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	<title>Laufe Marathon &#187; Läufe</title>
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	<description>Laufen, Marathon und Ultralauf</description>
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		<title>Teichlauf in Zeisholz 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 09:21:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jedes Jahr auf ein Neues wird Anfang August der Teichlauf in Zeisholz gestartet &#8211; eine kleine, aber sehr feine Laufveranstaltung. Dieses Jahr fand am Freitag, dem 05.08.2011, die neunte Ausgabe statt. Nachdem ich schon von den Teichläufen 2009 und 2010 berichtet hatte, war natürlich auch ein Start 2011 Pflicht. Der Wetterbericht versprach schlechtes Wetter mit Regen und Gewitter, aber glücklicherweise kam mal wieder alles ganz anders&#8230; Vor dem Start der Hauptläufe beim Teichlauf in Zeisholz Wie in jedem Jahr hatten die Läufer wieder die Wahl [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-large wp-image-2883" title="Teichlauf Zeisholz 2011" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2011/08/tecihlauf-zeisholz2011-300x282.jpg" alt="9. Teichlauf in Zeisholz 2011" width="300" height="282" />Jedes Jahr auf ein Neues wird Anfang August der Teichlauf in Zeisholz gestartet &#8211; eine kleine, aber sehr feine Laufveranstaltung. Dieses Jahr fand am Freitag, dem 05.08.2011, die neunte Ausgabe statt. Nachdem ich schon von den Teichläufen <strong><a title="Teichlauf Zeisholz 2009" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/08/11/teichlauf-zeisholz-2009/">2009</a></strong> und <strong><a title="Teichlauf Zeisholz 2010 – Werbung für den Laufsport" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/08/07/teichlauf-zeisholz-2010-werbung-fuer-den-laufsport/">2010</a></strong> berichtet hatte, war natürlich auch ein Start 2011 Pflicht. Der Wetterbericht versprach schlechtes Wetter mit Regen und Gewitter, aber glücklicherweise kam mal wieder alles ganz anders&#8230;</p>
<h2>Vor dem Start der Hauptläufe beim Teichlauf in Zeisholz</h2>
<p>Wie in jedem Jahr hatten die Läufer wieder die Wahl zwischen 10, 5 und 1 Kilometer. Wobei aber die letztere Strecke den Kindern vorbehalten war, die um 18:30 Uhr auf die Strecke gingen. Ca. 20 Kinder nahmen die Herausforderung auch dankend an, um im Ziel für die erfolgreiche Teilnahme als Belohnung eine wundervolle, einzigartige Teichlauf- Medaille um den Hals gehängt zu bekommen. Ich denke, gerade für Kinder ist eine Medaille lohnende Motivation und Ansporn zu gleich. Und die Kinder durften, wie auch die etwas später startenden 5 und 10 Kilometer Läufer, von den Fehleinschätzungen der Wetterexperten profitieren. Denn es war warm &#8211; schwül, die Sonne schien, also ein schöner Sommerabend in Zeisholz. Und da eine Medaille nicht satt macht, gab es bei Abgabe der Startnummer für jedes Kind im Ziel ein Stück Kuchen und dies alles für einen kostenfreien Start auf der Kinderstrecke. Ich denke, dies ist nicht bei allen Laufveranstaltungen üblich und sehr lobend zu erwähnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Teichlauf in Zeisholz &#8211; 10 und 5 Kilometer</h2>
<p><img class="size-full wp-image-2884 alignnone" title="Zeisholz Teichlauf" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2011/08/zeisholz-lauf.jpg" alt="Zeisholz Teichlauf" width="500" height="333" /></p>
<p>Für einen Unkostenbeitrag von 2,50 Euro für die 5-Km-Strecke und 4,00 Euro für die 10- Km-Strecke ging es um 19 Uhr für die restlichen Läufer an den Start. Am Anfang gab es eine kurze Ansprache und Begrüßung vom Veranstalter Michael, wobei auch folgender Satz erwähnt wurde &#8220;Herzlich Willkommen zum vorletzten Teichlauf in Zeisholz&#8221;. Dann hoffen wir mal, dass dies nur ein Scherz war, denn es wäre echt schade, wenn es den Teichlauf nicht mehr geben würde. Die familiäre Atmosphäre, die dörfliche Idylle und Gemeinschaft macht das Laufen zu einem tollen Erlebnis und genau dieses Umfeld wird Jahr für Jahr in Zeisholz geboten.</p>
<p>Mein Schätzungsvermögen war im Startbereich wieder gefragt und ich denke, ca. 50 &#8211; 60 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke. Für die 5-Km hieß es eine Runde entlang der Zeisholzer Teiche und die 10-Km-Läufer hatten das zweifache Vergnügen. Leider konnte ich nicht nachvollziehen, warum die Nordic Walkerinnen in der ersten Startreihe Position bezogen. Immer wieder muss ich bei Laufveranstaltungen solch einen Unfug beobachten. Der normale Menschenverstand sagt mir doch eigentlich, dass im Läuferfeld Nordic Walker Stöcke ein Unfallrisiko für Läuferinnen und Läufer darstellen. Vielleicht sollten Veranstalter explizit daraufhinweisen, dass Nordic Walker am Ende des Feldes Aufstellung nehmen sollen. Dies aber nur am Rande erwähnt.</p>
<p>Nach dem Start zog sich das Läuferfeld schnell auseinander, vorn wurde Tempo gemacht und hinten natürlich im Bereich des jeweilig Möglichen auch. Am Anfang ging es noch kurz durch Teile des Dorfes und später entlang der zahlreichen Zeisholzer Teiche. Die Strecke war gut ausgeschildert und nach 2,5 Kilometer gab es sogar einen Verpflegungsstand. Einen Kilometer vor dem Ziel rief ich noch einem Läufer hinterher, der gerade eine falsche Richtung eingeschlagen hatte. Im Eifer des Gefechts hat er eine Streckenmarkierung übersehen und nach etwas mehr als 5 Kilometern war dann auch schon Schluss für mich. Die 10-Km-Läufer durften noch eine Runde in der wundervollen Teichlandschaft genießen.</p>
<p>Leider gab es auf der Strecke wohl einige unschöne Zusammentreffen von Mensch und Tier. Einige Läufer wurden wohl von Hornissen oder Wespen gestochen &#8211; einige auch mehrfach, dazu gab es unterschiedliche Ausführungen. Was da genau geschah, kann ich aber nicht beurteilen, vielleicht wurde ein Schwarm aufgeschreckt. Und das schwüle Wetter wird eventuell auch die Tiere belastet haben. Selber habe ich aber davon auf der Strecke nichts mitbekommen.</p>
<p>Im Ziel gab es für jeden Finisher eine Medialle in der Form eines Fisches aus Metall und wie bei den Kindern auch, gab es für die Abgabe der Startnummer ein Stück Kuchen.</p>
<p>Als Fazit bleibt nur wieder zu sagen: Es lohnt sich, die kleinen Läufe zu besuchen und ich freue mich schon jetzt auf die zehnte Auflage des Teichlauf in Zeisholz 2012.</p>

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		<title>Laufbericht – “Rund um die Schafsbergschanze” 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 11:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Läufe]]></category>
		<category><![CDATA[Laufwettkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Schafbergschanze]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie jedes Jahr Mitte Juni zog es auch am heutigen Sonntag, 19.06.2011 das Läufervolk in das kleine beschauliche Dorf Großthiemig, um beim Lauf &#8220;Rund um die Schafsbergschanze&#8221; die eigene Fitness zu testen oder sich im Wettstreit mit anderen Läuferinnen und Läufer zu messen. Strecken von 2 Kilometer, 5,3 Kilometer und 11,2 Kilometer standen dabei zur Auswahl. Der Start erfolgte pünktlich um 10 Uhr für die Hauptstrecken, wobei ca. 150 Läufer (ich hoffe, meine Schätzungen hauen ungefähr hin) auf die einzelnen Distanzen gingen. Der Lauf &#8220;Rund [...]]]></description>
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<div id="attachment_2789" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-large wp-image-2789" title="Rund um die Schafsbergschanze 2011" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2011/06/grossthiemig-start-300x225.jpg" alt="Start beim &quot;Rund um die Schafsbergschanze 2011&quot;" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Start beim &quot;Rund um die Schafsbergschanze 2011&quot;</p></div>
<p>Wie jedes Jahr Mitte Juni zog es auch am heutigen Sonntag, 19.06.2011 das Läufervolk in das kleine beschauliche Dorf Großthiemig, um beim Lauf &#8220;Rund um die Schafsbergschanze&#8221; die eigene Fitness zu testen oder sich im Wettstreit mit anderen Läuferinnen und Läufer zu messen. Strecken von 2 Kilometer, 5,3 Kilometer und 11,2 Kilometer standen dabei zur Auswahl. Der Start erfolgte pünktlich um 10 Uhr für die Hauptstrecken, wobei ca. 150 Läufer (ich hoffe, meine Schätzungen hauen ungefähr hin) auf die einzelnen Distanzen gingen.</p>
<p>Der Lauf &#8220;Rund um die Schafsbergschanze&#8221; ist für Flachland erprobte Läufer eine wahre Herausforderung, denn es ist ein stetiges Auf und Ab auf Feld- und Waldwegen und gerade für ein schnelleres Tempo ist schon ein guter Trainingszustand notwendig. Laut Wetterbericht sollte es starken Wind geben, Regen und teilweise Gewitter. Glücklicherweise verschonte der Regen den Veranstalter und die von Nah und Fern angereiste Läuferschaft; der Wind blies schon sehr kräftig, was gerade auf offenem Feld nicht immer als angenehm zu bezeichnen ist.</p>
<h2>5,3 Kilometer ein kurzer Laufbericht</h2>
<div id="attachment_2790" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-large wp-image-2790" title="Rund um die Schafsbergschanze" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2011/06/grossthiemig-strecke-300x225.jpg" alt="Rund um die Schafsbergschanze 2011" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Ein Blick auf die Streckenumgebung</p></div>
<p>Im letzten Jahr nahm ich noch die <a title="Laufbericht Rund um die Schafsbergschanze 2010" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/06/21/laufbericht-rund-um-die-schafsbergschanze-2010/">11,2 Kilometer</a> unter die Laufschuhe; dieses Jahr sollte es nur ein Quickie über 5,3 Kilometer werden. Denn nach meinem unfreiwilligen Radunfall vor 3 Wochen war in den letzten Tagen auch nicht an Training zu denken. Dafür lief es aber richtig gut und es machte wirklich Laune, mal wieder richtig Power zu geben und vor allem: die Knochen hielten. Nach dem Start gab es am Anfang &#8211; wie so oft &#8211; etwas Gedrängle und schon nach den ersten Metern eine kleinere Steigung zu bewältigen, die schon bei dem einen oder anderen Läufer ordentlichen Krafteinsatz forderte. Schnell zog sich das Feld auseinander und einzelne Läufergrüppchen fanden sich. Einzigartig beim Lauf in Großthiemig ist der Umstand, dass der Start im Land Brandenburg erfolgt, die Strecke durch das Bundesland Sachsen geht, um zum Schluss wieder in Brandenburg einzulaufen.</p>
<div id="attachment_2791" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-large wp-image-2791" title="Großthiemig 2011 beim Lauf" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2011/06/grossthiemig-natur-300x225.jpg" alt="Rund um die Schafsbergschanze 2011" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Natur pur</p></div>
<p>Bis ca. Kilometer 2,5 &#8211; 3 km liefen die 11,2 Kilometer-Läufer und die 5,3 Kilometer gemeinsam, danach teilten sich die beiden Strecken. Über einen langen Feldweg ging es wieder in Richtung Großthiemig zum Ziel. Da es auch einen kleinen Augenblick etwas bergab ging, konnte noch einmal alle Kraft mobilisiert werden und ehe ich mich versah, war es nur noch 1 Kilometer bis zum Ziel. Kurz vor dem Sportplatz von Großthiemig ging es für 150 Meter in einen Wald, es durfte Trail gelaufen werden und die letzten 200 Meter gab es noch einmal Tempo auf dem Sportplatz und schon war der sonntägliche Quickie erledigt.</p>
<p>Kurzes Verschnaufen, ein Schluck Apfelschorle, ein Apfelstück und schon war alles vergessen. Wie auch schon im letzten Jahr präsentierte Großthiemig eine kleine familiäre Laufveranstaltung, ohne viel Schnickschnack &#8211; der Fokus liegt auf einer tollen Strecke und einer angenehmen Umgebung. Durchaus sympatisch, wenn auch nicht gewollt, war der verspätete Startschuss, der sich erst einige Sekunden später aus der Startpistole löste &#8211; passiert halt. Wie auch schon im letzten Jahr kann ich auch dieses mal wieder nur sagen: Danke an die Veranstalter und gern 2012 wieder, wenn es heißt &#8220;Rund um die Schafsbergschanze.&#8221;</p>

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		<title>Lauferinnerungen: Hallenkreismeisterschaften der Leichtathletik 1980</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 18:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Läufe]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Laufgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[31 Jahre ist her, aber in meiner Erinnerung hat dieses Jahr und der 800-Meter-Lauf bei den Hallenkreismeisterschaften 1980 hier in Senftenberg einen festen Platz. Als Austragungsort für viele Sportveranstaltungen gerade in der Leichtathletik diente die in der ganzen DDR bekannte Aktivist-Sporthalle. Berühmt und teilweise auch berüchtigt war die 250 Meter lange Laufbahn, welche gerade durch die sehr steilen Kurven nicht leicht zu belaufen war. Weiterhin gab es gerade auf längeren Strecken und bei vielen Zuschauern schnell Probleme mit der trockenen Luft. Glücklicherweise gibt es die [...]]]></description>
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<p>31 Jahre ist her, aber in meiner Erinnerung hat dieses Jahr und der 800-Meter-Lauf bei den Hallenkreismeisterschaften 1980 hier in Senftenberg einen festen Platz. Als Austragungsort für viele Sportveranstaltungen gerade in der Leichtathletik diente die in der ganzen DDR bekannte Aktivist-Sporthalle. Berühmt und teilweise auch berüchtigt war die 250 Meter lange Laufbahn, welche gerade durch die sehr steilen Kurven nicht leicht zu belaufen war. Weiterhin gab es gerade auf längeren Strecken und bei vielen Zuschauern schnell Probleme mit der trockenen Luft. Glücklicherweise gibt es die Halle hier in Senftenberg noch, aber 31 Jahre haben Spuren hinterlassen. Optisch gab es die eine oder andere Veränderung an der Halle und auch der Name wurde gewechselt, aus Aktivist-Sporthalle wurde Niederlausitzhalle.</p>
<p>Seit einigen Jahren dürfte die Niederlausitzhalle in Senftenberg auch wieder überregional in der Laufszene bekannt sein. Immerhin findet hier in jedem Jahr im Januar der Hallenmarathon statt. Zum <strong><a title="Hallenmarathon – die persönlichen Eindrücke einer Laufnacht" href="http://www.laufe-marathon.de/2011/01/31/hallenmarathon-die-persoenlichen-eindruecke-einer-laufnacht/">Hallenmarathon 2011</a></strong> schrieb ich auf Laufe Marathon auch einen entsprechenden Artikel. Schon jetzt besteht beim Veranstalter die Möglichkeit, für die Läufe 2012 zu melden, denn gerade der Marathon und 50-Kilometer-Lauf sind sehr beliebt und schnell ausgebucht.</p>
<p>Aber jetzt wieder 31 Jahre zurück in der Zeit. Die Halle war von vielen Kindern bevölkert, die in den unterschiedlichsten Disziplinen im Wettstreit den Sieger ermittelten. In der DDR wurde der Sport groß geschrieben und so war es ganz normal, dass meist sehr viele Kinder für die unterschiedlichsten Wettbewerbe gemeldet waren. Ich hatte aber selten einen Blick für die Sprung-, Wurf-und Sprintdisziplinen. Ich wollte es schon damals lang und die längste Strecke an diesem Tag waren eben die 800-Meter. Die besten Jungs aus dem Kreisgebiet Senftenberg traten gegeneinander an: 3 Runden und 50 Meter waren zu bewältigen. Meine Alterklasse damals AK 9.</p>
<p>Meine damalige Laufkleidung wäre aus heutiger Sicht was für das Museum, aber nicht für eine Sportveranstaltung. Aber wie hat ein alter Lauftrainer immer gesagt: Wir sind nicht auf einer Modenschau. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass damals auch schon große Unterschiede gemacht wurden. Einige Kinder bekamen aus unterschiedlichsten Quellen der einzelnen Vereine Unterstützung in Form von Sportbekleidung und Laufschuhen/Spikes, die es so im Handel nicht zu kaufen gab. Lederturnschuhe waren zum Beispiel Luxus und diese hatten nur die Ausgewählten. Aus heutiger Sicht kann man sich denken, welche Kinder bevorzugt wurden. An der Leistung lag es definitiv nicht immer.</p>
<p>Jedenfalls war mir der Luxus von Spikes oder Lederturnschuhen an diesem Tag nicht vergönnt. Meine Laufschuhe waren aus Stoff und hatten eine Sohle aus Gummi. Im Volkmund wurden die Teile &#8220;liebevoll&#8221; Essengeldturnschuhe genannt. Ich glaube, mehr als 5 DDR-Mark haben die auch nicht gekostet. Eigentlich hätte man auch ohne Schuhe laufen können und das Ergebnis wäre das gleiche geblieben.</p>
<p>Kurz nachgedacht. An die Anzahl der Jungs am Start kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber es waren schon einige gewesen. Gestartet wurde durch einen Mann, den ich damals gern Startpistole nannte. Denn egal welche Leichtathletikveranstaltung, er war immer dabei und immer mit seiner Pistole &#8211; der Startpistole. Schon auf den ersten Metern ging die Post richtig ab. Tempoeinteilung gab es nicht, alles oder nichts. Schnell fand ich mich auf Platz 4 wieder, hinter mir keuchten Kinder und die Spitzengruppe entfernte sich Meter für Meter. Schon jetzt tat die Lunge weh, das Atmen fiel schwer und der Bauch verkrampfte. Die Schuhe drückten überall, aber dieser Umstand war leider normal und wurde von mir damals als ganz natürlich hingenommen.</p>
<p>Nach der ersten Runde schaute ich etwas verzweifelt zu den Zuschauern und entdeckte meinen Vater, der mir leicht zulächelte. Der Platz 4 gehörte mir immer noch, aber der Drittplatzierte zeigte Schwächen und ich holte alles raus. Nach zwei Runden hätte ich nur noch heulen wollen, aber Indianer kennen bekanntlich keinen Schmerz und wer später mal Olympiasieger werden möchte, der auch nicht. Auf einmal war sogar Platz 2 greifbar und in der letzten Steilkurve war es soweit. Danach noch einmal 70 Meter sprinten und Ziel: Platz 2 mit einer Zeit von 2:49 min. Damit bekam ich meine erste Medaille bei einer regulären Sportveranstaltung&#8230; und deshalb erinnere ich mich so gern daran. Danach kamen noch sehr, sehr viele offizielle Läufe dazu.</p>

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		<title>Frostwiesenlauf 2011 in Burg &#8211; ein Laufbericht</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Läufe]]></category>
		<category><![CDATA[Frrostwiesenlauf]]></category>
		<category><![CDATA[lauf]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neunte Frostwiesenlauf stand am letzten Wochenende in Burg/Spreewald auf dem Programm. Am Sonntag, dem 13. Februar, wurde um 11 Uhr am &#8220;Landhotel Burg&#8221; der Start für die 10, 20 und 30 Kilometer vorgenommen. Im Vorfeld des Frostwiesenlaufs war der Veranstalter nicht zu beneiden, denn immer wieder gab es Ankündigungen, dass die Strecke verlegt werden musste, denn an einigen Stellen sind auch im Spreewald Felder und Wege vom Wasser überflutet. Der Frostwiesenlauf hat von Jahr zu Jahr mehr Läuferinnen und Läufer angezogen. Gründe dafür wird [...]]]></description>
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<p>Der neunte Frostwiesenlauf stand am letzten Wochenende in Burg/Spreewald auf dem Programm. Am Sonntag, dem 13. Februar, wurde um 11 Uhr am &#8220;Landhotel Burg&#8221; der Start für die 10, 20 und 30 Kilometer vorgenommen. Im Vorfeld des Frostwiesenlaufs war der Veranstalter nicht zu beneiden, denn immer wieder gab es Ankündigungen, dass die Strecke verlegt werden musste, denn an einigen Stellen sind auch im Spreewald Felder und Wege vom Wasser überflutet. Der Frostwiesenlauf hat von Jahr zu Jahr mehr Läuferinnen und Läufer angezogen. Gründe dafür wird es viele geben: Der Spreewald ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Es finden im Februar nicht viele Laufveranstaltungen statt. Es gibt für jeden Teilnehmer 25 Punkte für die Lausitz Laufserie. Und es ist ein Erlebnislauf, bei dem es nicht um die Zeit und Platzierungen geht, sondern ausschließlich um die Teilnahme. Jeder kann sein Tempo wählen und laufen und natürlich die Landschaft des Spreewalds genießen.</p>
<p>Einige Tage vor der Veranstaltung kündigte sich für die Veranstalter schon ein neuer Teilnehmerrekord an, der letztendlich auch erreicht wurde. Aber mit knapp 700 Walkern, Wanderern und Läufern hätte wohl nicht der kühnste Träumer gerechnet. Schon bei unserer Ankunft war ich von der riesigen Masse an Autos überrascht und so fanden wir unseren Parkplatz auch knapp 1500 Meter vom Startbereich entfernt. Ein freundlicher Helfer wies daraufhin, wo geparkt werden darf und wo es eventuelle Probleme geben könnte. Und ich nehme es vorweg: Für uns gab es keine Probleme. Aber zum Schluss hatten einige Parker Knöllchen an Ihren Frontscheiben.</p>
<p>Nach dem Umziehen ging es endlich in Richtung Landhotel zur Anmeldung. Und hier wurde es dann richtig eng, überall Läuferinnen und Läufer. Für die Nachmelder gab es keine Startnummern mehr. Mitlaufen durften Sie natürlich trotzdem, weil mit diesem Ansturm wohl kaum zu rechnen war. Um 11 Uhr ging es dann ganz unproblematisch auf die Strecke. Am Anfang war es natürlich sehr eng und ich werde das Verhalten einiger Walker wohl nie verstehen. Ich finde es toll, dass auch Walker dabei sind, aber wäre es nicht logisch, dass man sich am Ende eines Läuferfeldes platziert? Jedenfalls gab es mal wieder die Stöcke zwischen die Beine und das ist nicht angenehm. Nach 1-2 Kilometern hat sich das Feld dann so langsam in die Länge gezogen und es war endlich ein ganz normales Laufen möglich.</p>
<p>Die Laufstrecke führte über Asphaltwege und Feldwege vorbei an den vielen Fließen des Spreewalds. Die Temperatur lag bei knapp -1 Grad und es war bedeckt, was natürlich das Läuferfeld überhaupt nicht störte. Die Streckenführung empfand ich als sehr gelungen, egal ob da auch mal ein Stück Straße dabei war oder nicht. Die 20 Kilometer Strecke war durch die Streckenverlegung etwas länger &#8211; 21,6 km. Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, uns Läufer kann nichts schocken, egal ob Regen, Schnee, Wärme oder Kälte. Aber ehrlich, es gibt auch Menschen, die nicht laufen und dennoch der Natur trotzen. So konnte ich nach knapp 11 Kilometern auf einem Fließ einige Menschen auf einem typischen Spreewaldkahn beobachten, wie sie dick verpackt eine Kahnfahrt absolvierten &#8211; Hut ab. Den Kühen auf den Feldern war der Anblick eines solch großen Läuferfeldes scheinbar auch nicht vertraut und so waren sie teilweise doch sehr unruhig. Und ehe man sich versah war das Ziel wieder erreicht. Wobei es für die 30 Kilometer-Läufer galt, noch eine 10 Kilometer Runde anzuhängen. Zum Schluss gab es eine läufergerechte Versorgung, eine Teilnehmerurkunde und wer wollte bekam eine Primel.</p>
<p>Fazit: Das Fazit ist schnell gefasst. Ich bin gespannt, wie die Veranstaltung im nächsten Jahr noch getoppt werden soll. Unkompliziert, ohne viel Theater geht es beim Frostwiesenlauf tatsächlich nur um das Laufen. Die Reise zum Frostwiesenlauf lohnt auf alle Fälle &#8211; weitere Infos gibt es unter <strong><a title="Frostwiesenlauf in Burg" href="http://www.frostwiese.de/" target="_blank">www.frostwiese.de</a></strong></p>

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		<title>BraveheartBattle 2011: Ein Extremlauf über 20 Kilometer</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 12:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Extremläufe in Deutschland sind glücklicherweise immer mehr im Kommen. Dabei definiert natürlich jeder Läufer und Sportler das Wort extrem unterschiedlich. Es gibt Menschen, für die ist schon der Weg zum Kühlschrank eine extreme sportliche Leistung und andere reden bei einem 10-Kilometer-Lauf von einem Sprint. So hat hat jeder seine eigenen Vorstellungen, was extrem ist oder eben auch nicht. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen ist für den einen oder anderen Ultraläufer ein Marathon nur eine normale Trainingsdistanz. Aber Distanz ist glücklicherweise beim Laufen [...]]]></description>
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<p>Extremläufe in Deutschland sind glücklicherweise immer mehr im Kommen. Dabei definiert natürlich jeder Läufer und Sportler das Wort extrem unterschiedlich. Es gibt Menschen, für die ist schon der Weg zum Kühlschrank eine extreme sportliche Leistung und andere reden bei einem 10-Kilometer-Lauf von einem Sprint. So hat hat jeder seine eigenen Vorstellungen, was extrem ist oder eben auch nicht. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen ist für den einen oder anderen Ultraläufer ein Marathon nur eine normale Trainingsdistanz. Aber Distanz ist glücklicherweise beim Laufen nicht alles und so wartet am Samstag, den 12. März 2011 mit dem BraveheartBattle eine ganz andere Herausforderung auf interessierte Laufsportler.</p>
<p>Das BraveheartBattle findet 2011 zum nunmehr zweiten Mal statt und wirbt dabei mit dem wundervollen Slogan &#8220;&#8230;durch die Hölle gehen.&#8221; Ehrlich, für einen gestandenen Läufer sind 20 Kilometer nicht gerade die Hölle, aber das Braveheart Battle ist auch keine normale Laufveranstaltung. Denn in Münnerstadt, dem Ort des Geschehens, ist alles anders. Wer bei dieser Veranstaltung an den Start geht, muss genau wissen, auf was er sich einlässt, denn nur Ausdauer alleine reicht hier nicht. Es sind auch Mut, Kraft und Durchhaltevermögen gefragt. Denn beim BraveheartBattle geht es durch Schlamm, über Hindernisse, durch Wasser und das alles Anfang März, da besteht sogar noch die Möglichkeit auf Schnee und Eis. Wer mal wieder Lust auf was Verrücktes oder auf eine neue Herausforderung hat, ist bei dieser Veranstaltung genau richtig.</p>
<p>Bei der Debüt-Veranstaltung 2010 war die Strecke etwas kürzer und es mussten 25 Hindernisse überwunden werden. Dieses Jahr wurde vom Veranstalter noch was draufgesetzt und es müssen jetzt auf 20 Kilometern 28 Hindernisse überwunden werden, also ist an einen normalen Dauerlauf in keinster Weise zu denken. Einige Hindernisse sollen so schwierig sein, dass es kaum möglich ist, diese aus eigener Kraft zu überwinden. Da ist von den teilnehmenden Sportlern Teamgeist, Hilfsbereitschaft und Fairness gefragt. Da dies alles noch nicht reicht, gibt es auch noch ein Zeitlimit von 5 Stunden, in denen der Kurs bewältigt werden muss. Wer aber bis zum Schluss durchhält, bekommt im Ziel die &#8220;Medal of Honor 2011&#8243;.</p>
<p>Das BraveheartBattle ist mittlerweile &#8211; neben dem Fisherman`s Friend StrongmanRun, der am 17. April zum fünften Mal stattfindet &#8211; die zweite größere Veranstaltung dieser Art hier in Deutschland. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Website <strong><a title="BraveheartBattle 2011" href="http://www.braveheartbattle.de/" target="_blank">BraveheartBattle</a></strong>. Um einen Eindruck von der Vorbereitung eines Läufers zu erhalten, der sich auf diese Veranstaltung vorbereitet, werde ich in regelmäßigen Abständen an dieser Stelle ab Januar von meinem Training berichten und natürlich auch direkt Eindrücke vom Veranstaltungstag liefern.</p>

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		<title>Teichlauf Zeisholz 2010 &#8211; Werbung für den Laufsport</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 11:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im letzten Jahr war ich begeistert vom Teichlauf Zeisholz. Da war natürlich klar, dass es mich auch dieses Jahr wieder in das kleine Dorf nach Sachsen ziehen wird. Die äußeren Umstände waren wie so oft mal wieder nicht die allerbesten für mich. Um 17:20 Uhr kam ich erst vom Büro weg. Schnell mit dem Fahrrad bei starkem Regen die ca. 4 Kilometer bis nach Hause. Dort plitschnass angekommen, die Klamotten gewechselt, Radklamotten angezogen, Laufsachen in den Rucksack. Kurz vor 18 Uhr auf das MTB, wieder [...]]]></description>
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<p>Im letzten Jahr war ich begeistert vom <a title="Teichlauf Zeisholz 2009" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/08/11/teichlauf-zeisholz-2009/" target="_blank">Teichlauf Zeisholz</a>. Da war natürlich klar, dass es mich auch dieses Jahr wieder in das kleine Dorf nach Sachsen ziehen wird. Die äußeren Umstände waren wie so oft mal wieder nicht die allerbesten für mich. Um 17:20 Uhr kam ich erst vom Büro weg. Schnell mit dem Fahrrad bei starkem Regen die ca. 4 Kilometer bis nach Hause. Dort plitschnass angekommen, die Klamotten gewechselt, Radklamotten angezogen, Laufsachen in den Rucksack. Kurz vor 18 Uhr auf das MTB, wieder in den Regen und ca. 25 Kilometer nach Zeisholz gefahren. Natürlich bei Regen. 10 Minuten vor der Angst Zeisholz erreicht, natürlich plitschnass, unter einem kleinen Zelt die Laufklamotten angezogen und mit dem Startschuss um 19 Uhr den Startbereich erreicht und als letzter Starter dem Feld hinterher. Ähnliches hatte ich erst im Juni beim Lauf &#8220;<a title="Lauf um die Schafsbergschanze" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/06/21/laufbericht-rund-um-die-schafsbergschanze-2010/" target="_blank">Rund um die Schafsbergschanze</a>&#8221; erlebt.</p>
<p>Der Teichlauf in Zeisholz &#8211; <a title="Teichlauf Zeisholz" href="http://www.teichlauf-zeisholz.de/" target="_blank">www.teichlauf-zeisholz.de</a> ist eine kleine, familiäre Laufveranstaltung, die in jedem Jahr Anfang August stattfindet. Der Veranstalter Michael und seine Helfer haben mittlerweile einen wahren läuferischen Geheimtipp auf die Beine gestellt. Faire Startpreise, in keiner Wertung vertreten (also kein Cup-Lauf), Kuchen für alle Läufer, eine kleine Teilnehmermedaille aus Holz &#8211; Motiv ein Fisch. Und eine wundervolle Strecke an den zahlreichen Teichen vorbei, die es in Zeisholz und der Umgebung gibt.</p>
<p>Trotz des regnerischen Wetters haben auch dieses Jahr wieder einige Läufer den Weg nach Zeisholz gefunden &#8211; die Hauptstrecken gingen über 5 und 10 Kilometer. Im letzten Jahr war es sehr, sehr warm beim Lauf um die Teiche, dieses Jahr nass und matschig. Ich gebe es zu, genau mein Laufwetter. Da ich als letzter Läufer auf die Strecke ging, bekam ich erst mal das Vergnügen, das Feld von hinten aufzurollen, hat so natürlich wieder richtig Spaß gemacht. Dabei fand ich es einfach schön, durch Pfützen und Matsch zu laufen. Die Laufschuhe sahen dies bestimmt etwas anders, aber da hatten sie Pech gehabt. Ab und zu ein Blick auf die Teiche, welche stellenweise trocken gelegt waren oder auch zugewachsen, jedenfalls sehen beim Vorbeilaufen so aus. Insgesamt war es eine wundervolle Mischung aus kurzen Waldabschnitten und Abschnitten direkt an den Teichen vorbei.  Irgendwann nach 3 Kilometer ca. habe ich meinen Platz im Läuferfeld und mein Tempo gefunden und zog dieses bis zum Ziel nach 5 Kilometern durch. Über Platzierungen und Zeit kann ich auch heut nichts sagen, war mir mal wieder egal. Bin zur Zeit weit weg von dem was ich wirklich laufen kann. Hauptsache war, dass das Laufgefühl gestimmt hat und ich einen sehr schönen Lauf mit anderen Läufern teilen durfte. In diesem Sinn noch einmal vielen Dank an Michael und seine Helfer. Ich bin mit Sicherheit auch 2011 wieder dabei, egal welches Wetter uns Läufer erwartet.</p>
<p>Nach dem Lauf bin ich meine Startnummer am Kuchenstand losgeworden und dafür gab es ein Stück leckeren Kirschkuchen. Und schon war es an der Zeit, die dreckigen und total nassen Laufklamotten auszuziehen, um wieder in die noch nassen Radklamotten zu wechseln und mit dem Rad wieder ca. 25 Kilometer nach Hause zu fahren. Um kurz vor 21 Uhr war meine fast 3-stündige Ausdauereinheit beendet. Ich war glücklich und endlich auch wieder trocken.</p>

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		<title>Laufe Marathon hat nur Luft geholt&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 20:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Gut zwei Monate hat Laufe Marathon inhaltlich geruht. Gründe dafür gab es viele&#8230; Aber Laufe Marathon ist nicht tot, die Ruhe hielt nur kurzzeitig vor, um mit neuem Schwung und viel Energie weitere Artikel über das Laufen schreiben zu können. Toll fand ich, dass es tatsächlich Anfragen gab, warum hier nichts mehr passiert. Da zeigt mir, dass ich mit Laufe Marathon auf den richtigen Weg bin und war. Läuferisch war in den letzten Monaten leider bei mir genauso viel Flaute wie auf dem Blog. Auch [...]]]></description>
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<p>Gut zwei Monate hat Laufe Marathon inhaltlich geruht. Gründe dafür gab es viele&#8230; Aber Laufe Marathon ist nicht tot, die Ruhe hielt nur kurzzeitig vor, um mit neuem Schwung und viel Energie weitere Artikel über das Laufen schreiben zu können.</p>
<p>Toll fand ich, dass es tatsächlich Anfragen gab, warum hier nichts mehr passiert. Da zeigt mir, dass ich mit Laufe Marathon auf den richtigen Weg bin und war.</p>
<p>Läuferisch war in den letzten Monaten leider bei mir genauso viel Flaute wie auf dem Blog. Auch dafür gibt es eine Menge Gründe und Ausreden, mit denen ich hier und jetzt nicht langweilen möchte. Eigentlich ist mein Anliegen ganz einfach: Hallo Leute, Laufe Marathon ist noch da und hat noch einiges zu sagen.</p>
<p>Inhaltlich wird es in den nächsten Tagen und Wochen Folgendes zu lesen Geben: Weitere Interviews mit Läufern/innen, Auswertung der nächsten Monate für die Aktion 16 Marathons und dazu wird es viele -hoffentlich- interessante Sachen über die Lauferei zu lesen geben. Ich versuche auch, einige bekannte Gastautoren zu gewinnen, die über trainingsspezifische Themen schreiben. Das Ultralauf-Projekt werde ich hier nicht weiterverfolgen, da sich in den letzten Monaten meine persönliche Einstellung zu einigen Dingen gewandelt hat. Ich nenne es einfach mal Weiterentwicklung, denn auch ich bin nur ein Mensch und keine Maschine. Bis dahin würde ich mich freuen, den einen oder anderen Leser auf Laufe Marathon begrüßen zu dürfen.</p>

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		<title>Interview mit den Runningfreaks</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 08:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[Als nächstes möchte ich die Gelegenheit nutzen, um das Läuferpaar Melanie und Steffen vorzustellen. Beide sind im Internet unter runningfreaks.de zu finden und zu erleben. 1. Hallo Melanie und Steffen, kurz zu Eurer Vorstellung: Wer seid Ihr? Was macht Ihr?&#8230; Jo, ich fange dann halt mal an. Ich bin der Steffen, 40 Jahre alt, als Informationsverarbeitungstechniker in der Datenverarbeitung eines Pharmaunternehmens in Familienbesitz tätig und meine Passion ist das Laufen. Außerdem bin ich noch im Vorstand und im Herrenkomitee unseres Karnevalsvereins, also ein Vollblutfastnachter. Mein [...]]]></description>
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<p>Als nächstes möchte ich die Gelegenheit nutzen, um das Läuferpaar Melanie und Steffen vorzustellen. Beide sind im Internet unter <a title="Runningfreaks" href="http://www.runningfreaks.de" target="_blank">runningfreaks.de</a> zu finden und zu erleben.</p>
<p><strong>1. Hallo Melanie und Steffen, kurz zu Eurer Vorstellung: Wer seid Ihr? Was macht Ihr?&#8230;</strong><br />
Jo, ich fange dann halt mal an. Ich bin der Steffen, 40 Jahre alt, als Informationsverarbeitungstechniker in der Datenverarbeitung eines Pharmaunternehmens in Familienbesitz tätig und meine Passion ist das Laufen. Außerdem bin ich noch im Vorstand und im Herrenkomitee unseres Karnevalsvereins, also ein Vollblutfastnachter.</p>
<p>Mein Schatz Melanie, mit der ich das unwahrscheinliches Glück habe seit über 11 Jahren sehr glücklich verheiratet zu sein, ist 38 Jahre alt und hat einen sehr stressigen Job in einer Radiologischen Gemeinschaftspraxis in Mainz. Auch sie ist narrisch und dem entsprechend im Damenkomitee des gleichen Vereines.</p>
<p>Außerdem schauen wir uns sehr gerne Horrorfilme in unserem Homecinema an, lieben die Musik und lesen auch sehr gerne einmal ein gutes Buch.</p>
<div id="attachment_1371" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1371" title="Darmstadt Marathon 2009" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Darmstadtmarathon-2009-300x200.jpg" alt="Darmstadt Marathon 2009" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Darmstadt Marathon 2009</p></div>
<p><strong>2. Solange seid Ihr zwei beiden auch noch nicht als ambitionierte Läufer dabei. Welche Gründe gab es für Euch, mit dem intensiveren Laufen zu beginnen und was sorgte dafür, dass Ihr auch dabei geblieben seid?</strong><br />
Gründe mit dem intensiven Laufen zu beginnen, schwierig zu Beantworten. Also einmal die Woche für etwa 1 Stunde Laufen und einmal die Woche Krafttraining machen wir eigentlich schon seit ungefähr 9 Jahren, das ist etwa so lange wie wir nicht mehr rauchen. Durch mein Abendstudium war das allerdings zum Ende hin leider aus Zeitgründen nicht mehr so möglich, sodass ich etwa ein Jahr gar nichts mehr gemacht habe. Das war von Sommer 2006 bis Sommer 2007.  Doch, eines habe ich da gemacht, mich nämlich von 73 Kg auf 82 Kg hochgefuttert.</p>
<p>Als der Abschluss dann endlich geschafft war, das war im Juni 2007, stelle sich die Frage, wie man das wieder los werden könnte, denn wohlgefühlt habe ich mich so überhaupt nicht. Gut, von einem mal Laufen und einem mal Krafttraining in der Woche würde da auch nicht viel passieren, also haben wir uns dazu entschieden 2 &#8211; 3 mal in der Woche laufen, damals nannten wir das noch joggen, zu gehen. Doch mir war schnell klar, ohne langfristiges Ziel hören wir damit ganz schnell wieder auf. Da habe ich meinen Schatz gefragt, welche Ideen sie denn so hätte und da sagte sie: &#8220;Lass uns einen Marathon laufen&#8221;! Und so haben wir es dann auch gemacht.</p>
<p>Ein Trainingsplan wurde erstellt und so debütierten wir gemeinsam im Mai 2008 beim Gutenberg Marathon in Mainz mit einer Zeit von 4:28, und zwar ohne Schmerzen und mit einem breiten Lachen im Gesicht. Wir fragten uns dann: “Und nun, was machen wir nun? So hart war das doch jetzt gar nicht, war das schon alles“? Also steckten wir uns neue Ziele. Es folgte mein Ultramarathondebüt im August 2008 in Leipzig und mein zweiter Marathon in Darmstadt einen Monat später. Die Ziele waren da jeweils anders, in Leipzig war es einzig das Finishen, in Darmstadt eine neue Persönliche Bestzeit aufzustellen. Und so ging das dann 2009 munter weiter.</p>
<p>Mittlerweile habe ich 7 Marathons, 5 Ultras über 50 Km, einen 6-Stundenlauf über knapp 70 Km und sogar einen 100er auf meinem Konto. Auch Melanie ist mit 6 Marathons und einem 50er gut dabei. Warum wir dabei geblieben sind? Weil es so verdammt viel Spaß macht, man viel sieht und wahnsinnig viele nette Menschen dadurch kennen lernen darf.</p>
<p><strong>3. Was hat sich in Eurem Leben, außer der Fitness, verändert seitdem Ihr lauft? Würdet Ihr die These bestätigen, dass Laufen ruhiger und ausgeglichener macht?</strong><br />
Erst einmal zu einem großen Teil der Freundeskreis, denn für so manchen sind wir einfach nur verrückt und bekommen auch recht wenig Verständnis für unsere Leidenschaft entgegen gebracht. Da hat sich einiges in Richtung Läufer hin verschoben, ist ja auch irgendwo völlig normal, wie ich denke. Sehr viele Menschen haben aber auch inzwischen Respekt für die von uns erbrachten Leistungen und bewundern uns sogar ob der von uns an den Tag gelegten Disziplin und unserem Durchhaltevermögen. Einige Staunen über unseren sehr guten Gesundheitszustand, kennen sie uns doch noch aus früheren Zeiten mit all unseren Wehwehchen.</p>
<p>Ob Laufen ruhiger und ausgeglichener macht? Absolut, und nicht nur das. Es macht einen selbst viel zufriedener, dankbarer, wertschätzender, man läuft buchstäblich mit ganz anderen und viel offeneren Augen durch die Gegend, sieht vieles ganz anders, genießt mehr und kann sich auch an den winzigsten Kleinigkeiten hoch erfreuen. Man nimmt die Welt zuweilen auf einer ganz anderen Ebene wahr, viel intensiver, viel wacher.</p>
<p>Auch sich selbst lernt man ganz neu kennen. Man lernt sogar, wie ich es immer so gerne ausdrücke, eine komplett neue Sprache, nämlich die seines Körpers. Und der hat eine Menge zu erzählen, ständig, man konnte ihn früher nur nicht recht verstehen. Heute weiß ich viel mehr über mich als noch vor 3 Jahren. Ich weiß zu welchen Leistungen ich in der Lage bin, was mein Körper braucht, kenne aber auch seine Warnsignale und reagiere entsprechend auf sie. Das ich meinen Organismus gelernt habe zu verstehen dankt er mir dann mit Verletzungsfreiheit und immer wieder fantastisch gemeisterten Herausforderungen. Das war aber ein langer Prozess und ist erst nach und nach passiert, natürlich auch mit dem einen oder anderen Fehler. Doch aus diesen habe ich gelernt und das ist das Wichtigste. Und die Sprache umfasst z.B. Ernährung, korrekte Belastung, benötigte Regeneration, Trainingsplananpassung, nur um einige einmal zu nennen.</p>
<div id="attachment_1372" class="wp-caption alignnone" style="width: 234px"><img class="size-medium wp-image-1372" title="Erster Marathon - Gutenbergmarathon 2008" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Erster-Marathon-Gutenbergmarathon-2008-224x300.jpg" alt="Erster Marathon - Gutenbergmarathon 2008" width="224" height="300" /><p class="wp-caption-text">Erster Marathon - Gutenbergmarathon 2008</p></div>
<p><strong>4. Laufmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Ihr es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen?</strong><br />
Wir haben das Pech ungewollt kinderlos zu sein, das heißt viele Verpflichtungen, wie sie Gleichaltrige haben, fallen bei uns dadurch weg. Ich denke das ist, was das Laufen betrifft, ein Vorteil. Zumindest versetzt es uns in die glückliche Lage, etwa 70 % aller Läufe gemeinsam bestreiten zu können, die sonst wohl eher zeitversetzt stattfinden müssten. Aber ganz grundsätzlich bin ich der Meinung das jeder, ausnahmslos jeder Zeit zum Laufen hat. Man muss ja nicht wie wir zwischen 70 und 100 Km in der Woche laufen, aber ich denke 2 &#8211; 3 Stunden und somit etwa 20 &#8211; 30 Km ist wirklich für jeden machbar und würde vom Trainingsumfang immerhin für einen Halbmarathon reichen.</p>
<p>Ich sage es einmal so, in der Zeit, in der andere Fernsehen, laufen wir, wenn viele glauben sich nach der Arbeit erst einmal eine Stunde auf die Couch legen zu müssen, ja auch da laufen wir. Rechnet das mal auf 5 Arbeitstage hoch sind das schon über 5 Stunden, reicht doch, oder? Und dann gibt es ja noch ganz andere Möglichkeiten, man kann ja auch zur Arbeit laufen, oder von der Arbeit nach Hause laufen, ach es gibt so viele Möglichkeiten. Ich denke es liegt einfach am Willen und an der Gewohnheit. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier mit zuweilen schwachem Willen.</p>
<p>Klar lassen wir auch einmal eine Einheit ausfallen oder wir stellen das Training sogar während des Trainings selbst kurzerhand um. Zu Beginn unseres Laufens haben wir streng nach Plan trainiert, heute gibt es nur noch ein grobes Gerüst und was gemacht wird entscheidet dann oftmals unsere jeweilige Verfassung. Und wenn es einmal nicht geht wird es eben einfach auf morgen verschoben. Wir sehen das nicht mehr so eng wie noch vor zwei Jahren. Einzig die grundsätzlichen Trainingsprinzipien werden nach wie vor eingehalten.</p>
<p><strong>5. Ich gewinne oft den Eindruck, dass Menschen sich und Ihren Körper überfordern, weil sie neben der Arbeit auch die Familie und Haus, Hof und Garten versorgen müssen,  Sport muss auch noch sein und eine gesunde Ernährung ist Pflicht. Oft erscheint es wie ein Zwang und es ist fraglich, ob dies der Weg zur Zufriedenheit sein kann.  Wie geht Ihr mit diesem Leistungsdruck, immer den &#8220;Mann&#8221; oder die &#8220;Frau&#8221; stehen zu müssen, um?</strong><br />
Leistungsdruck? Nein, den lassen wir erst gar nicht aufkommen. Wem sollen wir denn was beweisen? Niemandem außer uns selbst. Wir haben auch Verpflichtungen und Haus und Hof fordern auch ihren Teil, doch sagen wir auch oft genug: &#8220;Na und, dann bleibt es eben liegen und wird erst später erledigt&#8221;. Von diesem Zwang des Funktionierens haben wir uns weitestgehend loslösen können und das ist auch gut so. Klar, viele Dinge müssen gemacht werden, doch wenn man die gut plant ist das normalerweise auch stressfrei zu bewerkstelligen.</p>
<p>Und Sport, also das Laufen, MUSS nicht sein, es DARF sein, es ist ein Geschenk, wir brauche es, es ist unser Lebenselixier, so wichtig wie unser täglich Brot und Wasser, so selbstverständlich wie das Aufstehen, die Morgentoilette, das Frühstück usw. Bewegen wir uns einen Tag nicht geht das noch, gerade so, am zweiten ist es dann aber auch schon zu viel, da müssen wir raus, uns bewegen, an die frische Luft.</p>
<p>Nein, Laufen ist ein Darf und absolutes Vergnügen, keine Pflicht und kein Zwang. Es ist Balsam für Körper, Geist und Seele. Wenn es Pflicht wäre würden wir sofort damit aufhören.</p>
<p><strong>6. Im Internet seid Ihr aktiv mit Eurer Website <a title="Runningfreaks" href="http://www.runningfreaks.de" target="_blank">runningfreaks.de</a>. Habt Ihr durch Eure Aktivitäten schon neue Laufbekanntschaften schließen können und wie wichtig ist Euch die Vernetzung im Internet?</strong><br />
Oh ja, sowohl virtuell als auch in der Realität. Und die sind alle samt sehr positiv. Manchmal haben wir das Gefühl wir Läufer sind alle eine riesige Familie. Es gibt auch sehr viele Läufer, die wir unbedingt noch persönlich kennen lernen möchten, deren Denkweisen uns sehr interessieren und deren Leistungen und Lebenseinstellungen uns unglaublich faszinieren. Oft ist es aber auch umgekehrt, da lernt man sich im echten Läuferleben bei irgend einem Event kennen und hält über das Medium Internet weiterhin den Kontakt aufrecht. Insofern ist uns beides sehr wichtig. Die Website gibt aber auch die Möglichkeit Wissen und Erfahrungen weiter zu geben, umgekehrt sich aber auch viele nützliche Tipps dort, beispielsweise als Kommentar im Blog, geben zu lassen. Oft tut es aber auch einfach mal gut über diesen Weg getröstet zu werden, auch einmal Mut zugesprochen zu bekommen oder für eine erbrachte Leistung gelobt zu werden.</p>
<div id="attachment_1373" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1373" title="Immer für einen Spaß zu haben" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Immer-für-einen-Spaß-zu-haben-300x199.jpg" alt="Immer für einen Spaß zu haben" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Immer für einen Spaß zu haben</p></div>
<p><strong>7. Ihr seid ein Läuferpaar: Ist da manchmal eine gewisser Konkurrenzkampf vorhanden, z.B. ich will mehr Kilometer machen als mein Partner? Ist Euch das gemeinsame Laufen wichtig oder sollte auch jeder mal seine eigenen läuferischen Wege gehen?</strong><br />
Konkurrenzkampf gibt es bei uns nicht, aus dem ganz einfachen Grund, da ich um einiges schneller bin als mein Schatz.Das hängt mit unserer Jugend zusammen, während Melanie früher noch nie Sport getrieben hat, war ich in meiner Jugend sportlich ganz gut unterwegs. Erst Fußball, später Mehrkampf in der Leichtathletik im Leistungskader des USC-Mainz inklusive der Teilnahme an den Landesjugendmeisterschaften. Doch damit war dann aufgrund einer Verletzung von meinem 16. bis zu meinem 31. Lebensjahr Schluss. Doch die &#8220;Vorbelastung&#8221; macht sich heute doch deutlich bemerkbar.</p>
<p>Das ist aber auch völlig egal, klar, manchmal ist sie schon etwas neidisch auf mein Tempo, doch ich bin ja auch neidisch auf andere Läufer, wo ist da jetzt der Unterschied? Außerdem ist das doch auch ganz egal, jeder läuft sein Tempo und laufen wir gemeinsam passe ich mein Tempo an das Ihrige an, so einfach ist das.</p>
<p>Nein, wir sehen es als riesigen Vorteil an etwa 80 % aller Läufe gemeinsam absolvieren zu können, ab und an aber auch einmal einen Lauf alleine machen zu können. Gleiches gilt bei Wettkämpfen, etwa die Hälfte bestreiten wir zusammen, mein Schatz versucht ihr jeweiliges Ziel zu erreichen, während das für mich dann eher ein prima Trainingslauf ist, den ich unter anderem zum Bildermachen und Filmen nutze. Dann gibt es wieder Rennen, die wir getrennt bestreiten, da jeder eben sein eigens Ziel verfolgt und somit sein eigenes Tempo läuft. Beides hat eben auf seine Weise seinen Reiz.</p>
<p>Die gemeinsamen Trainingsläufe aber genießen wir besonders und es kommt nicht selten vor, dass wir im absoluten Gleichschritt daher laufen. Nicht, dass wir es bewusst so wollten, es passiert einfach und gibt uns immer wieder ein tolles Gefühl der Einheit und Gemeinsamkeit, einfach unbeschreiblich und das wollten wir auch nicht mehr missen.</p>
<p>Ja, uns ist das gemeinsame Laufen sehr wichtig, sowohl im Training als auch im Wettkampf.</p>
<p><strong>8. Die Motivation spielt im Sport immer wieder eine große Rolle. Wie motiviert Ihr Euch zu immer neuen Taten im Training und Wettkampf?</strong><br />
Oh je, da gibt es so unendlich viele Gründe, wo soll man da nur anfangen? Mit den Antworten zu den Fragen 2 und 3 haben wir ja schon einiges genannt. Die Motivation beim Training kommt aber auch aus ganz einfachen Situationen heraus, man erfreut sich an dem Sonnenschein, der Natur, der Laufstrecke, an der Bewegung, an dem wunderen Gefühl während und nach dem Laufen. Oftmals freut man sich auch auf eine Strecke die man noch nicht kennt, an neuen Schuhen, die man einlaufen darf, an einem neuen Shirt, einer Hose, auf eine bestimmte Musik, gibt es eigentlich etwas, was nicht motivierend wirken kann?</p>
<p>Beim Wettkampf verhält sich das ähnlich, mal ist es der Ehrgeiz eine neue Bestzeit zu erreichen, dann aber auch einfach die Tatsache, eine neue Herausforderung zu bestehen, oder die Freude auf einen wunderschönen Landschaftslauf, auf die Natur, die vielen netten Läufer die man dort trifft, die Atmosphäre des jeweiligen Events, die vielen Zuschauer, die einen anfeuern, oft aber auch einfach das Drumherum, oder alles zusammen? Auch hier gibt es kaum etwas, was nicht motivierend wirken kann.</p>
<p>Die Hauptmotivation ist sowieso das Laufen selbst.</p>
<div id="attachment_1374" class="wp-caption alignnone" style="width: 234px"><img class="size-medium wp-image-1374" title="Leipzig 2009 - Steffen 48 Km-Melanie 41 Km" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Leipzig-2009-Steffen-48-Km-Melanie-41-Km-224x300.jpg" alt="Leipzig 2009 - Steffen 48 Km-Melanie 41 Km" width="224" height="300" /><p class="wp-caption-text">Leipzig 2009 - Steffen 48 Km-Melanie 41 Km</p></div>
<p><strong>9. Was würdet Ihr Einsteigern auf dem Weg zur einer &#8220;Laufkarriere&#8221; mitgeben? Gibt es da Tipps oder Erfahrungen, die Ihr teilen könnt?</strong><br />
Wir sind keine allwissenden Laufpäpste, wirklich nicht. Da gibt es jede Menge Läufer, die über weitaus mehr Erfahrung verfügen wie wir. Aber wir denken es gibt ein paar Grundsätze die man beachten sollte. Langsam aber konstant mit dem Laufen beginnen, nur ganz allmählich steigern, sowohl Intensität als auch Umfang und niemals beides zusammen, Ruhephasen einlegen, auf seinen Körper hören, auch mal kürzer treten wenn es sein muss, sich zu Beginn kleine, aber erreichbare Ziele stecken, diese dann bei einsetzendem Erfolg ebenfalls langsam steigern, Gymnastik und Krafttraining nicht vergessen und vor allem immer den Spaß beim Laufen behalten. Laufen darf niemals zum Zwang oder zum Muss werden.</p>
<p><strong>10. Schon lange ist Marathon und Ultralauf nicht nur was für Verrückte. Woher kommt Eurer Meinung nach der Drang von Menschen, nach immer größeren Herausforderungen zu streben?</strong><br />
Die Frage ist für uns erst einmal „Was ist eine größere Herausforderung?“, ich meine, wer definiert das? Wenn ein Marathon nicht 42,195 Km wäre, sondern 50 Km, wäre dann ein 100 Kilometerlauf eine größere Herausforderung? Ich weiß es nicht, dies sei nur mal so am Rande bemerkt.</p>
<p>Bei uns ist es so, dass wir uns nach unserem ersten gefinishten Marathon gefragt haben: „War es das jetzt, ist das wirklich schon alles, keine Schmerzen, nur ein wenig Muskelkater, sonst nichts“? Dann lasen wir, dass es auch 50 Km-Läufe gibt, prompt haben wir uns zu einem angemeldet. Resultat genau wie nach dem ersten Marathon. Also ging es weiter, sodass sogar die 100 Km erfolgreich und ohne Probleme gefinisht wurden. Und was kommt jetzt? Keine Ahnung. Wir denken jeder möchte für sich seine Grenzerfahrungen machen, seinen Körper mal so richtig kennenlernen, einfach mehr über sich erfahren, Grenzen überschreiten und entdecken, zu was er alles in der Lage ist. Außerdem wird man mit der Zeit auch mental unglaublich stark, man weiß zu was man in der Lage ist, welche Ausdauer man hat und davon profitiert man auch sehr in seinem normalen Leben, egal ob beruflich oder privat. Also wir haben unsere Grenzen auf jeden Fall bis heute noch nicht herausgefunden.</p>
<p><strong>11. Wie steht Ihr zu Trainingsplänen und zur neuesten Technik wie Garmin Forerunner?</strong><br />
Auch wir bedienen uns zur Trainingskontrolle und auch zur Steuerung der modernen Technik, allerdings gehören wir zur Fraktion der Polarnutzer. Da dann allerdings das Topmodell. Sagen wir es mal ganz ehrlich so, brauchen würden wir diese Technik wahrscheinlich nicht unbedingt, es ist aber ohne Zweifel ein schönes Spielzeug. Mit der Zeit hat man als Läufer gelernt anhand des gefühlten Pulses und der Atmung sein Tempo richtig einzuschätzen und wäre auch ohne Laufcomputer in der Lage, sein Training korrekt durchzuführen. Für Anfänger ist es allerdings fast unverzichtbar.</p>
<p>Was Trainingspläne angeht kommen wir mehr und mehr davon ab. Na ja, nicht ganz, wir haben wohl einen, passen diesen aber täglich an unsere momentane Verfassung und an den Tagesablauf an. Er dient uns so zu sagen lediglich als grober Anhaltspunkt und Richtschnur.</p>
<p><strong>12. Sind intensive Planung und beste Technik wirklich für Läufer immer hilfreich oder können sie auch ein Hemmschuh sein?</strong><br />
Also ich gehöre zu den Läufern, für die eine akribische Vorbereitung und Planung ein absolutes Muss ist. Es ist doch wie in der Schule, oder? Je besser man für eine Arbeit oder Klausur vorbereitet ist, umso entspannter und gelassener ist man dann auch und das zahlt sich schließlich auch in guten Noten aus. Ich denke beim Laufen ist es ganz ähnlich. Und unter einer guten Vorbereitung verstehe ich auch eine mentale Vorbereitung auf das, was da kommt. Ich persönlich denke mir so ziemlich alles aus, was während eines Wettkampfes z.B. so alles passieren könnte. Trifft es dann ein bleibe ich ganz entspannt, habe ich doch schon mindestens eine Lösung parat. Ich denke das ist ganz wichtig und viele unterschätzen diese Art des Trainings oder dieser Vorbereitung. Was soll mich denn bitte schön noch aufhalten, wenn ich im Kopf stark bin? Beste Technik würde mir da nicht weiter helfen, dem entsprechend messe ich ihr eine viel niedrigere Bedeutung zu. Es ist wie beim Training, eine schöne Kontrolle, ein schönes Spielzeug, aber brauchen tue ich es eigentlich nicht.</p>
<div id="attachment_1375" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1375" title="Zieleinlauf Berlin 2009" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Zieleinlauf-Berlin-2009-300x199.jpg" alt="Zieleinlauf Berlin 2009" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Zieleinlauf Berlin 2009</p></div>
<p><strong>13. Ihr lauft mit offenen Augen durch die Welt und habt dadurch das Projekt: <a title="Platte" href="http://www.platte.runningfreaks.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=49&amp;Itemid=28" target="_blank">&#8220;Laufend etwas bewegen.&#8221;</a> ins Leben gerufen. Was ist das Ziel dieses Projektes und was macht es aus?</strong><br />
Ziel dieses Projektes ist es ganz gezielt bedürftigen direkt bei uns vor Ort ganz unbürokratisch zu helfen. Es gibt so viele Hilfsaktionen für das Ausland, auch wir unterstützen ja ein Patenkind, das auf den Philippinen lebt, aber wir haben es selbst mehrfach gesehen, Armut gibt es auch bei uns, direkt vor der Haustüre. Warum engagiert sich niemand für diese Menschen? Und genau das haben wir uns auch gefragt. Das Besondere an diesem Projekt ist die Tatsache, dass sich sowohl Läufer als auch Nichtläufer daran beteiligen können. Läufer sogar nicht nur mit Geld, sondern auch mit ihrer eigenen läuferischen Leistung. Wir denken das motiviert zusätzlich und sorgt außerdem dafür, dass man sich noch mehr mit diesem Projekt verbunden fühlt. Außerdem ist dies eine sehr dynamische Aktion die sich erst mit der Zeit entwickelt und das macht sie auch so spannend. Es gibt eine eigene Homepage, die stets aktuell gehalten wird und auf der jeder nachschauen kann, wie viele Spender es mittlerweile gibt und wie hoch der bereits erlaufene Spendenbetrag ist.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist der, dass ganz zum Schluss jeder Spender durch eine Abstimmung mit entscheiden kann, für was genau das Geld eingesetzt wird. Des weiteren gibt es eine offizielle Spendenübergabe bei der jeder Spender Teilnehmen kann und so die Möglichkeit haben wird, die Menschen, für die er gespendet hat, selbst kennen zu lernen und deren Herzlichkeit und Dankbarkeit zu erleben. Auch das motiviert und schafft vor allem auch für Vertrauen und Transparenz, weiß man doch zu 100 % wohin das Geld geht, und zwar jeder einzelne Cent!</p>
<p><strong>14. Was hat Euch dazu bewogen, dieses Projekt ins Leben zu rufen?</strong><br />
Zum einen ist es die Tatsache, dass wir wahnsinnig viele Obdachlose während unserer Trainingsläufe unter Brücken, Unterführungen, Durchgängen usw. haben schlafen sehen – im tiefsten Winter. Und das nicht erst in diesem Jahr, sondern schon die letzten beiden Jahre. Auch an der Tafel, also der Essens- und Lebensmittelausgabe sind wir sehr oft vorbei gelaufen. Das alles hat uns sehr nachdenklich gemacht und so haben wir dann begonnen, uns intensiver damit zu beschäftigen. Die Idee etwas zu tun hatten wir schon länger, alleine die Art und Weise mit der wir etwas tun könnten war uns noch unklar. Ein weiterer Punkt ist der, dass wir, seitdem wir uns damit beschäftigen festgestellt haben, dass es ja wirklich massig Spendenaktionen gibt, aber wirklich keine einzige für diese Bevölkerungsgruppe.</p>
<p>So gibt es jede Menge Aktionen, vor allem der Medien, auch für deutsche Projekte, aber, und das soll jetzt nicht abwertend sein, immer nur für die selben Institutionen wie Behindertenheime, Ein Herz für Kinder, Tierheime, Suchtzentren usw., eben alles Aktionen, die man Medienwirksam an die Öffentlichkeit bringen kann. Ein krankes, trauriges Kind wirkt eben mehr als ein Obdachloser, der bei Eiseskälte unter einer Brücke schläft oder ein Bedürftiger, der bei der Tafel um etwas zum Essen bittet. Außerdem gibt es da eine regelrechte Lobby, man soll es nicht glauben, besonders Projekte der kirchlichen Träger erhalten auffallend oft Unterstützung durch die Medien, wie bereits gesagt, es lässt sich eben medienwirksamer verkaufen und irgendwie erinnert das schon sehr stark an Politik, die im Übrigen ebenfalls ordentlich mitmischt. Wir haben das ja selbst schon festgestellt, weder Radio, noch TV oder die Tageszeitung zeigten Interesse an unserer Aktion, einzig das wöchentlich erscheinende Wochenblatt war begeistert davon. Übrigens läuft deren Redakteurin mittlerweile ebenfalls für unsere Aktion. Schlage selbst einmal die Zeitung auf oder achte im Fernsehen darauf und Du wirst feststellen, dass es so ist wie wir es beschreiben. Obdachlose haben keine Lobby, sie sind eine Randgruppe die niemand in seiner Nähe haben will, überall werden sie aus den Städten verbannt, niemand beachtet sie, traurig.</p>
<p><strong>15. Spendenaktionen in der Laufszene scheinen zur Zeit hoch im Kurs zu stehen, siehe auch Run4Haiti. Was kann  wirklich durch diese Spendenaktionen bewegt werden?</strong><br />
Wir, und damit spreche ich nur für unsere Aktion, wollen erreichen, dass es ein nachhaltiges Bewusstsein für bedürftige Menschen in Deutschland, besonders in unserer Stadt gibt. Wir wollen erreichen, dass man diese Menschen nicht vergisst und sie ignoriert, es kann jeden von uns treffen und zwar schneller, als uns leib sein kann. Job weg, kein Geld mehr, Wohnungsverlust, ohne Wohnung keine Arbeit, glaube mir, es kann wirklich sehr schnell gehen. Durch die Spendenübergabe sollen auch Berührungsängste abgebaut werden und die Spenderdazu bewegt werden, sich weiterhin gemeinsam mit uns für diese Menschen einzusetzen. Nachhaltigkeit, das ist das Ziel. Ich halte nichts davon einfach einen Betrag X irgendwohin zu überweisen und fertig. Mit unserer Art der Spende gibt es viel mehr Möglichkeiten sich aktiv daran zu beteiligen und auch gedanklich damit auseinanderzusetzen.</p>
<p><strong>16. Besteht möglicherweise die Gefahr, dass sich einzelne Initiatoren solcher Aktionen profilieren wollen und die Aktion nur Mittel zum Zweck für das eigene Ego und Presseaufmerksamkeit ist?</strong><br />
Ausschließen kann man das natürlich niemals, das ist klar. Fakt ist aber das man ohne die Presse kaum eine Chance hat etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen. Und wenn es doch diese Medien gibt, warum sollte ich sie dann für den guten Zweck nicht nutzen? Nein, Aufmerksamkeit brauchen wir nicht, nicht für uns, aber wohl für unsere Aktion. Es ist ja auch so, das man ja auch unheimlich viel Zeit in eine solche Sache steckt, teilweise sogar viel Geld. Ich wollte nicht wissen, wie viele Arbeitsstunden in die Aktion „Run4Haiti“ geflossen sind, wie viele schlaflose Nächte das gekostet hat, da wurde sehr viel Herzblut investiert und ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas nur macht um sich zu profilieren. Auch wir haben sehr viel Zeit in unsere Aktion gesteckt, inklusive eigener Homepage usw., nein, das macht niemand um Aufmerksamkeit in der Presse zu bekommen. Wir auf alle Fälle nicht. Wir machen das, weil wir es aus tiefstem Herzen machen wollen und es uns wichtig ist, für diese Menschen etwas zu tun.</p>
<p><strong>17. Was war für Euch bisher das schönste Lauferlebnis, das Ihr erlebt habt?</strong><br />
Grundsätzlich ist jeder lauf ein besonderes Lauferlebnis, weil jeder auf seine Art einzigartig ist. Was die Wettkämpfe angeht waren es folgende:</p>
<p>Für Melanie war der schönste Lauf mit Abstand der 50iger in Leipzig im August 2009, da hat einfach alles gepasst. Tolles Wetter, wunderbare Strecke, wahnsinnig nette Leute und eine einzigartige Atmosphäre haben dort für ein ganz entspanntes und unvergessliches Lauferlebnis gesorgt. Es war alles so richtig familiär, auch und besonders vor und nach dem Lauf selbst.</p>
<p>Bei mir ist es schwer zu sagen, eigentlich hat jeder Wettkampf etwas besonderes. Gut, der erste gefinishte Marathon 2008 ist wohl genauso unvergesslich wie der erste absolvierte 100er, der übrigens auch in Leipzig 2009 stattfand. Aber auch der 6-Stundnlauf in Troisdorf November 2009 hat etwas besonderes. Warum? Ich möchte es so beschreiben, es lief dort eigentlich überhaupt nichts rund, ich war saft- und kraftlos,  fast der gesamte Lauf wurde nur aus dem Kopf gelaufen und trotzdem sind 69,150 Km dabei herausgekommen. Eine Leistung, von der der ich vorher noch nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Auch ein solcher, sagen wir mal Kampflauf, ist doch auch ein schönes Erlebnis, oder?</p>
<p>Aber nochmal, wäre nicht jeder Lauf etwas besonderes,  würden wir dann überhaupt noch laufen?</p>
<div id="attachment_1377" class="wp-caption alignnone" style="width: 211px"><img class="size-medium wp-image-1377" title="Siebengebirgsmarathon 2009" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Siebengebirgsmarathon-20091-201x300.jpg" alt="Siebengebirgsmarathon 2009" width="201" height="300" /><p class="wp-caption-text">Siebengebirgsmarathon 2009</p></div>
<p><strong>18. Jeder Läufer kennt kleine oder größere Krisen im Wettkampf. Gab es Erfahrungen, die Ihr schon machen musstet und welche blieben Euch da besonders in Erinnerung?</strong><br />
Bei Melanie war es ohne Zweifel der Berlinmarathon 2009. Nach dem Tod ihres Vaters im Sommer des gleichen Jahres, den wochenlangen Querelen auf ihrer Arbeitsstelle mit tagelanger Schlaflosigkeit und dementsprechend schlechter Vorbereitung wollte sie ihn völlig entkräftet trotzdem unbedingt laufen. Die ersten 20 Km gingen ja noch, doch dann war jeder Schritt eine einzige Qual, der Puls war viel zu hoch und sie hatte überhaupt keine Kraft mehr. Doch aufgeben wollte sie nicht, sie wollte unbedingt durch das Brandenburger Tor laufen, für ihren Vater, für sich selbst und hat das dann auch mit unbändiger Willenskraft tatsächlich geschafft. Als sie nach 4:28 Stunden dort durch das Ziel lief stand ein Schotte mit seinem Dudelsack auf der Zielgeraden und spielte dort ganz alleine Amazing Grace. Es war eine einzigartige Atmosphäre, ein unbeschreibliches Gänsehautgefühl, diese Melodie und die applaudierenden Zuschauer und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie unter Tränen durch das Ziel lief, völlig fertig aber überglücklich. Diesen Lauf mit 22 Km Kampf um jeden Meter, vor allem aber der Zieleinlauf, wird sie niemals vergessen.</p>
<p>Was mich angeht ist es nur der 6-Stundenlauf in Troisdorf gewesen, bei dem ich wirklich sehr kämpfen musste. Obwohl, wenn ich an den 50iger in Rodgau bei tiefem Schnee und Eis 2010 denke, das war auch ein unglaublich harter Lauf und hatte auf den letzten 15 Km wirklich nichts mehr mit Vergnügen zu tun gehabt. Aber auch solche Läufe muss es geben, denn erst so weiß man andere entsprechend zu schätzen, oder?</p>
<p><strong>19. Vielen Dank für das Interview. Auf was von den <a title="Runningfreaks" href="http://www.runningfreaks.de" target="_blank">runningfreaks</a> dürfen wir uns in nächster Zeit freuen?</strong><br />
Sagen wir es doch einmal so, wenn uns vor vier Jahren jemand erzählt hätte, dass wir jemals einen Marathon oder gar 50 oder 100 Km laufen würden, den hätten wir ihn für total verrückt erklärt. Das Jahr 2010 ist voll mit neuen Herausforderungen, wir sind selbst gespannt ob wir in der Lage sind, diese alle zu schaffen. Niemand weiß was die Zukunft bringt und genau das macht sie ja so spannend, oder?</p>
<p>Auch von uns ein ganz herzlichen Dank an Dich für die tollen, anspruchs- und niveauvollen Fragen, hat wirklich sehr viel Spaß gemacht sie zu beantworten. Und glaube mir, zu so Manchem könnte man noch so einiges schreiben <img src='http://www.laufe-marathon.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> !</p>

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		<title>Interview mit der Läuferin Diana</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 07:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weiter geht es mit der Reihe: Läufer Interviews. Heut stand mir Diana/67dh Rede und Antwort. 1. Hallo Diana. Wer bist Du, was machst Du? Gib mal einen kurzen Einblick in Deine Person. Was war Deine größte Motivation, mit dem Laufen zu beginnen? Hi, genau, ich bin Diana und seit über 10 Jahren vom Lauffieber befallen. Und dabei waren Ausdauersportarten anfangs überhaupt nicht mein Fall. Ich brauchte sogar mehrere Anstöße bis ich Gefallen am Laufen fand. Der erste Abstecher in die Welt des Läufers war dann [...]]]></description>
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<p><strong>1. Hallo <a title="Diana bei Twitter" href="http://twitter.com/67dh" target="_blank">Diana</a>. Wer bist Du, was machst Du? Gib mal einen kurzen Einblick in Deine Person. Was war Deine größte Motivation, mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
Hi, genau, ich bin Diana und seit über 10 Jahren vom Lauffieber befallen.<br />
Und dabei waren Ausdauersportarten anfangs überhaupt nicht mein Fall. Ich brauchte sogar mehrere Anstöße bis ich Gefallen am Laufen fand.<br />
Der erste Abstecher in die Welt des Läufers war dann wohl auch eher aus der Not heraus als wirklich freiwillig. Cooper-Test in der Schule. Was hab ich den gehasst. Aber mit ner 4 oder schlimmer wollte ich mich nicht zufrieden geben. Also zu Hause eine kleine Runde gesucht und diese mehrmals gelaufen in der Hoffnung es würde was bringen. Spaß? Nicht wirklich. Aber erste Wettkampfgedanken keimten auf. War ich schneller als beim letzten Mal? Wer war eher wieder zu Hause, mein Bruder oder ich? Der Cooper-Test fiel dann aber aus, kein Grund und keine Motivation mehr weiterhin zu laufen und meine Laufkarriere war beendet noch bevor sie richtig anfing. Da war ich 15.<br />
Etwa zwei Jahre später ein erneuter Versuch. Diesmal mit dem Ziel etwas Gewicht zu verlieren. Die Kilos purzelten, Ausdauertests in der Schule waren kein Problem mehr. Das Laufen machte auf einmal richtig Spaß.<br />
Ganz um mich geschehen war es nach meinem ersten Wettlauf. Oktober 2001. Da hatte es mich dann so richtig erwischt. Gleich mal Platz 2 in der Altersklassenwertung. Der Ergeiz war geweckt und auf einmal spielten bei meinen Läufen auch Zeiten und Platzierungen eine wichtige Rolle.<br />
Tja, und seitdem bin ich mehr oder weniger erfolgreich bei diversen Laufserien in der Lausitz unterwegs.</p>
<p><strong>2. Was hat sich für Dich im Leben seitdem Du läufst geändert? Welches Lebensgefühl vermittelt Dir das Laufen?</strong><br />
Ich liebe es raus zu gehen und zu laufen. Bei Wind und Wetter. Keine großen Überredungskünste vonnöten. Das Gefühl von ungestört sein. Einfach genießen. Abschalten können. Schlechte Tage vergessen lassen. Allein mit mir und meinen Gedanken. Bewusst in mich hineinhören. Den Körper spüren. Das Jetzt erleben. Laufen bedeutet Glück, Freude, Spaß.<br />
Seitdem ich laufe sind unzählige neue Bekanntschaften in mein Leben getreten von denen ich keine mehr missen möchte. Ich fühle mich wohl, bin so gut wie nie krank (1-2x/Jahr ne leichte Erkältung zählt eigentlich nicht)….ICH WILL LAUFEN!!!!<br />
<strong><br />
3. Du trainierst sehr diszipliniert nach Trainingsplan. Warum? Und bist Du nicht auf Dauer irgendwie Sklave einer Vorgabe?</strong><br />
So ein vorgesetzter Plan hat Vor- und Nachteile, ganz klar. Meine Entscheidungsfreiheit habe ich jedenfalls weitestgehend eingebüßt. Als Sklave würde ich mich aber nicht sehen wollen. Habe mich ja freiwillig dazu entschieden. Und so ein langweiliger Standardplan ist es auch nicht. Um ehrlich zu sein bin ich sogar froh darüber, dass mir endlich mal jemand sagt, was zu nem richtigen Training dazugehört.<br />
Ich war jahrelang konsequenter Planverweigerer und Nach-Lust-und-Laune-drauflos-Läufer. Völlig ahnungslos was man denn beachten und in ein Training einbauen sollte. Stagnierende Laufzeiten inbegriffen. Trainer? Plan? Iwo, brauchte ich nicht.<br />
Warum jetzt? Blicke auf Pläne habe ich schon immer mal geworfen, aber nie auch nur ansatzweise damit begonnen, mal einen umzusetzen. Die Idee, es doch mal ernsthaft anzugehen keimte dann Anfang 2009 wieder in mir auf. Der favorisierte Plan/Trainer war auch gefunden, aber der letzte Schritt ließ noch einige Zeit auf sich warten. Ich glaube bald, mein großes Ziel, beim Sparkassen-LaufCup unter die ersten Drei zu kommen hat mich letztendlich zum durchorganisierten Training getrieben. Meine Prognose im Juni sah mich am Ende auf dem undankbaren vierten Platz. Chancenlos gegen die Laufgruppe von Stephan Freigang. Ich musste, oder besser wollte unbedingt schneller werden. Das war dann wohl der Punkt wo ich mir sagte jetzt oder nie. Und da kam dann zum ersten Mal ein Trainer/Trainingsplan ins Spiel. Mit Erfolg.<br />
Waren mir vorher Bestzeiten weitestgehend egal, will ich jetzt wissen welche Steigerungen möglich sind und ernsthaft auf eine Verbesserung hinarbeiten. Und da gehört für mich ein Plan und Disziplin einfach dazu. Es kam auch noch nie der Gedanke auf, einfach mal den Plan Plan sein zu lassen und nach eigenem Ermessen zu laufen. Noch immer ist alles relativ neu und aufregend, da ich das erste Mal überhaupt nach festen Vorgaben trainiere.</p>
<p><strong>4. Dein Trainingsplan wird von einem Trainer über das Internet erstellt. Erzähle uns doch bitte ein wenig über das System von JK Running und wie zufrieden Du damit bist? Wird wirklich auf individuelle Wünsche eingegangen?</strong><br />
Genau. Seit Juli 2009 lasse ich mir meinen Trainingsplan von JK-Running online erstellen.<br />
Am Ende jeder Woche gebe ich dem Trainer die Tage und die mir zur Verfügung stehende Zeit für die kommende Woche über das Internet bekannt und der Plan, den ich daraufhin erhalte, orientiert sich anhand meiner Vorgaben. Nach jeder Trainingseinheit erhält der Coach Rückmeldung und kann sich ein Bild machen, ggf. wird der Plan innerhalb der laufenden Woche angepasst. Nichts Starres. Man hat das Gefühl, einen echten Trainer an seiner Seite zu haben, obwohl man nicht mehr als ein paar Zahlen und Worte in Textform austauscht.<br />
Ob wirklich alle meine Wünsche (heißt bei mir alle meine Wettkämpfe für Laufserien) in Hinblick auf einen finalen Hauptlauf mit angestrebter neuer Bestzeit berücksichtig werden war anfangs meine größte Sorge. Dachte ja, da wird als erstes mein Wettkampfplan drastisch reduziert. Fast jede Woche ein Lauf, manchmal sogar zwei war ja auch nicht ohne. Aber denkste. Alle mir wichtigen Rennen wurden in die Vorbereitung des Hauptlaufs mit eingebaut. Keins wurde mir ausgeredet. Ansonsten habe ich noch keine Wünsche weiter geäußert. Ich bin zufrieden und kann nur von guten Erfahrungen berichten.<br />
Und deren Methode des Online-Trainings funktioniert. Innerhalb von 15 Wochen nach JK-Running-Trainingsplan neue 5km-, 10km- und Halbmarathonbestzeit sprechen ja für sich, oder? Meine Entscheidung, mich in deren Hände zu begeben habe ich jedenfalls bisher in keinster Weise bereut.</p>
<p><strong>5. Niederlausitzcup und Lausitz Laufserie scheinen für Dich sehr wichtige Cups zu sein, bei denen Du ja auch Erfolge verzeichnen kannst. Wie wichtig sind Dir Wettkämpfe und das Messen mit anderen?</strong><br />
Wenn ich Dir jetzt sage, dass ich im letzten Jahr an 50 Wettkämpfen teilgenommen habe erübrigt sich eigentlich jede weitere Ausführung. Wettkämpfe gehören für mich einfach dazu. Ich kann gar nicht ohne. Gut, vielleicht habe ich es mit den 50 etwas übertrieben. Aber es macht mir einfach Spaß mich mit anderen zu messen. Zeiten spielen dabei gar nicht mal so sehr eine Rolle. Der direkte Kampf um Platzierungen, wenn sich das Rennen erst auf den letzten Metern entscheidet und dabei bis an seine Grenzen gehen (was man im Training so nie machen würde), das macht für mich einen schönen Wettkampf aus. Und im Ziel völlig erschöpft sein, sich nach dem Wieso? Weshalb? Warum? fragen, und kurze Zeit später lächelnd bereits das nächste Rennen planen. Und wenn dabei auch noch Erfolge raus springen, was will man mehr.<br />
<strong><br />
6. Was macht Dir im läuferischen Bereich am meisten Spaß &#8211; Tempo laufen oder einfach gemütliche lockere Läufe &#8211; und warum?</strong><br />
Definitiv Tempo. Ich musste bei JK Running erstmal lernen, langsam zu laufen und es stellt für mich immer noch eine Herausforderung dar. Gern nenne ich dieses Langsamlaufen auch mal etwas abwertend „Rumgeschleiche“ und finde es teilweise echt ätzend. Sobald etwas mehr Tempo erlaubt ist blühe ich auf. Intervalltraining? Gerne. Ich will spüren, dass ich was gemacht habe. Dieses Gefühl was geleistet zu haben, sich angenehm oder auch extrem erschöpft fühlen brauche ich. Das macht mir Spaß. Bei den langsamen Einheiten stimmt schon meine Einstellung nicht und ich mache mir die Läufe daher unnötig selber schwer. Mit bisschen Tempo geht alles so viel leichter.</p>
<p><strong>7. Warum treibt es Deiner Meinung nach immer mehr Menschen zu immer längeren Strecken? Wo könnten die Ursachen für dieses Phänomen liegen und was hältst Du davon?</strong><br />
Gute Frage. Mich treibt nämlich überhaupt nichts zu längeren Strecken und ich kann dieses Phänomen echt nicht verstehen. Halbmarathon ist bei mir schon grenzwertig. Im Moment reizt mich überhaupt nichts weiter zu laufen. Später mal, wenn der Kopf dazu bereit ist.<br />
Marathon ist ja ne regelrechte Massenbewegung geworden und die Medien sind da sicherlich nicht ganz unschuldig bei. Leute wie Achim Achilles und zahlreiche Gesundheitsbeiträge treiben die Leute überhaupt erst zum Laufen und da muss es für viele gleich Marathon sein. Wenn schon laufen, dann gleich richtig weit. Verstehe das wer will. Ich halte nicht viel davon. Wahrscheinlich zuviel vom „Runner’s High“ gelesen und dieses Gefühl unbedingt erleben wollen. Scheinbar gehört es mittlerweile schon zum guten Ton, wenigstens einmal im Leben einen Marathon erfolgreich beendet zu haben. Anders kann ich mir das echt nicht erklären.<br />
Und diejenigen, die bereits das Erlebnis Marathon ausgekostet haben suchen nach neuen Herausforderungen und enden dann bei Ultra-Läufen. Immer länger, immer weiter und dabei seine Grenzen ausreizen. Wer Spaß bei solch langen Läufen hat, bitte. Ich bewundere auch jeden Marathon- und Ultra-Läufer. Nur für mich ist das echt nichts. Noch nicht.<br />
<strong><br />
8. Was war Dein schönstes Lauferlebnis in Deiner bisherigen Laufkarriere und gab es auch schon mal einen richtig schlechten Lauf, den Du für immer aus dem Kopf streichen möchtest?</strong><br />
Ich hatte schon sehr viele schöne Lauferlebnisse, mich auf eins zu beschränken fällt da verdammt schwer, aber auch so einige, die ich lieber vergessen würde.<br />
Noch ganz frisch in meiner Erinnerung ist der Halbmarathon in Dresden, Oktober 2009. Der wohl bis dato genialste Lauf den ich jemals hatte. Da hatte alles gestimmt. Das Rennen meines Lebens. Und das ich mit feuchten Augen ins Ziel einlaufe war mir bis dahin auch noch nie passiert. Überrascht von der Endzeit. Unbeschreibliche Glücksgefühle. Völlig überwältigt.<br />
Und dass, wo ich gerade einmal zwei Wochen vorher einen Lauf hatte, den ich lieber vergessen würde und ich so richtig an mir gezweifelt hatte. Cottbus, 10 km. Schon nach dem ersten Kilometer war mir alles zuviel. Schwerfällig, überhaupt nicht locker. Und dann auch noch ein Sturz etwa zur Hälfte des Rennens. Vor dem Sturz war es schon nicht leicht, danach ging gar nichts mehr. Total bedient und innerlich lautstark fluchend. Das war echt nicht mein Tag gewesen. Aber was soll’s, kurze Zeit später konnte ich darüber schon wieder lachen. Passiert.</p>
<p>Das Jahr 2009 war insgesamt gesehen voll von schönen Lauferlebnissen. So gut wie auf allen Strecken schneller als in den vergangenen Jahren. Das motiviert.<br />
Außerdem war ich im Juni Teil der Achim-Achilles-Teamstaffel und im November bei der Marathonstaffel im JK-Running-Frauenteam mit dabei (beide Male Berlin). Tolle Erlebnisse. Schöne Erinnerungen. Das vergisst man nicht.</p>
<p><strong>9. Da Du sehr viel in der Lausitz (da es ja Deine Heimat ist) unterwegs bist, an Dich natürlich die Frage: Welche regionalen Laufveranstaltungen kannst Du Läufern empfehlen und was macht diese Läufe so besonders?</strong><br />
Oh man, ich glaube ich bin zu viel unterwegs. Es existieren viel zu viele Läufe die ich empfehlen könnte. Daher beschränke ich mich einfach mal auf meine Top 5.</p>
<p>Mein Favorit und ganz oben auf der Empfehlungsliste, ganz klar der 100km-Staffellauf von Cottbus nach Zielona-Gora bzw. anders herum. Normalerweise ist man als Läufer ja als Einzelkämpfer unterwegs. Hier zählt die Teamleistung. 5 Läufer(innen), 100km, 15 Etappen. Mir zwar nicht immer ganz geheuer, wenn die LKWs dicht an einem vorbeibrausen, dennoch irgendwie faszinierend. Für mich 100% Spaß und das Erlebnis schlechthin.</p>
<p>Auch einer meiner Lieblingsläufe, der Knappenseelauf bei Hoyerswerda. Als Veranstaltungsort dient das Bergbaumuseum, abwechslungsreiche und schöne Strecke um den Knappensee, stellenweise Publikum, sehr gute Verpflegung, Kostümwertung… Tolle Atmosphäre, ist jedenfalls meine Meinung.</p>
<p>Spreewaldmarathon. Wohl die teilnehmerstärkste Laufveranstaltung in der Lausitz und muss man einfach mal erlebt haben. Landschaftlich reizvolle, schnelle Laufstrecke und für Bestzeiten, unabhängig ob nun auf der 10km-, Halbmarathon oder Marathondistanz sehr gut geeignet. Das Besondere: Spreewaldgurken als Verpflegung und in gusseiserner Form als Erinnerungsmedaille.</p>
<p>Hallenmarathon in Senftenberg. Zwischen 1.000m und 50km-Ultra auf einer 250m-Bahn. Null Abwechslung im Streckenverlauf und dennoch nicht langweilig. Ständiges Überholen und überholt werden. Läufe in der Halle hat man auch nicht alle Tage. Kann ich nur empfehlen. Schönes Erlebnis.</p>
<p>Und zuletzt: der Cottbuser Citylauf. Einerseits von mir ungeliebt, da 4x 2,5km-Runden und ich lieber eine große Runde laufe, andererseits eine gute Mischung aus Park und City, viel Publikum, Anfeuerungsrufe, super Stimmung… da wird man einfach mitgerissen.</p>
<p><strong>10. Was sind Deine größten läuferischen Ziele im Jahr 2010?</strong><br />
Noch vor irgendwelchen großen Zielen Bestzeiten betreffend oder Erfolge einzufahren steht für mich den Spaß am Laufen nicht zu verlieren und verletzungsfrei durch die Saison zu kommen. Ansonsten sollen in diesem Jahr die 1:45h im Halbmarathon fallen, die 10km in 45:xx zu laufen wäre ein Traum, und für die 5km ist ne Zeit unter 22 Minuten fällig.<br />
Und nicht zu vergessen: Top 3 Platzierungen bei verschiedenen Laufserien erkämpfen ist auch in diesem Jahr ein erklärtes Ziel.</p>

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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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<p>Als ich meinen ersten kleinen Volkslauf veranstaltete, es war damals der Herbstprachtlauf in Brieske, war ich doch recht unsicher &#8211; es gibt soviel zu beachten und zu melden, dass man auch für eine ganz kleine Veranstaltung schnell den Überblick verliert. Im Vorfeld recherchierte ich nach hilfreichen Informationen, aber diese waren kaum vorhanden und so blieb nur die Fragerei bei bekannten Laufveranstaltern und eben der kalte Sprung ins Wasser. Als der Entschluss feststand, dass  es  einen eigenen organisierten Lauf geben würde,  fuhr ich mit einem speziellen Blick zu verschiedenen Läufen. Überall schaute ich, was so hinter den Kulissen geschah, und suchte für mich brauchbare Ideen. Schnell sammlte sich ein ganzer Berg an Ideen und Sachen, die ich unbedingt umsetzen wollte. Natürlich wollte ich Fehler vermeiden, denn gerade diese können einem Veranstalter sehr schnell das Genick brechen. Da ich selber ein aktiver Läufer bin, habe ich natürlich auch vieles aus der Läuferperspektive gesehen und organsiert, gerade im Bereich der Streckenmarkierungen gibt es ab und an Verwirrungen, die schnell für Unmut bei Läufern sorgen.</p>
<p>Die Serie: Wie organisiert man eine Laufveranstaltung wird sich in verschiedene Bereiche aufteilen und ich werde versuchen jede Woche ein neues Kapitel anzubieten. Anregungen und Vorschläge sind natürlich sehr gern gesehen und helfen dabei, eine umfangreiche und hoffentlich hilfreiche Artikel-Serie zum Thema zu schreiben. Ich möchte aber grundsätzlich darauf hinweisen, dass alle meine Tipps nicht überall genauso anwendbar sind und gerade im rechtlichen Bereich von Region zu Region Unterschiede vorhanden sind. Weiterhin handelt meine Erfahrung von kleinen Laufveranstaltung mit 100 &#8211; 1000 Teilnehmer. Für größere Laufveranstaltungen sind noch viele andere Dinge zu beachten, die ich hier teilweise nur kurz anschneiden werde.</p>
<h3>Folgende Bereiche werden in den nächsten Wochen abgearbeitet:</h3>
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<li><strong> <a title="Wie man eine Laufveranstaltung organisiert – Teil 1: Die Idee…" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/02/12/organisation-einer-laufveranstaltung-die-idee/">Die Idee&#8230; (es soll eine Laufveranstaltung durchgeführt werden)</a></strong></li>
<li><strong>Suche nach einer passenden Strecke und Start/Zielbereich&#8230;</strong></li>
<li><strong>Rechtliche Dinge und Anmeldungen bei verschiedenen Ämtern&#8230;</strong></li>
<li><strong>Das Bekanntmachen der Laufveranstaltung&#8230;</strong></li>
<li><strong>Wie finde ich Werbepartner und Unterstützer?</strong></li>
<li><strong>Wie gestaltet man ein ansehnlichen Flyer für die Laufveranstaltung? (dazu wird es ein detailliertes Tutorial geben)</strong></li>
<li><strong>Zeitmessung und Auswertung&#8230;</strong></li>
<li><strong>Urkunden, Preise, Siegerehrungen&#8230;</strong></li>
<li><strong>Helfer, deren Einteilung und Verteilung von Aufgaben&#8230;</strong></li>
<li><strong>Der Laufveranstaltungstag: Ablauf und Umsetzung&#8230;</strong></li>
<li><strong>Zusammenfassung der ganzen Reihe: Wie organisiert man eine Laufveranstaltung&#8230;</strong></li>
</ol>

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