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	<title>Laufe Marathon &#187; Läuferin</title>
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	<description>Laufen, Marathon und Ultralauf</description>
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		<title>Interview mit der Läuferin Diana</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 07:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weiter geht es mit der Reihe: Läufer Interviews. Heut stand mir Diana/67dh Rede und Antwort. 1. Hallo Diana. Wer bist Du, was machst Du? Gib mal einen kurzen Einblick in Deine Person. Was war Deine größte Motivation, mit dem Laufen zu beginnen? Hi, genau, ich bin Diana und seit über 10 Jahren vom Lauffieber befallen. Und dabei waren Ausdauersportarten anfangs überhaupt nicht mein Fall. Ich brauchte sogar mehrere Anstöße bis ich Gefallen am Laufen fand. Der erste Abstecher in die Welt des Läufers war dann [...]]]></description>
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<p>Weiter geht es mit der Reihe: <a title="Läufer Interviews" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/08/lauf-interviews/" target="_blank">Läufer Interviews</a>. Heut stand mir <a title="Diana" href="http://twitter.com/67dh" target="_blank">Diana/67dh</a> Rede und Antwort.</p>
<p><strong>1. Hallo <a title="Diana bei Twitter" href="http://twitter.com/67dh" target="_blank">Diana</a>. Wer bist Du, was machst Du? Gib mal einen kurzen Einblick in Deine Person. Was war Deine größte Motivation, mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
Hi, genau, ich bin Diana und seit über 10 Jahren vom Lauffieber befallen.<br />
Und dabei waren Ausdauersportarten anfangs überhaupt nicht mein Fall. Ich brauchte sogar mehrere Anstöße bis ich Gefallen am Laufen fand.<br />
Der erste Abstecher in die Welt des Läufers war dann wohl auch eher aus der Not heraus als wirklich freiwillig. Cooper-Test in der Schule. Was hab ich den gehasst. Aber mit ner 4 oder schlimmer wollte ich mich nicht zufrieden geben. Also zu Hause eine kleine Runde gesucht und diese mehrmals gelaufen in der Hoffnung es würde was bringen. Spaß? Nicht wirklich. Aber erste Wettkampfgedanken keimten auf. War ich schneller als beim letzten Mal? Wer war eher wieder zu Hause, mein Bruder oder ich? Der Cooper-Test fiel dann aber aus, kein Grund und keine Motivation mehr weiterhin zu laufen und meine Laufkarriere war beendet noch bevor sie richtig anfing. Da war ich 15.<br />
Etwa zwei Jahre später ein erneuter Versuch. Diesmal mit dem Ziel etwas Gewicht zu verlieren. Die Kilos purzelten, Ausdauertests in der Schule waren kein Problem mehr. Das Laufen machte auf einmal richtig Spaß.<br />
Ganz um mich geschehen war es nach meinem ersten Wettlauf. Oktober 2001. Da hatte es mich dann so richtig erwischt. Gleich mal Platz 2 in der Altersklassenwertung. Der Ergeiz war geweckt und auf einmal spielten bei meinen Läufen auch Zeiten und Platzierungen eine wichtige Rolle.<br />
Tja, und seitdem bin ich mehr oder weniger erfolgreich bei diversen Laufserien in der Lausitz unterwegs.</p>
<p><strong>2. Was hat sich für Dich im Leben seitdem Du läufst geändert? Welches Lebensgefühl vermittelt Dir das Laufen?</strong><br />
Ich liebe es raus zu gehen und zu laufen. Bei Wind und Wetter. Keine großen Überredungskünste vonnöten. Das Gefühl von ungestört sein. Einfach genießen. Abschalten können. Schlechte Tage vergessen lassen. Allein mit mir und meinen Gedanken. Bewusst in mich hineinhören. Den Körper spüren. Das Jetzt erleben. Laufen bedeutet Glück, Freude, Spaß.<br />
Seitdem ich laufe sind unzählige neue Bekanntschaften in mein Leben getreten von denen ich keine mehr missen möchte. Ich fühle mich wohl, bin so gut wie nie krank (1-2x/Jahr ne leichte Erkältung zählt eigentlich nicht)….ICH WILL LAUFEN!!!!<br />
<strong><br />
3. Du trainierst sehr diszipliniert nach Trainingsplan. Warum? Und bist Du nicht auf Dauer irgendwie Sklave einer Vorgabe?</strong><br />
So ein vorgesetzter Plan hat Vor- und Nachteile, ganz klar. Meine Entscheidungsfreiheit habe ich jedenfalls weitestgehend eingebüßt. Als Sklave würde ich mich aber nicht sehen wollen. Habe mich ja freiwillig dazu entschieden. Und so ein langweiliger Standardplan ist es auch nicht. Um ehrlich zu sein bin ich sogar froh darüber, dass mir endlich mal jemand sagt, was zu nem richtigen Training dazugehört.<br />
Ich war jahrelang konsequenter Planverweigerer und Nach-Lust-und-Laune-drauflos-Läufer. Völlig ahnungslos was man denn beachten und in ein Training einbauen sollte. Stagnierende Laufzeiten inbegriffen. Trainer? Plan? Iwo, brauchte ich nicht.<br />
Warum jetzt? Blicke auf Pläne habe ich schon immer mal geworfen, aber nie auch nur ansatzweise damit begonnen, mal einen umzusetzen. Die Idee, es doch mal ernsthaft anzugehen keimte dann Anfang 2009 wieder in mir auf. Der favorisierte Plan/Trainer war auch gefunden, aber der letzte Schritt ließ noch einige Zeit auf sich warten. Ich glaube bald, mein großes Ziel, beim Sparkassen-LaufCup unter die ersten Drei zu kommen hat mich letztendlich zum durchorganisierten Training getrieben. Meine Prognose im Juni sah mich am Ende auf dem undankbaren vierten Platz. Chancenlos gegen die Laufgruppe von Stephan Freigang. Ich musste, oder besser wollte unbedingt schneller werden. Das war dann wohl der Punkt wo ich mir sagte jetzt oder nie. Und da kam dann zum ersten Mal ein Trainer/Trainingsplan ins Spiel. Mit Erfolg.<br />
Waren mir vorher Bestzeiten weitestgehend egal, will ich jetzt wissen welche Steigerungen möglich sind und ernsthaft auf eine Verbesserung hinarbeiten. Und da gehört für mich ein Plan und Disziplin einfach dazu. Es kam auch noch nie der Gedanke auf, einfach mal den Plan Plan sein zu lassen und nach eigenem Ermessen zu laufen. Noch immer ist alles relativ neu und aufregend, da ich das erste Mal überhaupt nach festen Vorgaben trainiere.</p>
<p><strong>4. Dein Trainingsplan wird von einem Trainer über das Internet erstellt. Erzähle uns doch bitte ein wenig über das System von JK Running und wie zufrieden Du damit bist? Wird wirklich auf individuelle Wünsche eingegangen?</strong><br />
Genau. Seit Juli 2009 lasse ich mir meinen Trainingsplan von JK-Running online erstellen.<br />
Am Ende jeder Woche gebe ich dem Trainer die Tage und die mir zur Verfügung stehende Zeit für die kommende Woche über das Internet bekannt und der Plan, den ich daraufhin erhalte, orientiert sich anhand meiner Vorgaben. Nach jeder Trainingseinheit erhält der Coach Rückmeldung und kann sich ein Bild machen, ggf. wird der Plan innerhalb der laufenden Woche angepasst. Nichts Starres. Man hat das Gefühl, einen echten Trainer an seiner Seite zu haben, obwohl man nicht mehr als ein paar Zahlen und Worte in Textform austauscht.<br />
Ob wirklich alle meine Wünsche (heißt bei mir alle meine Wettkämpfe für Laufserien) in Hinblick auf einen finalen Hauptlauf mit angestrebter neuer Bestzeit berücksichtig werden war anfangs meine größte Sorge. Dachte ja, da wird als erstes mein Wettkampfplan drastisch reduziert. Fast jede Woche ein Lauf, manchmal sogar zwei war ja auch nicht ohne. Aber denkste. Alle mir wichtigen Rennen wurden in die Vorbereitung des Hauptlaufs mit eingebaut. Keins wurde mir ausgeredet. Ansonsten habe ich noch keine Wünsche weiter geäußert. Ich bin zufrieden und kann nur von guten Erfahrungen berichten.<br />
Und deren Methode des Online-Trainings funktioniert. Innerhalb von 15 Wochen nach JK-Running-Trainingsplan neue 5km-, 10km- und Halbmarathonbestzeit sprechen ja für sich, oder? Meine Entscheidung, mich in deren Hände zu begeben habe ich jedenfalls bisher in keinster Weise bereut.</p>
<p><strong>5. Niederlausitzcup und Lausitz Laufserie scheinen für Dich sehr wichtige Cups zu sein, bei denen Du ja auch Erfolge verzeichnen kannst. Wie wichtig sind Dir Wettkämpfe und das Messen mit anderen?</strong><br />
Wenn ich Dir jetzt sage, dass ich im letzten Jahr an 50 Wettkämpfen teilgenommen habe erübrigt sich eigentlich jede weitere Ausführung. Wettkämpfe gehören für mich einfach dazu. Ich kann gar nicht ohne. Gut, vielleicht habe ich es mit den 50 etwas übertrieben. Aber es macht mir einfach Spaß mich mit anderen zu messen. Zeiten spielen dabei gar nicht mal so sehr eine Rolle. Der direkte Kampf um Platzierungen, wenn sich das Rennen erst auf den letzten Metern entscheidet und dabei bis an seine Grenzen gehen (was man im Training so nie machen würde), das macht für mich einen schönen Wettkampf aus. Und im Ziel völlig erschöpft sein, sich nach dem Wieso? Weshalb? Warum? fragen, und kurze Zeit später lächelnd bereits das nächste Rennen planen. Und wenn dabei auch noch Erfolge raus springen, was will man mehr.<br />
<strong><br />
6. Was macht Dir im läuferischen Bereich am meisten Spaß &#8211; Tempo laufen oder einfach gemütliche lockere Läufe &#8211; und warum?</strong><br />
Definitiv Tempo. Ich musste bei JK Running erstmal lernen, langsam zu laufen und es stellt für mich immer noch eine Herausforderung dar. Gern nenne ich dieses Langsamlaufen auch mal etwas abwertend „Rumgeschleiche“ und finde es teilweise echt ätzend. Sobald etwas mehr Tempo erlaubt ist blühe ich auf. Intervalltraining? Gerne. Ich will spüren, dass ich was gemacht habe. Dieses Gefühl was geleistet zu haben, sich angenehm oder auch extrem erschöpft fühlen brauche ich. Das macht mir Spaß. Bei den langsamen Einheiten stimmt schon meine Einstellung nicht und ich mache mir die Läufe daher unnötig selber schwer. Mit bisschen Tempo geht alles so viel leichter.</p>
<p><strong>7. Warum treibt es Deiner Meinung nach immer mehr Menschen zu immer längeren Strecken? Wo könnten die Ursachen für dieses Phänomen liegen und was hältst Du davon?</strong><br />
Gute Frage. Mich treibt nämlich überhaupt nichts zu längeren Strecken und ich kann dieses Phänomen echt nicht verstehen. Halbmarathon ist bei mir schon grenzwertig. Im Moment reizt mich überhaupt nichts weiter zu laufen. Später mal, wenn der Kopf dazu bereit ist.<br />
Marathon ist ja ne regelrechte Massenbewegung geworden und die Medien sind da sicherlich nicht ganz unschuldig bei. Leute wie Achim Achilles und zahlreiche Gesundheitsbeiträge treiben die Leute überhaupt erst zum Laufen und da muss es für viele gleich Marathon sein. Wenn schon laufen, dann gleich richtig weit. Verstehe das wer will. Ich halte nicht viel davon. Wahrscheinlich zuviel vom „Runner’s High“ gelesen und dieses Gefühl unbedingt erleben wollen. Scheinbar gehört es mittlerweile schon zum guten Ton, wenigstens einmal im Leben einen Marathon erfolgreich beendet zu haben. Anders kann ich mir das echt nicht erklären.<br />
Und diejenigen, die bereits das Erlebnis Marathon ausgekostet haben suchen nach neuen Herausforderungen und enden dann bei Ultra-Läufen. Immer länger, immer weiter und dabei seine Grenzen ausreizen. Wer Spaß bei solch langen Läufen hat, bitte. Ich bewundere auch jeden Marathon- und Ultra-Läufer. Nur für mich ist das echt nichts. Noch nicht.<br />
<strong><br />
8. Was war Dein schönstes Lauferlebnis in Deiner bisherigen Laufkarriere und gab es auch schon mal einen richtig schlechten Lauf, den Du für immer aus dem Kopf streichen möchtest?</strong><br />
Ich hatte schon sehr viele schöne Lauferlebnisse, mich auf eins zu beschränken fällt da verdammt schwer, aber auch so einige, die ich lieber vergessen würde.<br />
Noch ganz frisch in meiner Erinnerung ist der Halbmarathon in Dresden, Oktober 2009. Der wohl bis dato genialste Lauf den ich jemals hatte. Da hatte alles gestimmt. Das Rennen meines Lebens. Und das ich mit feuchten Augen ins Ziel einlaufe war mir bis dahin auch noch nie passiert. Überrascht von der Endzeit. Unbeschreibliche Glücksgefühle. Völlig überwältigt.<br />
Und dass, wo ich gerade einmal zwei Wochen vorher einen Lauf hatte, den ich lieber vergessen würde und ich so richtig an mir gezweifelt hatte. Cottbus, 10 km. Schon nach dem ersten Kilometer war mir alles zuviel. Schwerfällig, überhaupt nicht locker. Und dann auch noch ein Sturz etwa zur Hälfte des Rennens. Vor dem Sturz war es schon nicht leicht, danach ging gar nichts mehr. Total bedient und innerlich lautstark fluchend. Das war echt nicht mein Tag gewesen. Aber was soll’s, kurze Zeit später konnte ich darüber schon wieder lachen. Passiert.</p>
<p>Das Jahr 2009 war insgesamt gesehen voll von schönen Lauferlebnissen. So gut wie auf allen Strecken schneller als in den vergangenen Jahren. Das motiviert.<br />
Außerdem war ich im Juni Teil der Achim-Achilles-Teamstaffel und im November bei der Marathonstaffel im JK-Running-Frauenteam mit dabei (beide Male Berlin). Tolle Erlebnisse. Schöne Erinnerungen. Das vergisst man nicht.</p>
<p><strong>9. Da Du sehr viel in der Lausitz (da es ja Deine Heimat ist) unterwegs bist, an Dich natürlich die Frage: Welche regionalen Laufveranstaltungen kannst Du Läufern empfehlen und was macht diese Läufe so besonders?</strong><br />
Oh man, ich glaube ich bin zu viel unterwegs. Es existieren viel zu viele Läufe die ich empfehlen könnte. Daher beschränke ich mich einfach mal auf meine Top 5.</p>
<p>Mein Favorit und ganz oben auf der Empfehlungsliste, ganz klar der 100km-Staffellauf von Cottbus nach Zielona-Gora bzw. anders herum. Normalerweise ist man als Läufer ja als Einzelkämpfer unterwegs. Hier zählt die Teamleistung. 5 Läufer(innen), 100km, 15 Etappen. Mir zwar nicht immer ganz geheuer, wenn die LKWs dicht an einem vorbeibrausen, dennoch irgendwie faszinierend. Für mich 100% Spaß und das Erlebnis schlechthin.</p>
<p>Auch einer meiner Lieblingsläufe, der Knappenseelauf bei Hoyerswerda. Als Veranstaltungsort dient das Bergbaumuseum, abwechslungsreiche und schöne Strecke um den Knappensee, stellenweise Publikum, sehr gute Verpflegung, Kostümwertung… Tolle Atmosphäre, ist jedenfalls meine Meinung.</p>
<p>Spreewaldmarathon. Wohl die teilnehmerstärkste Laufveranstaltung in der Lausitz und muss man einfach mal erlebt haben. Landschaftlich reizvolle, schnelle Laufstrecke und für Bestzeiten, unabhängig ob nun auf der 10km-, Halbmarathon oder Marathondistanz sehr gut geeignet. Das Besondere: Spreewaldgurken als Verpflegung und in gusseiserner Form als Erinnerungsmedaille.</p>
<p>Hallenmarathon in Senftenberg. Zwischen 1.000m und 50km-Ultra auf einer 250m-Bahn. Null Abwechslung im Streckenverlauf und dennoch nicht langweilig. Ständiges Überholen und überholt werden. Läufe in der Halle hat man auch nicht alle Tage. Kann ich nur empfehlen. Schönes Erlebnis.</p>
<p>Und zuletzt: der Cottbuser Citylauf. Einerseits von mir ungeliebt, da 4x 2,5km-Runden und ich lieber eine große Runde laufe, andererseits eine gute Mischung aus Park und City, viel Publikum, Anfeuerungsrufe, super Stimmung… da wird man einfach mitgerissen.</p>
<p><strong>10. Was sind Deine größten läuferischen Ziele im Jahr 2010?</strong><br />
Noch vor irgendwelchen großen Zielen Bestzeiten betreffend oder Erfolge einzufahren steht für mich den Spaß am Laufen nicht zu verlieren und verletzungsfrei durch die Saison zu kommen. Ansonsten sollen in diesem Jahr die 1:45h im Halbmarathon fallen, die 10km in 45:xx zu laufen wäre ein Traum, und für die 5km ist ne Zeit unter 22 Minuten fällig.<br />
Und nicht zu vergessen: Top 3 Platzierungen bei verschiedenen Laufserien erkämpfen ist auch in diesem Jahr ein erklärtes Ziel.</p>

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		<title>Interview mit Miss Monster</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 17:41:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Weiter geht es mit der Reihe: Läufer Interviews. Heut stand mir Eva/Miss Monster Rede und Antwort. Wer auch einmal Lust hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen. Interview mit Läuferin Eva/Miss Monster 1. Hallo Evchen, in &#8220;laufenden&#8221; Bloggerkreisen dürften Du und das Blog nicht mehr ganz unbekannt sein. Stelle Dich bitte dennoch den Lesern von Laufe Marathon vor. Meine Namen hast Du ja schon genannt und ich laufe (wieder) seit April 2009. Am Karfreitag bin ich [...]]]></description>
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<p>Weiter geht es mit der Reihe: <a title="Läufer Interviews" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/08/lauf-interviews/" target="_blank">Läufer Interviews</a>. Heut stand mir <a title="MissMonster" href="http://missmonster.de/" target="_blank">Eva/Miss Monster</a> Rede und Antwort.</p>
<p>Wer auch einmal Lust hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen.</p>
<h3>Interview mit Läuferin Eva/Miss Monster</h3>
<p><strong>1. Hallo Evchen, in &#8220;laufenden&#8221; Bloggerkreisen dürften Du und das <a title="MissMonster Blog" href="http://missmonster.de/" target="_blank">Blog</a> nicht mehr ganz unbekannt sein. Stelle Dich bitte dennoch den Lesern von Laufe Marathon vor.</strong><br />
Meine Namen hast Du ja schon genannt und ich laufe (wieder) seit April 2009. Am Karfreitag bin ich morgens um 7 Uhr wach geworden und wollte laufen. Ich weiß heute noch nicht, was mich da geritten hat. Bevor ich überhaupt realisiert habe, was ich da tue, war ich unterwegs. 3,8km und 25 entspannte Minuten später war ich wieder zuhause . Sieben Wochen später bin ich meinen ersten offiziellen 10er gelaufen. Seither hat mich der Läufer-Virus gepackt.</p>
<p><strong>2. Auf Deinem Blog schreibst Du: &#8220;Ich war mal ein dickes Kind.&#8221; &#8211; Viele Menschen bleiben dick und meinen dazu auch, dass sie sich so wohlfühlen.  Glaubst Du das diesen Menschen und warum gab es bei Dir<br />
einen Wandel &#8211; eigener Wille oder Druck von Familie und Eltern?</strong><br />
Für mich gibt es so eine Art &#8220;gesellschaftsfähige Norm&#8221;, was die Figur betrifft. Da hinein passen sehr schlanke, aber auch sehr kräftige Menschen. Mit meinen gut über 100kg bei 1,76m war allerdings jedes Maß gesprengt. Wenn solche Menschen behaupten, sie fühlten sich wohl, dann ist es m.E. purer Selbstschutz. Viele benutzen das Essen als Ausgleich für etwas wie Frust, Langeweile, Streß. Bei mir war es nichts davon. Ich esse einfach unheimlich gern. Irgendwann habe ich ein anderes Körperbewußtsein entwickelt und wollte so nicht mehr aussehen, also habe ich das geändert. Druck von außen hatte ich keinen.</p>
<p><strong>3. Weiterhin erwähnst Du, dass Du noch nie bei einer Sportart geblieben bist. Wie hoch sind die Chancen für die Lauferei? Spricht auch was gegen das Laufen?</strong><br />
Ich liebe die Abwechslung und ich bleibe bei Laune, wenn ich häufiger neue Anreize bekomme. Bisher konnte mir das keine Sportart bieten. Das Laufen hingegen ist für mich unheimlich vielseitig. Da ich jetzt schon länger laufe, als ich vorher am Stück eine Sportart betrieben habe, würde ich mal sagen, daß die Chancen für`s Dabeibleiben gut stehen. Für mich persönlich spricht nichts gegen den Sport, aber es ist nicht für jeden das Richtige.</p>
<div id="attachment_773" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><img class="size-full wp-image-773" title="Miss Monster" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2009/11/Miss-Monster.jpg" alt="Miss Monster - Interview" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Miss Monster - Interview</p></div>
<p><strong>4. Gab es für Dich Erlebnisse beim Laufen, die Du so in der Form in anderen Sportarten noch nicht gespürt hast?</strong><br />
Oh ja! Und genau das ist am schwersten zu beschreiben. Das Laufen kann für mich immer genau das sein, was ich brauche: Entspannung, Auspowern, Quälen, Überwindung, Ablenkung, Erfrischung, Bewältigung&#8230; ich könnte die Liste noch eine ganze Weile weiterführen.</p>
<p><strong>5.Du bist noch nicht lange in der Laufszene unterwegs. Wie erscheint Dir die Laufszene und welchen Eindruck hast Du von Ihr?</strong><br />
Laufszene, hm, kann man das so nennen? Ich kenne ein paar ganz liebe Bloggerinnen und Blogger, die auch Spaß am Laufen haben. Der eine mehr, der andere weniger ambitioniert. Bisher habe ich zu meiner Überraschung nur positive Erfahrungen gemacht. Ich glaube sogar behaupten zu können, daß ich u.A. durch die Blogosphäre beim Laufen geblieben bin. Im echten Leben bin ich bisher auch nur den freundlichen, fairen Läufern begegnet, die sich als Teil einer Gemeinschaft fühlen.<br />
<strong>6. Gerade als Laufeinsteiger muss es doch teilweise unglaublich wirken, wenn man von anderen Läufern liest, die 100 Kilometer und mehr in der Woche laufen. Sind die für Dich alle wahnsinnig oder ist es doch mehr Respekt?</strong><br />
Absolut! Unglaublich trifft es. Von 40 Wochenkilometern auf 100 km hochzurechnen, ist ja noch eine Sache. Aber wenn ich mir vorstelle, daß Menschen 24 h am Stück laufen (Hallo, meine liebe Margitta! *wink* , dann läuft mein Kopf heiß bei dem Versuch, es zu verstehen. Ich bin unglaublich fasziniert und beeindruckt von einer solchen Leistung.</p>
<p><strong>7. Kann es sein, dass auch in Läuferkreisen zu oft der Leistungsdruck im Vordergrund steht?</strong><br />
Wir Menschen sind nun mal Ehrgeiztierchen. Daran finde ich auch nichts Schlimmes. Man muß nur versuchen das empfindliche Gleichgewicht zwischen Wollen und tatsächlich Können zu wahren. Sobald der Ehrgeiz schädlich wird (für Körper und Seele), sollte man sich selbst gut genug kennen und die Bremse einlegen.</p>
<div id="attachment_776" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-776" title="Miss Monster läuft" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2009/11/IMG_8225-225x300.jpg" alt="Miss Monster läuft" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Miss Monster läuft</p></div>
<p><strong>8. Im Volksmund gibt es einen beliebten Spruch: &#8220;Sport ist Mord.&#8221; Und oft hört und liest man von Verletzungen&#8230; Wie viel Wahrheit liegt Deiner Meinung nach in diesem Spruch?</strong><br />
Für einen Couchpotatoe ist das die absolute Wahrheit! Für mich ist es einer von vielen Sprüchen. Sagt mir nix, gibt mir nix. Dann noch lieber: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Das gilt auch für den Sport. Man sollte sich auch für sich selbst verantwortlich fühlen.</p>
<p><strong>9. Vor einigen Tagen warst Du als Zuschauerin beim Frankfurt Marathon unterwegs. Welchen Eindruck machte auf Dich die Veranstaltung und wäre &#8220;Marathon&#8221; für Dich ein Ziel?</strong><br />
Für mich war das der allererste Marathon, bei dem ich direkt zugesehen habe und mich haben die Emotionen überwältigt! Man ist in unmittelbarer Nähe zu so vielen Läufern und man spürt und sieht, wie sie sich fühlen.<br />
Ich bekomme gerade schon wieder Gänsehaut, wenn ich nur daran denke. Marathon, ein Ziel? Ein schöner Gedanke vielleicht, mehr aber noch nicht.</p>
<p><strong>10. Da Du es selber erfahren hast: Wie schwierig ist eine Laufpause wirklich?</strong><br />
Aaaaaaargh! Ganz aktuell befinde ich mich in der allerletzten Füße-still-halt-Phase meiner Pause und mir fallen keine www-tauglichen Wörter mehr ein, um zu beschreiben, wie&#8230; sehr schwierig. Belassen wir es dabei.</p>
<p><strong>11. Was macht mehr Spaß- Bloggen oder Laufen?</strong><br />
Laufen. Wobei ich den Vergleich nicht ganz fair finde. Beides ist für mich wundervoll miteinander verwoben und das Bloggen motiviert mich zum Laufen und umgekehrt.</p>
<p><strong>12. Vielen Dank für das Interview. Dann darfst Du noch etwas über Dein <a title="MissMonster Blog" href="http://missmonster.de/" target="_blank">Blog</a> erzählen und natürlich gehört Dir auch das Schlusswort. Gibt es Ziele für 2010?</strong><br />
Ich danke Dir! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Deine Fragen zu beantworten und mein Egodrache schnurrt zufrieden. Für 2010 habe ich mir den Rhein-Wied-Cup vorgenommen. Eine kleine Serie von Volksläufen in meiner Region und ich würde gern beim Frankfurt Marathon 2010 Staffel laufen.</p>
<h3>Die bisherigen Interviews</h3>
<p><a title="Lauf Interviews " href="http://www.laufe-marathon.de/2009/08/31/laufen-ist-eine-extrem-flexible-sportart/" target="_blank">Laufen ist eine extrem flexible Sportart</a> (31.08.2009)<br />
<a title="Interview mit Läuferin Ultra ist gut" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/07/ultra-ist-gut-interview/" target="_blank">Ultra ist gut &#8211; Interview</a> (07.09.2009)<br />
<a title="Lauf Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/12/sport-ist-nie-verkehrt/" target="_blank">Sport ist nie verkehrt</a> (12.09.2009)<br />
<a title="Korrekt laufen Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/15/korrekt-laufen-interview/" target="_blank">Korrekt laufen &#8211; Interview</a> (15.09.2009)<br />
<a title="Interview mit einer Lebensläuferin" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/23/interview-mit-einer-lebenslauferin/" target="_blank">Interview mit einer Lebensläuferin</a> (23.09.2009)<br />
<a title="Interview mit Startblog F" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/10/20/interview-mit-startblog-f/" target="_blank">Interview mit Startblog F</a> (20.10.2009)<br />
<a title="Interview mit einem Extremsportler" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/11/04/interview-mit-extremsportler-marcel-heinig/" target="_blank">Interview mit Extremsportler Marcel Heinig</a> (04.11.2009)</p>

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		<title>Interview mit einer Lebensläuferin</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 04:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und hier das nächste Interview in  der Reihe: Läufer Interviews. Heut stand die Läuferin Iris Burk mir Rede und Antwort. Wer auch einmal Lust hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen. Interview mit der Läuferin Iris Burk 1. Hallo Iris, bevor es mit dem Interview losgeht, bitte ich dich um eine kurze Vorstellung. Zwei wichtige Elemente bestimmen mein Leben: ich bin technische Redakteurin und Läuferin. Technische Redakteure sind die, die Bedienungsanleitungen schreiben – für Produkte, die [...]]]></description>
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<p>Und hier das nächste Interview in  der Reihe: <a title="Lauf Interviews" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/08/lauf-interviews/" target="_blank">Läufer Interviews</a>. Heut stand die Läuferin <a title="Iris Burk Xing" href="https://www.xing.com/profile/Iris_Burk" target="_blank">Iris Burk</a> mir Rede und Antwort.</p>
<p>Wer auch einmal Lust hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen.</p>
<h3>Interview mit der Läuferin Iris Burk</h3>
<p><strong>1. Hallo Iris, bevor es mit dem Interview losgeht, bitte ich dich um eine kurze Vorstellung.</strong></p>
<p>Zwei wichtige Elemente bestimmen mein Leben: ich bin technische Redakteurin und Läuferin. Technische Redakteure sind die, die Bedienungsanleitungen schreiben – für Produkte, die an den Endverbraucher gehen, oder für Maschinen und Software, die in Industrie und Handwerk eingesetzt werden. Das reicht von der einfachen Kaffeemaschine bis zur Waschmaschine für Platinen, die gut mal 40 Meter lang sind.</p>
<p>Zum zweiten: nicht zu den Joggern würde ich mich zählen, die nur aus gesundheitlichen Gründen laufen, sondern zu den Lebensläufern, die es aus einem inneren Bedürfnis heraus tun und die Vorteile, die das Laufen bietet, gerne mitnehmen.</p>
<p><strong>2. Viele Läufer waren früher eher unsportlich und sind erst im Erwachsenenalter zum Laufen gekommen, was bei Dir ja auch nicht anders war. Was denkst Du sind die Gründe, warum doch einige Kinder sehr unsportlich sind und vor allem, wo siehst Du die Gründe Deiner Unsportlichkeit in Deiner Kindheit aus heutiger Sicht?</strong></p>
<p>Zurückhalten möchte ich mich damit, eine generelle Erklärung für die Unsportlichkeit heutzutage zu geben. Ich denke, dass es nicht mehr so einfach möglich ist, als Kind draußen unterwegs zu sein: die Möglichkeiten sind eingeschränkt durch Verkehr, fehlender Platz, weniger Spielkameraden oder Vorgaben durch Familie und Gesellschaft. Zudem haben die Ansprüche an die Kinder zugenommen. Zum dritten gibt es viele konkurrierende Angebote, wie Computerspiele, Fernsehsendungen, und anderes.</p>
<p>Bei mir gab es mehrere Gründe. Als Kind bis etwa 7 Jahren war ich gerne draußen unterwegs und fand gerade Fangen und Seilspringen toll. Durch einen Umzug gab es die Möglichkeiten nicht mehr. Meine Eltern schleppten mich dann zwar in einen Sportverein. Dort fand ich es furchtbar: Um eine Übung machen zu dürfen, musste man etwa 20 Minuten auf der Bank sitzen, um endlich dran zu kommen.</p>
<p>Und dann der Schulsport… Da ging es ja nicht darum, sich zu bewegen, sondern Noten zu machen. Also eine ziemlich effektive Möglichkeit, Kindern den Spaß zu verderben.</p>
<p><strong>3. Wann und wieso kam für Dich die Erkenntnis: Ich muss Sport treiben &#8211; und warum bist Du gerade beim Laufen gelandet?</strong></p>
<p>Eine plötzliche Erkenntnis gab es nicht, sondern eine allmähliche Entwicklung. Zuerst täglich mit dem Fahrrad zur FH fahren – das ergab eine gute Grundkondition. Der gute Nebeneffekt war, dass ich dabei 13 Kilo abgenommen habe: vom Pummelchen zum normal proportionierten Herangewachsenen. Dann den Trimm-Dich-Pfad im nahen Wald wiederentdeckt und die Herausforderung angenommen, 4 km am Stück zu laufen. Zum Schluss gab es die ersten Exemplare der Runner’s World, die mich dann endgültig auf die Spur brachten.</p>
<p><strong>4. Gab es für Dich offensichtliche Veränderungen im Leben und in der Lebenseinstellung, seitdem Du läufst?</strong></p>
<p>Ich nehme die Umgebung und mich selbst achtsamer wahr, kann meine eigenen Grenzen akzeptieren und habe eine gewisse Härte und ein Zielbewusstsein entwickelt. Durch das Laufen habe ich eine Art Körperbewußtsein entwickelt und erfahren, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann. Das Laufen macht mich ausgeglichener und kreativ. Und Erkältungen oder Schnupfen sind seit Jahren kein Thema mehr.</p>
<p><strong>5. Sportmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, Sport zu machen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Du es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden?</strong></p>
<p>Ich „plane“ meine Verabredung mit mir selbst. Zudem weiß ich ja aus Erfahrung, dass ich nur unausgeglichen und grätig werde, wenn ich abends nach einem langen Arbeitstag mich nur noch auf dem Sofa installiere.</p>
<p><strong>6. Wie motivierst Du Dich zum Laufen, wenn es mal nicht so gut läuft und die Welt scheinbar über Dir zusammenfällt? Ich glaube, solche Situationen hat jeder schon einmal erlebt.</strong></p>
<p>Gerade dann, wenn scheinbar die Welt zusammenfällt, wird mir das Laufen wichtig. Da kann ich die übermäßigen Gefühle im Wald lassen, meine Gedanken sortieren und den Stress loslassen.</p>
<p>Ansonsten gibt es mit mir selbst eine Art Vertrag: ich habe feste Laufzeiten, zu denen ich – ohne Nachzudenken – die Laufschuhe anziehe und loslaufe. Egal, welches Wetter, egal, welche Stimmung. Erst nach einer Viertelstunde stelle ich mir die Frage: umkehren oder weiterlaufen? Da man dann sowieso schon nass und dreckig ist, heißt es fast immer: weiterlaufen – jetzt erst recht. Und dann wird es eigentlich immer ganz schön – auch die Dusche macht dann richtig Spass, man hat sie sich ja redlich verdient.</p>
<p><strong>7. Sind Dir Kräftemessen mit anderen Läufern und persönliche Bestleistungen wichtig?</strong></p>
<p>Zum einen ist mir schon wichtig, eine Bestleistung anzustreben. Aber gerade das Laufen hat mich gelehrt, nicht auf absolute Bestzeiten zu schielen – die ich einfach nie erbringen werde, sondern genau die Leistung zu schätzen, die in diesem Moment möglich war und damit zufrieden zu sein.</p>
<p><strong>8. Es gibt Läufer, die laufen gern in der Gemeinschaft, und dann wiederum gibt es die Einzelläufer, die lieber alleine ihre Runden drehen. Zu welcher Sorte Läufer würdest Du Dich zählen und warum?</strong></p>
<p>„Gestartet“ bin ich als Einzelläufer – da konnte ich meine eigenen Kämpfe mit mir austragen und war nicht auf andere angewiesen. Inzwischen bin ich mehr dazu übergegangen, mit ein oder mehreren Läufern gemeinsam zu laufen. Wir motivieren uns gegenseitig, tauschen Neuigkeiten aus, führen Grundsatzdiskussionen, setzen uns neue Ziele. Wichtig ist für mich, dass es vom Tempo passt. Daher habe ich nach kurzer Zeit wieder aufgegeben, einen Lauftreff im nahen Umkreis zu besuchen. Da hat doch meistens das männliche Testosteron die Oberhand …</p>
<p><strong>9. Wenn Du Menschen vom Laufen überzeugen müsstest, wie würdest Du es anstellen? Was sind Deine Motivationstipps?</strong></p>
<p>Beim Laufen schätze ich, dass ich mich vom Draußen, von der Umwelt eher lösen oder abgrenzen kann. Radfahren funktioniert da ganz anders: ich muss beständig auf den Verkehr und auf den Weg achten, muss ständig wachsam und reaktionsbereit sein, bedingt durch Rad und Geschwindigkeit, bin also immer im Außen involviert. Beim Laufen kann ich eher eine gewisse Distanz zulassen &#8211; und das tut mir gut.</p>
<p>Als Lebensläufer ist für mich absolut wichtig, den Rhythmus des Laufens zu spüren, das Wetter, das die Haut streichelt, die Einheit von Körper und Geist, das mentale Freiwerden.</p>
<p><strong>10. Was waren bisher Deine schönsten läuferischen Momente?</strong></p>
<p>Nach einem langen Lauf über 3 Stunden müde zuhause anzukommen und zu merken, wie weit man in der Landschaft herumgekommen ist. Der Schwarzwaldmarathon in Bräunlingen, wo ich zwar langsam war, aber die Strecke gut einteilen konnte und nicht an der Leistungsgrenze lief.</p>
<p>Einer der heimlichen „schönen Momente“ ist es immer dann, wenn plötzlich alles eins wird: der Weg, der Körper, das Wetter, wenn alles gut läuft und man im „Hier und Jetzt“ vollständig angekommen ist.</p>
<p><strong>11. Vielen Dank für dieses Interview. Was ist Dein größtes läuferisches Ziel in nächster Zeit?</strong></p>
<p>Das nächste Ziel: den Rechberglauf gut zu überstehen. Das nächste große Ziel: gut durch den Winter zu kommen, sich optimal für einen Frühjahrsmarathon vorbereiten zu können und den mit meiner neuen persönlichen Bestzeit zu schaffen.</p>
<h3>Die bisherigen Interviews</h3>
<p><a title="Lauf Interviews " href="http://www.laufe-marathon.de/2009/08/31/laufen-ist-eine-extrem-flexible-sportart/" target="_blank">Laufen ist eine extrem flexible Sportart</a> (31.08.2009)<br />
<a title="Interview mit Läuferin Ultra ist gut" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/07/ultra-ist-gut-interview/" target="_blank">Ultra ist gut &#8211; Interview</a> (07.09.2009)<br />
<a title="Lauf Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/12/sport-ist-nie-verkehrt/" target="_blank">Sport ist nie verkehrt</a> (12.09.2009)<br />
<a title="Korrekt laufen Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/15/korrekt-laufen-interview/" target="_blank">Korrekt laufen &#8211; Interview</a> (15.09.2009)</p>

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		<title>Laufen ist eine extrem flexible Sportart</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie im Artikel &#8211; Laufen wie kommst Du dazu &#8211; schon angekündigt, werde ich hier in regelmäßigen Abständen Läufer/innen interviewen nach Dingen wie ihrer Motivation und wie sie zum Laufen kamen, um nur einige wenige Punkte zu nennen. Als erstes kommt die Läuferin Ines Becker aus Duisburg zu Wort. Wer auch einmal Lust hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen. Interview mit der Läuferin Ines Becker aus Duisburg Hallo Ines, stell Dich mal den Lesern vom [...]]]></description>
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<p>Wie im Artikel &#8211; <a title="Laufen wie kommst Du dazu" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/07/08/laufen-wie-kommst-du-dazu/" target="_blank">Laufen wie kommst Du dazu</a> &#8211; schon angekündigt, werde ich hier in regelmäßigen Abständen Läufer/innen interviewen nach Dingen wie ihrer Motivation und wie sie zum Laufen kamen, um nur einige wenige Punkte zu nennen. Als erstes kommt die Läuferin Ines Becker aus Duisburg zu Wort.</p>
<p>Wer auch einmal Lust hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen.</p>
<h3>Interview mit der Läuferin Ines Becker aus Duisburg</h3>
<h4>Hallo Ines, stell Dich mal den Lesern vom Laufe-Marathon Blog vor.</h4>
<p>Mein Name ist <a title="Interview mit Ines Becker" href="https://www.xing.com/profile/Ines_Becker" target="_blank">Ines Becker</a>. Ich bin Projektleiterin im Einkauf eines Stahlkonzerns und begeisterte Marathonläuferin.</p>
<h4>Wie bist Du zum Laufen gekommen, welche Motivation trieb Dich in die Laufschuhe?</h4>
<p>Vor vielen Jahren veranstaltete das Unternehmen, in dem ich damals ein Praktikum machte, einen 10 km Lauf.<br />
Da dachte ich mir: &#8220;Warum es nicht mal ausprobieren?&#8221; Als mein Mann dann noch meinte: &#8220;Das schaffst Du nicht&#8221;, war mein Ehrgeiz geweckt und so startete ich nach nur einem Trainingslauf bei diesem Lauf und bewältigte ihn in 01:01. Über die 1 Minute über der (damals) magischen 1 Stundengrenze war ich etwas enttäuscht. Von der Laufveranstaltung allerdings begeistert und so blieb ich beim Laufen.</p>
<h4>Was hat sich für Dich im Leben geändert seitdem Du läufst? Fühlst Du Dich frischer, fitter oder ist es vielleicht sogar ein komplett neues Lebensgefühl?</h4>
<p>Das Laufen gehört für mich seit ca. 7 Jahren zum Alltag. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, nicht mehr zu laufen. Da ich sehr abwechslungsreich trainiere (unterschiedliche Trainingspläne, unterschiedliche Ziele, mal im Verein mit Freunden, mal alleine, meistens morgens, im Verein dann auch mind. 1 pro Woche abends etc. ) wird es auch nie langweilig. Morgens hilft mir das Laufen, auf die Beine zu kommen und mich auf die Herausforderungen des Berufsalltags vorzubereiten, abends hilft es mir, zur Ruhe zu kommen. Mal ist das Laufen eher meditativ, mal ist eine Form der Geselligkeit, des Lachens und Zusammenseins mit Freunden&#8230;</p>
<h4>Könntest Du Dir vorstellen, irgendwann wieder mit dem Laufen aufzuhören oder ist es mittlerweile ein Teil Deines Lebens geworden?</h4>
<p>Im Leben kann vieles passieren &#8211; deshalb sage ich nie &#8220;Nie&#8221;. Es kann auch sein, dass ich mal nicht laufen werde, aber irgendwie kann ich es mir heute nicht vorstellen &#8211; so ganz ohne Laufen&#8230;..</p>
<h4>Viele Menschen klagen darüber, dass sie keine Zeit zum Sport treiben hätten &#8211; eine Ausrede, die ich nicht gelten lasse. Wie schaffst Du es, Dein Training und die Wettkämpfe ins alltägliche Leben zu integrieren?</h4>
<p>Ich frage diese Menschen dann, womit sie denn ihre Zeit verbringen? Jeder hat 24 h pro Tag &#8211; die Frage ist nur, wie wir sie nutzen. Auch ich habe einen anstrengenden Beruf mit sehr langen Arbeitstagen, vielen Reisen etc. Laufen ist eine extrem flexible Sportart, die wir fast rund um die Uhr und überall betreiben können. Auf Geschäftsreisen laufe ich z.B. früh morgens und auch am Wochenden starten wir häufig sehr früh, um möglichst wenig Zeit mit unseren Partnern und Familien zu verlieren. Wenn ich dann mit frischen Brötchen am Samstag nach Hause komme, kann das Wochenende beginnen&#8230;.</p>
<p>Das einzige,  wozu ich keine Zeit habe, ist das Rumsitzen auf dem Sofa vor dem Fernsehen &#8211; dafür ist mir meine Lebenszeit echt zu schade&#8230;.</p>
<h4>Jeder Läufer kennt auch Phasen, in denen man nicht wirklich Lust hat, die Laufschuhe zu schnüren. Wie motivierst Du Dich in solchen Phasen?</h4>
<p>Mit Zielen. Ich versuche immer einen Wettkampf als Ziel zu haben. Mal ist es der Marathon, dieses Jahr war es der Rennsteig, nun ist es ein Duo-Marathon im September. Dazu gibt es stets einen Trainingsplan und schon hast du eine Motivation. Außerdem trainiere ich ja im Verein &#8211; da kann ich mich zu den unangenehmen Dingen, wie Bahntraining, 3,5 h Läufen etc. einfach verabreden.</p>
<h4>Sind für Dich Zeiten beim Laufen wichtig oder ist es das Erleben der Natur und des eigenen Körpers, das Dich fasziniert?</h4>
<p>Je nachdem. Im Wettkampf zählt schon die Zeit, wobei ich dieses Jahr den Rennsteiglauf als einen reinen Spaß-, Erlebnis- und Durchhalten-ist-alles Lauf gesehen habe und in der Vorbereitung just vor fun zwei Marathons gelaufen bin &#8211; es waren alles tolle Erlebnisse. Als Belohnung bin ich danach auch einige Wochen locker gemacht, um die Natur zu erleben etc. Aber irgendwann packte mich doch der Ehrgeiz wieder &#8211; was folgte waren Anmeldungen zu Wettkämpfen und damit verbunden, dann auch das &#8220;andere&#8221; Training&#8230; Das Erleben der Natur funktioniert bei einem Lauf in 5 km Tempo dann kaum noch.</p>
<h4>Du trainierst in einem Verein. Was sind Deiner Meinung nach die Vorzüge eines Vereins gegenüber eines Alleinläufers?</h4>
<p>Laufen ist ein Individualsport &#8211; trotzdem ist es toll, dabei nicht alleine zu sein. Erstens habe ich im Verein einen professionellen Trainer: wenn der sagt heute steht 8X1000m Bahntraining auf dem Programm, wird es halt gemacht. Danach fühle ich mich ja auch (meistens) toll&#8230; Zweitens kann ich mich permanent mit anderen messen und weiß dadurch, wie es um mich steht. Drittens macht das Laufen in der Gruppe einfach mehr Spaß!!!</p>
<h4>Was sind Deine <a title="Motivation und Laufen" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/07/08/laufen-wie-kommst-du-dazu/" target="_blank">Motivationstipps</a> für Nichtläufer und konntest Du in Deinem Umfeld tatsächlich schon Menschen von den Vorzügen des Laufens überzeugen?</h4>
<p>Ich habe schon einige zum Laufen gebracht. Das Geheimrezept heißt, die Leute zu Spaßwettkäpfen, wie z.B. Staffelläufe bei den Marathons oder kurze Firmenläufe oder der Womens Run zu überreden. Viele bleiben dann auch beim Laufen. Allen Nichtläufern sage ich: Ihr müsst es mal probieren. Ich glaube nämlich, dass wir die Begeisterung am Laufen nur durch das Laufen selber bekommen können.</p>
<h4>Hast Du beim Marathon schon einmal den Mann mit dem Hammer getroffen oder besser hat er Dich erwischt? Wenn ja, wie hast Du diesen toten Punkt überwunden?</h4>
<p>Ja, dem Mann mit dem Hammer bin ich schon mehrmals begegnet, sogar schon bei km 23 in einem Marathon. Die Devise heißt dann: Ich laufe nur noch bis zur nächsten Verpflegungsstation und dann wieder zur nächsten etc. So bin ich mehrmals durchgekommen. Allerdings waren die Zeiten in diesen Fällen nie die besten&#8230;</p>
<h4>Wie findest Du die Idee vom <a title="Laufe Marathon-Blog" href="http://www.laufe-marathon.de" target="_blank">Laufe Marathon Blog</a>, verschiedene Läufer über ihre Motivation zum Laufen zu befragen?</h4>
<p>Gut, weil so auch wir &#8220;Normalos&#8221; erzählen können. P.S. sonst hätte ich auch nicht mitgemacht</p>
<h4>Vielen Dank für dieses Interview. Was ist Dein größtes läuferisches Ziel in nächster Zeit?</h4>
<p>100km von Biel nächstes Jahr<br />
Viele Grüße Ines</p>

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