die schönsten. Und das treibt wieder für neue Ziele an.</p>
<p><strong>5. Aus vielen Berichten konnte man entnehmen, dass Du nicht gerade viele Freunde durch Dein Übergewicht hattest und ein Außenseiter warst. Hat sich die Rolle seit Deinem sportlichen Erfolg gewandelt und ab wann hast Du dies gespürt? Wie nehmen Dich die Menschen heute wahr?</strong><br />
Es hat sich stark gewandelt. Ich finde das tendenziell natürlich gut. Andererseits bin ich der gleiche Mensch wie früher. Habe die gleiche Persönlichkeit. Also stellt sich doch die Frage, warum ich jetzt der Gute bin und früher der Böse war? Ich kann nur an alle appellieren, nicht zu oberflächlich zu Mitmenschen zu sein und sie nicht nur anhand ihres Äußeren oder ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft zu beurteilen. Jeder hat es verdient, mit Respekt behandelt zu werden &#8211; auch wenn er mit seinem äußeren gegen die Norm „verstößt“.</p>
<p><strong>6. Warum war es für Dich so wichtig, dem &#8220;100 Marathon Club&#8221; anzugehören?</strong><br />
Für mich ist das was total Elitäres! Bitte nicht falsch verstehen. Wir haben viele Leute im Verein, die es sich wesentlich härter erarbeitet haben als ich. Und mehr als die meisten da draußen, die sich ein solches Ziel setzen würden. Sie haben aber immer an sich und ihren großen Traum geglaubt. Das Tolle daran ist jetzt, keiner der Mitglieder hat auch nur einen Zentimeter geschenkt bekommen. Jeder musste sich seinen Traum selber erarbeiten und die Leistung persönlich erbringen. Beim Porsche Club dagegen wirst du Mitglied, wenn du einen Porsche hast. Denn muss man sich zwangsläufig aber nicht selbst erarbeiten, da das Geld auch von einer Erbschaft oder einem Gewinn kommen kann.</p>
<p><strong>7. Du hast in Deiner relativ kurzen sportlichen Laufbahn eine Menge erreicht. Hast Du da nicht auch manchmal Angst davor, was kommt danach &#8212; oder möchtest Du die Grenzen Deiner körperlichen Leistungskraft und -willen immer weiter austesten?</strong><br />
Irgendwann kommt sicher ein Schnitt. Zurzeit kommt halt alles zusammen. Alter, Erfahrung und ein irrer Wille. Ich möchte das noch gern ausnutzen. Wenn ich langfristig meine Berufung zum Beruf machen will, muss ich sportlich eh kürzer treten und versuchen, den Menschen noch einen größeren Mehrwert zu geben. Das größte überhaupt ist wohl, etwas zu tun und dabei Menschen für ihren eigenen Lebensweg zu inspirieren und ihnen Hoffnung zu geben. Das langfristig zu erreichen wäre phantastisch. Dann sind die sportlichen Erfolge und Herausforderungen auch eher zweitrangig.</p>
<p><strong>8. Hast Du schon einmal einen Wettbewerb aufgegeben und käme das für Dich überhaupt in Frage?</strong><br />
Ja, auch mich hat es schon erwischt. Z.B. damals beim Team-Marathon 2007 in Berlin. Ich hatte irre Zahnschmerzen und Fieber. Nach 30 Kilometern war es einfach aus medizinischen Gründen das vernünftigste. Auch das gehört dazu, rechtzeitig zu erkennen, was langfristig das Beste ist.</p>
<p><strong>9. Leider werden in der heutigen Zeit sportliche Höchstleistungen oft auch von Außen argwöhnisch betrachtet. Der Leistungssport zeigt uns, dass der Argwohn leider zu oft berechtigt ist. Wie kannst Du Kritikern Deine Leistungen erklären?</strong><br />
Es gibt nicht viele Leute, die mich kritisieren. Ich habe Kontakt zu einigen Ex-Profis, wie Stephan Freigang oder Mark Warnecke. Die haben überhaupt keine Probleme, die Leistung zu respektieren. Es gibt aber natürlich auch einige Ehrgeizlinge. Für mich ist das völlig OK. Der eine sucht seine Herausforderung in der Verbesserung der Zeit und andere in einer Verbesserung der Streckenlänge. Jeder sollte die Freiheit haben, tun und lassen zu können, was er am liebsten mag. Ich finde es viel wichtiger, dass die Leute Spaß an der Bewegung haben und eher aus gesellschaftlichen Gründen am Breitensport teilnehmen als aus besessenem Ehrgeiz. Natürlich gehören zu jedem<br />
Sporttreibenden gewisse Basics dazu, aber das gibt sich mit der Zeit aus Eigeninteresse.</p>
<p><strong>10. Schließt Du im Ultrasport Doping aus? Und vor allem, wo fängt Deiner Meinung nach Doping an?</strong><br />
Die IUTA &#8211; International Ultratriathlon Association hält sich dabei an die Regeln vom IOC. Das macht durchaus Sinn und ist gut. Bei den Ultras gibt es kein Doping, da es kein Preisgeld gibt und die Leute eher aus Freude an der persönlichen Leistung an den Wettkämpfen dran teilnehmen, als aus Gewinnabsichten. Bei uns ist die Strecke der Gegner, nicht andere Athleten. &#8220;Legales Doping&#8221; sind meiner Meinung nach Schmerzmittel. Da trägt aber jeder die Eigenverantwortung gegenüber seinem Körper. Es hilft sicher temporär. Die Rechnung bleibt aber offen. Irgendwann muss sie bezahlt werden. Ich habe keine Lust auf diese Spätfolgen und bin einfach zu jung.</p>
<p><strong>11. Dieses Jahr warst Du beim Europalauf über 4500 Kilometer dabei. Gab es da mal den Punkt, an dem Du Dir die Frage nach dem Sinn des Ganzen gestellt hast?</strong><br />
Nicht ein einziges Mal. Bei den Ultratriathlons auf einer zwei Kilometerradrunde passiert das schon eher. Aber das gehört dazu und muss auch wie jedes Alltagstief überwunden werden.</p>
<p><strong>12. Wie ist es eigentlich bei solchen Veranstaltungen mit der Kameradschaft. Sind dort mehr die Einzelkämpfer am Werk oder sind die Sportler eher eine Familie? Wie sieht es mit Neid und Missgunst untereinander aus?</strong><br />
Die Sportler sind schon Individualisten. Es ist auch normal, dass man sich über den einen oder anderen mal aufregt. Aber wenn es drauf ankommt, dann ist jeder für jeden da. Das sind die Attribute, die eine gute Familie auszeichnen und daher ist es schon wie eine große Familie.</p>
<p><strong>13. Du bist durch Europa gelaufen, nimmst an mehrtägigen Triathlons teil. Was passiert danach? Denn gerade beim Europa Lauf macht man fast jeden Tag das gleiche und dann auf einmal ist Schluss. Besteht da nicht auch die Gefahr, in ein tiefes Loch zu fallen? Und wie schützt Du Dich davor?</strong><br />
Davor schützt einen keiner. Du fällst da rein. Der eine mehr, der andere weniger. Auch das weiß man davor. Wir sind alle Kämpfer und wie wir uns durch die Kilometer kämpfen, so kämpfen wir uns auch aus diesen Motivationslöchern wieder raus. Ich sehe diese Erfahrung als Lebensprozess an und bin nachhaltig immer sehr dankbar, dass ich dran wachsen durfte.</p>
<p><strong>14. Jetzt im November zieht es Dich wieder nach Mexiko zum 10 Tage-Triathlon in Monterrey. Mit welchen Ziel reist Du nach Mexiko und wie sah Deine bisherige Vorbereitung aus?</strong><br />
Ich möchte gern den Weltrekord in dieser Rubrik verbessern.  Ich war auch 2006 bei der Premiere dabei. Damals waren wir 9 von 19 Athleten, die es geschafft haben, jeden Tag &#8211; zehn Tage lang -, einen Ironman zu absolvieren. Ich rechne auch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%, dass ich es schaffe. Die Aussicht sorgt für ausreichend Demut und einen schonenden Wettkampfstart. Vorbereitungstechnisch dürfte ich durch den Europalauf ein gutes Pfund in den Beinen haben. Rad und Schwimmen musste natürlich trainiert werden.</p>
<p><strong>15. Hast Du nicht auch Angst, Dich irgendwann auszubrennen? Denn der Europa-Lauf hat mit Sicherheit einiges an Kraft gefordert und jetzt auch wieder 10 Tage Triathlon.</strong><br />
Die Frage kann ich erst danach beantworten. Für mich ist das auch ein Experiment. Ich denke aber, dass ich nie unvernünftig handle und mit meinen Ressourcen immer sehr behutsam umgehe. Anderenfalls hätte ich auch nicht den Europalauf nach dem 10fachen Ironman letztes Jahr geschafft. Dazwischen waren auch nur 4,5 Monate.</p>
<p><strong>16. Vielen Dank für das Interview. Gern hätte ich noch mehr Fragen gestellt. Dann wünsche ich viel Erfolg in Mexiko und das Schlusswort gehört Dir.</strong><br />
Ich danke auch für die interessanten Fragen. Ich freue mich, wenn es den ein oder anderen motiviert. Immer daran denken, nicht den Kopf in den Sand stecken. Irgendwie gehst es immer weiter. Nur einmal mehr aufstehen als man hinfällt. Ich hoffe, ich kann es in Mexiko auch wieder umsetzen und wünsche euch viel<br />
Spaß bei unserem <a title="Marcel Heinig Extremsportler" href="http://www.marcel-heinig.de/" target="_blank">Blog</a>.</p>
<h3>Die bisherigen Interviews</h3>
<p><a title="Lauf Interviews " href="http://www.laufe-marathon.de/2009/08/31/laufen-ist-eine-extrem-flexible-sportart/" target="_blank">Laufen ist eine extrem flexible Sportart</a> (31.08.2009)<br />
<a title="Interview mit Läuferin Ultra ist gut" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/07/ultra-ist-gut-interview/" target="_blank">Ultra ist gut &#8211; Interview</a> (07.09.2009)<br />
<a title="Lauf Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/12/sport-ist-nie-verkehrt/" target="_blank">Sport ist nie verkehrt</a> (12.09.2009)<br />
<a title="Korrekt laufen Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/15/korrekt-laufen-interview/" target="_blank">Korrekt laufen &#8211; Interview</a> (15.09.2009)<br />
<a title="Interview mit einer Lebensläuferin" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/23/interview-mit-einer-lebenslauferin/" target="_blank">Interview mit einer Lebensläuferin</a> (23.09.2009)<br />
<a title="Interview mit Startblog F" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/10/20/interview-mit-startblog-f/" target="_blank">Interview mit Startblog F</a> (20.10.2009)</p>

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