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	<title>Laufe Marathon &#187; Interviews</title>
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	<description>Laufen, Marathon und Ultralauf</description>
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		<title>Interview mit Mygoal</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 07:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ironman]]></category>
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		<description><![CDATA[Läufer gehen auch ab und an mal &#8220;fremd&#8221; und da passt ein Interview mit dem Betreiber der neuen Ausdauerplattform Mygoal ganz gut. Mathias ist Triathlet und Betreiber von Mygoal und beantwortet im folgenden Interview einige Fragen zu Mygoal, Triathlon und dem Laufen. 1. Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du? Ich bin Mathias Priebe, selbstständiger Marketing-Coach, zweifacher Ironman Triathlet und Marathon-Läufer, Gründer von MyGoal, einer neuen Plattform für Ausdauertraining im Internet. 2. Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><img alt="Mygoal im Interview" src="http://www.mygoal.de/de/wp-content/uploads/2011/04/Featured_01_468x234.jpg" title="Mygoal im Interview" class="alignleft" width="468" height="234" />Läufer gehen auch ab und an mal &#8220;fremd&#8221; und da passt ein Interview mit dem Betreiber der neuen Ausdauerplattform Mygoal ganz gut. Mathias ist Triathlet und Betreiber von Mygoal und beantwortet im folgenden Interview einige Fragen zu <a title="Mygoal-Trainingsplattform für Ausdauersportler" href="http://mygoal.de" target="_blank"><strong>Mygoal</strong></a>, Triathlon und dem Laufen.</p>
<p><strong>1. Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du?</strong><br />
Ich bin Mathias Priebe, selbstständiger Marketing-Coach, zweifacher Ironman Triathlet und Marathon-Läufer, Gründer von<strong> <a title="Plattform für Ausdauertraining" href="http://mygoal.de" target="_blank">MyGoal</a></strong>, einer neuen Plattform für Ausdauertraining im Internet.</p>
<p><strong>2. Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
In den Neunziger Jahren habe ich als Journalist eine Reportage über eine Bypass-Operation im Herzzentrum Cottbus begleitet. Stress, Zigaretten und ungesunde Ernährung gehörten damals durchaus auch zu meinen Lebensumständen. Als ich live am offenen Herzen gesehen habe, wie viel Fett sich an der Pumpe anlagern kann, habe ich mir geschworen, etwas anders zumachen. Es hat aber noch ein paar Jahre gedauert bis ich ernsthaft mit dem Training begonnen habe.</p>
<p><strong>3. Macht Laufen ruhiger und ausgeglichener und was sind die Gründe dafür?</strong><br />
Definitiv. Es bedeutet aber nicht, dass man als Läufer immer nur gut drauf ist. Aber Ausdauersportler sind wohl tatsächlich etwas gelassener als andere Menschen. Als Ironman ist das noch deutlicher. Du weißt einfach, wenn etwas an die Substanz geht, dann lohnt es sich trotzdem jeden nächsten Schritt zu machen, der dich deinem Ziel näher bringt.</p>
<p><strong>4. Vor einem halben Jahr hast Du MyGoal, eine Trainingsplattform für Ausdauersportler gegründet, was steckt dahinter?</strong><br />
Dahinter steckt die Idee, berufliche Stärken und das sportliche Hobby in einem Projekt zu vereinen. Gemeinsam mit erfahrenen Trainern und Sportlern wollen wir vor allem Volkssportlern bei der Trainingsplanung zur Vorbereitung auf einen Marathon oder Triathlon helfen. Zum Gründerteam gehört auch die Sportwissenschaftlerin und Trainerin Anke Stefaniak aus Hoyerswerda.</p>
<p><strong>5. Wie wird das angenommen?</strong><br />
Sehr gut. Wir haben oft mehr zu tun als die Zeit hergibt. Ich komm’ ja schon kaum noch zum Training <img src='http://www.laufe-marathon.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Uns hilft sehr, dass es im Internet soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter gibt. Sehr erfreulich ist das positive Echo aus der Bloggerszene von der wir uns eine Menge abschauen können. Wir erreichen so von Anfang an viele Läufer und Triathleten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch ohne große Budgets, denn wir machen das neben dem Beruf, vieles in der Freizeit.</p>
<p><strong>6. Wozu braucht ein Marathonläufer einen Trainingsplan? Viele trainieren doch nach dem Motto 4 mal pro Woche Laufen &#8230;</strong><br />
Ja, und das mag sogar ausreichend sein. Ein Trainingsplan auf sportwissenschaftlicher Grundlage ist aber eine wichtige Hilfe, um die eigene Zeit effektiv einzusetzen und die eigenen Ziele gesund zu erreichen. Viele Läufer laufen viel zu viel, viel zu weit und oft gegen die Signale ihres Körpers. Wer zum Beispiel Regeneration, Stabilisationstraining und alternative Sportarten außer Acht lässt, riskiert gesundheitliche Schäden.</p>
<p><strong>7. Du hast zwei Ironmans gefinisht. Wie fühlt sich ein Marathon nach 3,8 km Schwimmen und 180 km Radfahren an?</strong><br />
Wie der krönende Abschluss eines langen, harten Tages. Beim Ostseeman 2010 konnte ich deutlich unter 12 Stunden bleiben, für einen 42jährigen Volkssportler ein schöner Erfolg. Den Marathon bin ich viel gleichmäßiger gelaufen als bei entsprechenden Laufwettkämpfen, sogar genau so schnell wie den Dresden Marathon ein Jahr zuvor. Dass es sogar noch ein 6er Schnitt war, hat mich selbst überrascht, deshalb möchte ich dieses Jahr eine Laufsaison machen.</p>
<p><strong>8. Mit welchem Ziel?</strong><br />
Frankfurt Marathon unter 3:30 h.</p>
<p><strong>9. Danach wieder Triathlon und irgendwann Ironman Hawaii?</strong><br />
Die Kombination möchte ich gern beibehalten, weil sie mir Spaß macht. Die Qualifikation für die legendäre Weltmeisterschaft habe ich nicht vor. Ich gehe nicht in den Wettkampf, um mich mit anderen zu vergleichen sondern nur im Wettstreit mit den eigenen Limits.</p>

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		<title>Interview mit &#8220;Eiswürfel im Schuh&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 11:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer längeren Pause gibt es wieder ein Interview für die Serie: Läufer-Interviews. Im heutigen Interview beantwortet die Läuferin Nadin 18 Fragen zum Thema Laufen, Yoga und auch zum eigenen Blog &#8220;eiswuerfel im schuh&#8220;. Läuferinnen und Läufer, die ebenfalls Interesse an einem Interview haben, dürfen sehr gern Kontakt zu mir aufnhemen. An dieser Stelle aber erst mal viel Spaß beim Lesen. 1. Hallo Nadin, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du? Einige kennen mich ja bereits als Din von ‘eiswuerfel im schuh’, [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-2719" title="DIN" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2011/05/Din.jpg" alt="Interview mit einer Läuferin" width="197" height="296" />Nach einer längeren Pause gibt es wieder ein Interview für die Serie: <strong><a title="Läufer Interviews" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/10/11/laeufer-gebt-mir-ein-interview/">Läufer-Interviews</a></strong>. Im heutigen Interview beantwortet die Läuferin Nadin<br />
18 Fragen zum Thema Laufen, Yoga und auch zum eigenen Blog &#8220;<a title="Interview mit Eiswürfel im Schuh" href="http://eiswuerfelimschuh.wordpress.com/" target="_blank">eiswuerfel im schuh</a>&#8220;. Läuferinnen und Läufer, die ebenfalls Interesse an einem Interview haben, dürfen sehr gern Kontakt zu mir aufnhemen. An<br />
dieser Stelle aber erst mal viel Spaß beim Lesen.</p>
<p><strong>1. Hallo Nadin, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du?</strong><br />
Einige kennen mich ja bereits als Din von ‘eiswuerfel im schuh’, meinem Blog. Als begeisterte Läuferin interessiert mich natürlich auch alles rund um sportliche Mode, Laufzubehör, Schuhe und alles was dazu gehört.</p>
<p><strong>2. Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen oder hattest Du schon immer den Drang nach Bewegung?</strong><br />
Sport war immer ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben und es ist für mich gesundheitlich erforderlich, damit sich mein Asthma nicht verschlimmert. Nach vielen unterschiedlichen Stationen von Gymnastik über Leichtathletik, Handball und Basketball habe ich vor etwa vierzehn Jahren die Lust am puren Laufen entdeckt und seit dem hat der Spaß daran nie aufgehört. Die Bewegung steckt in mir, es ist schwer zu beschreiben, aber Läufer wissen sicher, was ich meine.</p>
<p><strong>3. Neben dem Laufen machst Du auch noch Yoga. Warum Yoga und was bringt es Dir?</strong><br />
Yoga ist für mich einerseits Ausgleich, Ausgleich vom Alltag und vom Laufen, aber ersetzt mir andererseits auch gleichzeitig die ungeliebten Stabilisationsübungen, die ja in jedem Trainingsplan für Läufer auftauchen.</p>
<p>Seit ich Yoga praktiziere habe ich keine Probleme mit ungedehnter oder verhärteter Muskulatur. Ich bin wieder viel flexibler geworden, habe sowohl meinen Rumpfbereich, wie auch die Arme und sogar Beine kräftigen können. Außerdem hilft es mir, meine Verspannungen zu lösen, meine Wirbelsäule flexibel zu halten und richtig abzuschalten.</p>
<p><strong>4. Macht Laufen wirklich ruhiger und ausgeglichener und was sind Deiner Meinung nach die Gründe dafür?</strong><br />
Für mich ist Laufen die perfekte Möglichkeit am Morgen munter zu werden, frisch in den Tag zu starten und Energie zu schöpfen, was erst einmal etwas anderes als Ruhe verspricht. Es macht mich aber tatsächlich in dem Sinne ruhiger, dass ich gelassener in den Tag starte und ihn mit etwas beginn, was ich sehr gerne mache.</p>
<p>Natürlich bin ich auch viel ausgeglichener wenn ich am Tage oder Abend eine Runde drehe und mich einfach an all dem erfreuen kann, was ich dabei erlebe. Man lernt die kleinen Dinge zu schätzen, auch wenn es kitschig klingt &#8211; man hört die Vögel viel lauter zwitschern, man sieht, wie die Natur sich über das Jahr hin entwickelt und wie gut es nach einem Regenschauer duften kann.</p>
<p><strong>5. Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Laufmöglichkeiten: Große Stadtmarathons, Wald- und Wiesenläufe, Trails, Bergläufe usw. Bei welchen Laufveranstaltungen fühlst Du Dich am wohlsten und warum?</strong><br />
Einen Trail und Berglauf möchte ich unbedingt mal mitmachen, aber bis jetzt sind kleine Laufveranstaltungen, die durchaus über Feld und Flur gehen können, ganz meins. Ich mag die familiäre Atmosphäre, den stressfreien Ablauf und die herzlichen Zuschauer, die tapfer bis zum Schluss durchhalten und jedem noch kurz vor dem Ziel zurufen, dass man es fast geschafft hat.</p>
<p>Bei meinem letzten Marathon habe ich wieder einmal erfahren, wie hektisch es bei einer Massenveranstaltung zugehen kann und dass ich dafür noch etwas wenig Lauf- bzw. Wettkampferfahrung habe. Das soll sich jetzt ändern, denn ich kann auch diesen Läufen durchaus etwas abgewinnen, muss es aber nicht bei jedem Lauf so haben.</p>
<p><strong>6. Ich gewinne oft den Eindruck, dass Menschen sich und Ihren Körper überfordern,  Hof und Garten versorgen müssen. Sport muss auch noch sein und eine gesunde Ernährung ist Pflicht. Oft erscheint es wie ein Zwang und es ist fraglich, ob dies der Weg zur Zufriedenheit sein kann. Wie gehst Du mit diesem Leistungsdruck, immer die “Frau” stehen zu müssen, um?</strong><br />
Natürlich gibt es viele Herausforderungen und Pflichten, denen wir uns immer gegenübergestellt sehen, aber ich fühle mich nicht so, als würde ich irgendetwas aus einem Zwang heraus machen. Ich habe noch nie das Gefühl verspürt, dass irgendjemand etwas von mir erwarten würde und ich deshalb unter Druck gerate. Der Sport ist ganz allein für mich und egal wie umfangreich mein Plan ausfallen mag, der Spaß und die Lust am Laufen stehen im Vordergrund. Natürlich gibt es Durststrecken in  harten Trainingswochen und wenn ich keine Lust zu etwas habe, dann lasse ich es, auch das Laufen.</p>
<p><strong>7. Wie wichtig ist in Deinen Augen das Verständnis der eigenen Familie für das Training und dem Sport allgemein?</strong><br />
Mein Sport bestimmt zwar nicht mein gesamtes Leben, aber ich richte vieles danach aus. Meine Familie steht zwar an erster Stelle, dennoch kann es natürlich immer zu Überschneidungen kommen und da ist das Verständnis der Familie schon das ein oder andere Mal gefordert. Die zieht glücklicherweise mit, auch wenn ich noch niemanden zum Mitlaufen animieren konnte. Sie motiviert mich aber und jubelt mir auch im Ziel entgegen.</p>
<p><strong>8. Werden Laufzeitschriften bald vom Internet komplett abgelöst oder werden sich die besten Deiner Meinung nach noch einige Jahre halten? Welche Laufzeitschriften liest Du selber gern und warum?</strong><br />
Meines Erachtens können und werden sich beide Medien in den kommenden Jahren weiterentwickeln und nebeneinander bestehen. Natürlich haben Print Magazine im Internet eine große Konkurrenz, was sich sicher auch in den Absatzzahlen bemerkbar macht. Aber es ist auch eine große Chance für sie selbst, das Internet als Plattform zu nutzen und neue kreative Ideen, wie man ein Magazin interessant gestalten kann, zu entwickeln. Ich denke dabei zum Beispiel an die Inhalte und Aufmachung aber auch an Applikationen und Magazin-Downloads.</p>
<p>Jedes Medium hat seine eigene Zielgruppe und für mich kommt es zudem auf den Moment an; so greife ich beispielsweise gern unterwegs auf gedruckte Seiten zurück, einfach um auch etwas anderes als das Handy in der Hand zu haben oder vor dem PC zu sitzen.<br />
Ich lese sehr gern das Runners Point Kundenmagazin, dessen Inhalte und Aufmachung mich überzeugen. Es ist zudem kostenfrei komplett online und in den Runners Point Geschäften erhältlich ist.<br />
Außerdem lese ich sehr gern die Runners World, von der ich auch mal ein Abo hatte, weil ich mich sehr gut informiert und unterhalten fühle. Es gibt derzeit eine „Frauen-Ausgabe“ im kleinen Pocket-Format, was sehr praktisch ist; aber etwas schicker könnte sie sein; wir Frauen sind doch an Hochglanzmagazine gewöhnt.</p>
<p><strong>9. Was würdest Du Laufeinsteigern auf dem Weg zur einer “Laufkarriere” mitgeben?</strong><br />
Meine ersten Laufschritte waren ganz klein und gemütlich. Ich würde empfehlen genau auf den Körper zu hören und sich langsam ans Laufen zu gewöhnen. Kein Angst vor ganz langsamen Tempo, auch wenn einen andere wie verrückt überholen.</p>
<p><strong>10. Immer wieder ist zu beobachten, dass Läufer zu Schmerztabletten und andere Mittelchen greifen, um einen Lauf schmerzfrei zu überstehen. Wie stehst Du dazu und ist es nicht auch eine Form von Betrug am eigenen Körper und den Mitläufern?</strong><br />
Fraglich, ob man dann noch von Spaß und Lust am Laufen sprechen kann. Für mich steht außer Frage, dass ich zu Tabletten oder anderen Mitteln greife, um einen Lauf zu überstehen. Man betrügt sich nicht nur selbst, sondern man tut seinem Körper damit absolut keinen Gefallen, denn es gibt schließlich einen Grund, warum man Schmerzen hat.<br />
Andere Mittelchen sind für mich nur Grüntee, Matcha &amp; Mate, um ausreichend zu trinken und nach intensiven Läufen schnell wieder fit zu werden.</p>
<p><strong>11. Du hast selbst einen Laufblog, stelle bitte mal Deinen Blog etwas genauer vor.</strong><br />
‚<a title="Interview" rel="nofollow" href="http://eiswuerfelimschuh.wordpress.com/" target="_blank">eiswuerfel im schuh</a>’ zeigt, welche Fortschritte ich beim Laufen mache, wie ich trainiere und was mich sonst so beschäftigt. Hauptsächlich geht es um Laufschuhneuheiten, Ernährung (Tees sind ein absolutes Faible von mir), Yoga, Sportbekleidung und Zubehör. Ab und an teste ich auch meine Sportsachen und zeige meinen Lesern die Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte auf.</p>
<p><strong>12. Was ist für Dich schöner und angenehmer, nach Lust und Laune zu trainieren oder nach Trainingsplan?</strong><br />
Ich habe für viele Jahre ohne jegliche Wettkampfambitionen mit viel Freude trainiert, mich dann allerdings gefragt, ob ich nicht mehr kann und Pläne helfen mir meine Ziele zu verfolgen.  Ich genieße die Phasen sehr, in denen ich einfach nur vor mich hinlaufe und die für mich wichtig sind, um am Ball zu bleiben, Neues auszuprobieren, umherzutrödeln oder im Urlaub neue Gegenden zu erkunden. Ich richte nicht das komplette Jahr nach einem Plan aus und in meiner Saisonplanung geht es auch etwas drunter und drüber. Ich entscheide mich relativ kurzfristig für einen Wettkampf, da ich immer schauen muss, wie mein Körper so drauf ist. Pollenbelastung und Wetterumschwünge belasten mich manchmal sehr, so dass ich keinen Plan für ein Jahr aufstellen kann, aber auch nicht möchte. Entscheide ich mich für eine Sportveranstaltung, habe ich meist einen Plan für acht bis zwölf Wochen, den ich auch immer einhalte.</p>
<p><strong>13. Gerade hast Du einen Blogartikel zum Thema Weltläufer geschrieben. Wo ist nun der schönste Ort auf dieser Welt zum laufen?</strong><br />
Bis jetzt war es überall, wo ich war, wirklich schön; ob nun durch die Dresdner Altstadt oder den Londoner Hyde Park. Mein absoluter Favorit ist aber der Lake Shore Drive in Chicago, denn man ist in wenigen Minuten von der Innenstadt am Michigan See, sieht wie die Hochhäuser immer kleiner werden und der Wind an fast jedem Tag des Jahres kühl vom See einem entgegen weht.  Aber ich freue mich auch nach einem langen Urlaub auf meine ‚Hausstrecke’ und das vertraute Gefühl, das ich beim Laufen dort verspüre.</p>
<p><strong>14. Welche Laufschuhe trägst Du beim Laufen am liebsten und was macht diese Schuhe so besonders?</strong><br />
Ich laufe sehr gern in den Brooks Glycerin, Nike Free 3.0 und Green Silence; habe aber, wie es bei Frauen so üblich ist, noch einen weit größeren Laufschuhpark. Da entscheidet manchmal schon das Äußere, aber natürlich lege ich großen Wert auf die Funktionalität eines Schuhs und die Technologie, die dahinter steckt.<br />
Der Brooks Glycerin hat eine sehr gute Passform, auch wenn man schmale Füße hat, bietet eine gute Dämpfung und Stabilität, die bei längeren Strecken notwendig ist, ohne unflexibel zu sein. Außerdem sind sie an den Knöchel sehr weit ausgeschnitten und weich gepolstert. Da habe ich bei vielen Schuhen immer so meine Probleme.<br />
Der Nike Free 3.0 kommt zum Einsatz, wenn ich schnelle Läufe wie Intervalle oder Tempoeinheiten plane, weil er so unglaublich flexibel ist und den Fuß richtig arbeiten lässt. Der Green Silence ist mein Schuh für mittlere Distanzen, weil er als Lightweighttrainer trotzdem über eine gute Dämpfung und Stabilität verfügt.</p>
<p><strong>15. Auf welches Laufutensiel würdest Du ungern verzichten und warum?</strong><br />
Eigentlich bin ich von nichts wirklich abhängig außer natürlich von meinen Schuhen und meiner Kleidung. Ich laufe aber sehr gern mit meiner Forerunner 210, die mir die Sicherheit gibt, meinen Plan einzuhalten (mit Geschwindigkeiten und gleichmäßigem Tempo habe ich so meine Schwierigkeiten) und meiner Laufsonnenbrille. Beides würde ich sehr vermissen, wenn ich sie nicht mehr hätte.</p>
<p><strong>16. Was war für Dich bisher das schönste Lauferlebnis und erkläre bitte warum?</strong><br />
Vermutlich ist es mein zweiter Marathon gewesen, den ich in Rostock gelaufen bin. Natürlich ist es ein kaum zu beschreibendes Gefühl seinen ersten Marathon zu finishen, aber der lief außer Konkurrenz. Es gab kein genaues Zeitziel, ich wollte einfach nur sehen, wie es sich anfühlt, so eine Strecke zu laufen und ob ich sie gesundheitlich überstehe (da ich Asthma habe, war es für mich schwer einzuschätzen, wie das endet). Bei meinem zweiten Marathon war es dann ganz anders, denn ich wollte in einer bestimmten Zeit im Ziel sein und ich hatte einen Plan, den ich penibel verfolgte. Tatsächlich fand ich eine tolle Gruppe, die mich mitgezogen hat, über die komplette Strecke – ich fühlte mich unglaublich gut unterhalten, die Zeit verflog und ich erzielte ein gutes Ergebnis – es war einfach ein perfekter Lauf.</p>
<p><strong>17. Gibt es für Dich Persönlichkeiten aus dem Sportbereich, die Du als Vorbild für Dich siehst? Was macht diese Personen so besonders?</strong><br />
Das ist eine schwierige Frage, denn ich bin eher so ein Sportler, der einen Sport ausübt, aber ihn sich beispielsweise nicht im Fernsehen anschauen würde. Ich orientiere mich an den ganz normalen Mitläufern, die Familie haben, die einen Beruf ausüben und versuchen alles unter einen Hut zu bringen. Ein direktes Vorbild habe ich also nicht, aber ich bewundere einige Sportler für Ihre unglaublichen Leistungen, wie beispielsweise die Läuferin Paula Redcliffe, den Surfer Kelly Slater oder den Basketballer Michael Jordan.</p>
<p><strong>18. Vielen Dank für das Interview. Was sind Deine persönlichen sportlichen Ziele für das restliche Jahr 2011?</strong><br />
Ich danke dir, dass ich die Gelegenheit hatte, mich auf deiner Seite vorstellen zu können!</p>
<p>Ich werde vermutlich in den nächsten Wochen einen Halbmarathon laufen und vielleicht auch einen 10 Meilen Lauf. Das wäre eine Premiere für beide Strecken, also sind Bestzeiten schon einmal vorprogrammiert. Vielleicht werde ich im Spätsommer auch noch einmal einen Triathlon ausprobieren, denn mein Debüt im letzten Jahr lief nicht so schlecht und es hat wirklich unglaublich Spaß gemacht.</p>

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		<title>Läufer Interview: Denn im Laufen entdeckst du dich selbst</title>
		<link>http://www.laufe-marathon.de/2010/12/20/laeufer-interview-denn-im-laufen-entdeckst-du-dich-selbst/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 08:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Läufer]]></category>
		<category><![CDATA[Marschieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Sven Müller liebt die langen Strecken und berichtet in diesem Läufer Interview ausführlich darüber. Und er gibt auch einen kleinen Einblick in sein Buch &#8220;100 Kilometer zu Fuss um Jena &#8211; denn im Laufen entdeckst du dich selbst&#8221;.  Läufer, Laufveranstalter usw. die auch einmal Lust auf solch ein Interview haben können gern Kontakt zu Laufen Marathon aufnehmen. Weitere Informationen zu dieser Interview-Reihe gibt es hier - Läufer gebt mir ein Interview. 1. Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du? Mein Name [...]]]></description>
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<p>Sven Müller liebt die langen Strecken und berichtet in diesem Läufer Interview ausführlich darüber. Und er gibt auch einen kleinen Einblick in sein Buch &#8220;100 Kilometer zu Fuss um Jena &#8211; denn im Laufen entdeckst du dich selbst&#8221;.  Läufer, Laufveranstalter usw. die auch einmal Lust auf solch ein Interview haben können gern Kontakt zu Laufen Marathon aufnehmen. Weitere Informationen zu dieser Interview-Reihe gibt es hier -<strong> <a title="Läufer gebt mir ein Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/10/11/laeufer-gebt-mir-ein-interview/" target="_blank">Läufer gebt mir ein Interview.</a></strong></p>
<p><strong>1. Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du?</strong><br />
Mein Name ist Sven Müller, 36 Jahre jung und ich bin hauptberuflich bei Siemens als Lean Expert beschäftigt. Im Nebenberuf arbeite ich als Dozent in der Führungskräfteausbildung für die IHK Gera sowie seit Ende 2010 als Autor des Buches &#8220;100 Kilometer zu Fuss um Jena &#8211; denn im Laufen entdeckst du dich selbst&#8221;. Daher sind gelegentliche Vorträge zu meinen Märschen auch ein Thema. Man findet mich bei Facebook und auch bei Xing.</p>
<p><strong>2. Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
Ja, es gab einen (oder gleich mehrere). Und hier gleich ein kleiner Auszug aus meinem Buch <img src='http://www.laufe-marathon.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dezember 2008. Eine heftige Magen-Darm-Verstimmung lies mich 3 Tage auf der Wohnzimmercouch liegen, genau zwischen Weihnachten und Silvester. Da lag ein Buch auf dem Tisch: „Ich bin dann mal weg&#8230;“ von Hape Kerkeling. Nun gut, ich hatte also Zeit und Muse zum Lesen. Also las ich es. Schnell. Sehr schnell. Wieder genesen frönte ich abends meinem zweiten Hobby: Xing. Als damaliger Moderator einer kleinen Gruppe bekam ich Kontakt zu 2 Personen, die mein Leben massiv beeinflussen sollten: Wolfgang aus Irland und Jens aus Frankfurt. Erster kein Unbekannter in der Läuferszene, Zweiter ein damals frischgebackener Ultraläufer. Ich sprach über das Buch und mein Vorhaben etwas ähnlich Großes zu tun. Bloß fehlte bisher die Zeit und Überwindung dafür. Denn es ging nicht um 5 Kilometer Joggen oder um die  jährliche 20 Kilometer  Männertagstour. Es ging um mehr. Es ging um 100 Kilometer, die innerhalb von 24 Stunden zu Fuß zurückgelegt werden sollten.  Eigentlich so simpel: 100 in 24. Kernig und knackig. Präzise. Parallel dazu hatte ich, bedingt durch lukullische weihnachtliche Genüsse, etwa 4 Kilogramm zugenommen. Die, wie sollte es auch anders sein, sich hauptsächlich um meine Hüftpartien positioniert hatten. Das viel natürlich irgendwann auf. Und bewegte meine bessere Hälfte dazu, mir ihr „ja“ für diese sportliche Herausforderung zu geben. Wunderbar. Es konnte nun losgehen. Und es ging auch los.</p>
<p><strong>3. Macht Laufen ruhiger und ausgeglichener und was sind die Gründe dafür?</strong><br />
Ja! Mich befreit Laufen von dem &#8220;Alltagsdreck&#8221;, der sich so ansammelt. Wobei es wichtig ist, nicht mit einem Sack voll Problemen loszulaufen, sondern irgendwo ein Mindestmaß an seelischer Freiheit zu besitzen. Die Monotonie, die Isolation, das Eins sein mit der Natur ist es, was geistige Freiheit schafft. Vollendete Leere. Denn im Laufen entdeckst du dich selbst&#8230;.</p>
<p><strong>4. Wo läufst Du im Training am liebsten: im Wald, in Parks oder sogar im Fitness-Center auf dem Laufband? Und warum gerade dort?</strong><br />
Meine Strecke führt mich meistens einen Radweg im Saaletal entlang. Links und Rechts Berge. Laufrichtung Nordost, der Morgensonne entgegen. Gelegentlich Wald. Wiesen und Felder säumen meinen Weg, kleine verzauberte Dörfer &#8220;fliegen&#8221; dahin. Wunderbar, den Morgennebel durch die Sonne verschwinden zu sehen!</p>
<p><strong>5. Läufst Du gern in der Gruppe oder eher allein und warum diese Entscheidung?</strong><br />
Alleine. Warum? Ich finde fast niemanden, der um die gleiche Zeit losläuft.  Bei den 100tern mindestens immer die ersten 50km in einer Gruppe, die sich vom Tempo her trifft.</p>
<p><strong>6. Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Laufmöglichkeiten: Große Stadtmarathons, Wald- und Wiesenläufe, Trails, Bergläufe usw.  Bei welchen Laufveranstaltungen fühlst Du Dich am wohlsten und warum?</strong><br />
Bisher kenne ich nur Ultraveranstaltungen: 100km Dodentocht und die 100km Horizontale. In 2011 werde ich auch mal kürzere Einheiten von 35km einbinden, zB den Schillerwalk Rudolstadt. Aber auch den 4 Tagemarsch Nimwegen (4x50km).</p>
<p><strong>7. Nenne mal einige schlüssige Gründe warum man ohne Musik im Ohr laufen sollte?</strong><br />
Sicherheit, keine Lust erschreckt zu werden. Eins sein mit der Natur! Lieber singe ich selbst.</p>
<p><strong>8. Laufmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Du es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen?</strong><br />
Es muss Spass machen! Aufgrund der bisherigen 100er hatte ich mein Training auch in die Nachtstunden verlegt, um diese Erfahrung zu sammeln. Start: 03:30, Ende je nach Strecke zwischen 09:00 und 12:00. Dann bleibt für Familie und Arbeit noch genügend Zeit.</p>
<p><strong>9. Was macht mehr Spaß: Der Wettstreit mit anderen Läufern oder das gemütliche Laufen ohne Zeit und Druck?</strong><br />
Definitiv: gemütliches Laufen. Gewürzt mit kleinen Matches unterwegs mit anderen Teilnehmern. Kommt ganz automatisch, kleine Ziele setzen &#8220;den überhole ich jetzt noch&#8221; .</p>
<p><strong> 10. Ich gewinne oft den Eindruck, dass Menschen sich und Ihren Körper überfordern, weil sie neben der Arbeit auch die Familie und Haus, Hof und Garten versorgen müssen.  Sport muss auch noch sein und eine gesunde Ernährung ist Pflicht. Oft erscheint es wie ein Zwang und es ist fraglich, ob dies der Weg zur Zufriedenheit sein kann. Wie gehst Du mit diesem Leistungsdruck, immer den “Mann” oder die “Frau” stehen zu müssen, um?</strong><br />
Mut zur Lücke! Setze Prioritäten und handelt auch danach. Passe einen Plan an die Realität an. Family first!</p>
<p><strong>11. Wie wichtig ist für Dich als Läufer das Internet?</strong><br />
Sehr wichtig! Es ermöglicht die beinah grenzenlose Kommunikation mit Gleichgesinnten.</p>
<p><strong>12. Welche sind Deine Lieblings-Laufblogs und bitte eine Begründung dazu?</strong><br />
Aktuell: 72! &#8211; 72 Stunden Ultra- Lauf/Marsch, Outdoor &amp; Technik auf Facebook und die &#8220;Mutterseite&#8221; <strong>http://runaboutblog.blogspot.com/</strong><br />
Beides von Wolfgang Gräf &#8211; er hat mich maßgeblich zum Ultralangstreckenmarsch gebracht. Und natürlich die Seite meines Buches <a title="100 km zu Fuss um Jena" href="http://www.facebook.com/100kmzuFussumJena" target="_blank"><strong>www.facebook.com/100kmzuFussumJena</strong></a></p>
<p><strong>13. Die Motivation spielt im Sport auch eine große Rolle. Wie motivierst Du Dich zu immer neuen Taten im Training und/oder Wettkampf?</strong><br />
Wettkampf würde ich das nicht nennen. Es geht nicht um Plätze sondern um Durchhalten! Wenn dann ein Sieg über sich selbst. Wie motiviere ich mich? Jemand sagte einmal: &#8220;Da ist ein Weg, ich gehe ihn&#8221;. Motivation ist hier für mich: das macht Spass, das mache ich.</p>
<p><strong>14. Was würdest Du Einsteigern auf dem Weg zur einer “Laufkarriere” mitgeben?</strong><br />
Fangt einfach an.</p>
<p><strong>15. Woher kommt Deiner Meinung nach der Drang von Menschen, nach immer größeren Herausforderungen zu streben? Im Laufsport scheint es nach oben mittlerweile kaum noch Grenzen zu geben.</strong><br />
Das ist ein gesellschaftliches Problem.</p>
<p><strong>16. Immer wieder ist zu beobachten, dass Läufer zu Schmerztabletten greifen, um einen Lauf schmerzfrei zu überstehen. Wie stehst Du dazu und ist es nicht auch eine Form von Betrug am eigenen Körper und den Mitläufern?</strong><br />
Schmerztabletten: no go! Nahrungsergänzung (wie z.B. Magnesium, Grünlippmuschel, Teufelskralle, basische Ernährung) sind ok. Auch ein kleiner Wachmacher (Guarana) ist ok &#8211; wenn ich ihn brauche. Aber das reicht dann auch.</p>
<p><strong>17. Hast Du selbst einen Laufblog oder bist andersweitig im Laufsport aktiv? Stelle mal Dein Projekt oder die Projekte vor.</strong><br />
<strong><a title="100 km zu Fuss um Jena" href="http://www.facebook.com/100kmzuFussumJena" target="_blank">www.facebook.com/100kmzuFussumJena</a></strong></p>
<p>„Warum laufen Menschen 100 Kilometer am Stück, durch die Nacht, ohne Schlaf, bei Regen, bei Kälte und bei Hitze? Was passiert ihnen dabei, was denken und fühlen sie? Ist es die Jagd nach Rekorden, Zeiten, Platzierungen oder doch „nur“ die Selbsterfahrung, die motiviert?<br />
Der Autor Sven Müller ist einer von „denen“, die es schon mehrfach geschafft haben 100 Kilometer am Stück zu laufen. Und er beschreibt am Beispiel der Horizontale Jena seine eigenen Erfahrungen, wie er sich darauf vorbereitete und was ihn alles so währenddessen bewegte. Dabei passierten zuweilen kuriose Dinge und erstaunliche Überraschungen. Doch lesen Sie selbst&#8230;.&#8221;</p>
<p><strong>18. Trainierst Du nach nach Trainingsplänen oder eher nach Lust und Laune? Warum diese Entscheidung?</strong><br />
Abgestimmter Trainingsplan. Mein Ziel ist jährlich ein 100er. Dafür ist mein Training ausgelegt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im Training sind es dann so 500-600km insgesamt.</p>
<p><strong> 19. Sind intensive Planung und beste Technik wirklich für Läufer immer hilfreich oder können sie auch ein Hemmschuh sein?</strong><br />
Mut zur Lücke! Lass Raum für Überraschungen, sie passieren sowieso.</p>
<p><strong>20. Welche Laufschuhe trägst Du beim Laufen am liebsten und was macht diese Schuhe so besonders?</strong><br />
GoreTex Wanderstiefel. Vor allem der Schutz vom Fussgelenk + Nässeschutz ist mir wichtig.</p>
<p><strong>21. Auf welches Laufutensiel möchtest Du nicht mehr verzichten?</strong><br />
Falke TK2 mittelschwer. 2 Paar natürlich.</p>
<p><strong>22. Welche Laufbücher haben dich begleitet und welche würdest du warum empfehlen?</strong><br />
Hape Kerkeling &#8220;Ich bin dann mal weg&#8221; und Dean Karnazes &#8220;Ultramarathon Man&#8221;. Ich empfehle beide. Warum? Weil sie ehrlich sind.<br />
Und sobald mein eigenes Buch verfügbar ist &#8211; steht es mit ganz oben!</p>
<p><strong>23. Was war für Dich bisher das schönste Lauferlebnis und erkläre bitte warum?</strong><br />
Gegen 05:00, nach 50km durch die Nacht, den Sonnenaufgang zu erleben. Ganz langsam. Jedes Grad Wärme spürst du intensivst, weil es dir Kraft und positive Energie vermittelt. Du wirst schneller. Alles geht leichter. Du läufst!</p>
<p><strong>24. Hast Du schon einmal den Mann mit dem Hammer beim Marathon getroffen? Bitte schildere mal diese Begenung.</strong><br />
Meine mentalen Tiefs habe ich &#8220;immer&#8221; bei Kilometer 85-95. Bisher war das der Zeitpunkt der höchsten Tagestemperatur und immer nach 8h praller Sonne. Ich zweifelte am Sinn, sah um mich herum nur Leid und Schmerz. Die Füsse sind weiß aufgequollen. Ich will nur liegen oder sitzen. Und kein stilles Wasser mehr trinken <img src='http://www.laufe-marathon.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ABER: die letzten Kilometerchen reiße ich trotzdem noch!</p>

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		<title>Lauf Interview mit dem Läufer Timo</title>
		<link>http://www.laufe-marathon.de/2010/10/29/lauf-interview-mit-dem-laeufer-timo/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 08:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiteres Interview in der Reihe Lauf Interviews gibt es heute vom Timo, der sich einige Fragen rausgesucht und beantwortet hat. 1. Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du? Ich heiße Timo, bin 30 Jahre alt und bin treuer Staatsdiener. 2. Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen? Es war kurz vor Weihnachten 2004. Einige Kameraden ihr Sportabzeichen verliehen bekommen. Da habe ich mir geschworen, dass ich ein Jahr später auch mein [...]]]></description>
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<p>Ein weiteres Interview in der Reihe <strong><a title="Lauf Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/10/11/laeufer-gebt-mir-ein-interview/" target="_blank">Lauf Interviews</a></strong> gibt es heute vom Timo, der sich einige Fragen rausgesucht und beantwortet hat.</p>
<p><strong>1. Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du?</strong><br />
Ich heiße Timo, bin 30 Jahre alt und bin treuer Staatsdiener.</p>
<p><strong>2. Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
Es war kurz vor Weihnachten 2004. Einige Kameraden ihr Sportabzeichen verliehen bekommen. Da habe ich mir geschworen, dass ich ein Jahr später auch mein Sportabzeichen bekomme und habe mit dem Laufen angefangen. Im Juni 2005 bin ich dann meinen ersten Halbmarathon gelaufen und seit 2006 laufe ich jedes Jahr mindestens einen Marathon. Meine Bestzeit liegt bei 3h 46 min im September 2010 in Berlin aufgestellt.</p>
<p><strong>3. Wo läufst Du im Training am liebsten: im Wald, in Parks oder sogar im Fitness-Center auf dem Laufband? Und warum gerade dort?</strong><br />
Ich laufe quer Feld ein durch Wald, Straßen, Parks, aber niemals auf dem Laufband. Laufen in &#8220;freier Wildbahn&#8221;, bei Wind und Wetter, macht mehr Spaß und hat meiner Meinung nach einen besseren Trainingseffekt, als das Laufbahn.</p>
<p><strong>4. Läufst Du gern in der Gruppe oder eher allein und warum diese Entscheidung?</strong><br />
Ich laufe meistens alleine, da muss ich mich nicht auf jemanden einstellen und kann mein eigenes Ding laufen.</p>
<p><strong>5. Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Laufmöglichkeiten: Große Stadtmarathons, Wald- und Wiesenläufe, Trails, Bergläufe usw.  Bei welchen Laufveranstaltungen fühlst Du Dich am wohlsten und warum?</strong><br />
Bei Stadtmarathons mit Teilnehmerzahlen von 3000 &#8211; maximal 15.000 Läufern/innen. Alles andere ist einfach viel zu klein oder, wie in Berlin, viel zu überfüllt mit Sportlern.<br />
Bergläufe gehen gar nicht, weil ich dabei total mies bin und Wald- und Wiesenläufe mache ich nur im Training.</p>
<p><strong>6. Nenne mal einige schlüssige Gründe, warum man mit Musik im Ohr laufen sollte?</strong><br />
Für mich gibt es keinen, da ich störend finde.</p>
<p><strong>7. Nenne mal einige schlüssige Gründe warum man ohne Musik im Ohr laufen sollte?</strong><br />
Da ich Abschnittsweise auch durch bewohnte Gegenden mit Straßenverkehr laufe, ist es besser, zwei freie Ohren zu haben.</p>
<p><strong>8. Warum sind Deiner Meinung nach die Startgebühren bei vielen der großen Stadtmarathons, Bergläufen und Abenteuerläufen so hoch? Gibt es für Dich eine Grenze beim Startgeld?</strong><br />
Hmm, eine Obergrenze gibt es, 150 €. Vielleicht liegt es am organisatorischen Aufwand?!</p>
<p><strong>9. Laufmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Du es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen?</strong><br />
Wenn man erstmal losgelaufen ist, läuft es, wie von selbst. Und Stress baue ich dabei eher ab, als auf.</p>
<p><strong>9. Was macht mehr Spaß: Der Wettstreit mit anderen Läufern oder das gemütliche Laufen ohne Zeit und Druck?</strong><br />
Es ist nicht der Konkurrenzkampf mit anderen Läufern, sondern dass jagen nach der neuen persönlichen Bestzeit, was am meisten Spaß macht.</p>
<p><strong>10. Die Motivation spielt im Sport auch eine große Rolle. Wie motivierst Du Dich zu immer neuen Taten im Training und/oder Wettkampf?</strong><br />
Die Motivation liegt bei mir nur darin, neue persönliche Bestzeiten aufzustellen.</p>
<p><strong>11. Was würdest Du Einsteigern auf dem Weg zur einer “Laufkarriere” mitgeben?</strong><br />
Lauft in eurem eigenen Tempo!!!</p>
<p><strong>12. Immer wieder ist zu beobachten, dass Läufer zu Schmerztabletten greifen, um einen Lauf schmerzfrei zu überstehen. Wie stehst Du dazu und ist es nicht auch eine Form von Betrug am eigenen Körper und den Mitläufern?</strong><br />
Ich bin der Meinung, wenn man nur noch laufen kann, wenn man Medizin nimmt, sollte man unbedingt in ärztliche Behandlung.</p>
<p><strong>13. Trainierst Du nach nach Trainingsplänen oder eher nach Lust und Laune? Warum diese Entscheidung?</strong><br />
Ich laufe nicht nach Trainingsplan, sondern so, wie es für mich am Besten ist.</p>
<p><strong> 14. Sind intensive Planung und beste Technik wirklich für Läufer immer hilfreich oder können sie auch ein Hemmschuh sein?</strong><br />
Für einen Profisportler mag das sein, aber für einen Hobbyläufe, wie mich ist es wohl zu viel Aufwand.</p>
<p><strong>15. Was war für Dich bisher das schönste Lauferlebnis und erkläre bitte warum?</strong><br />
2005 nach meinem ersten Halbmarathon. Ich war froh darüber, erstmals so eine Strecke durchgelaufen zu sein, aber ich hatte einen riesen Muskelkater.</p>
<p><strong>16. Hast Du schon einmal den Mann mit dem Hammer beim Marathon getroffen? Bitte schildere mal diese Begegnung.</strong><br />
- Ist das jetzt ein Insider? Ich kenne nur einen Clown, der bislang bei fast jedem Marathon am Straßenrand stand, wo ich mitgelaufen bin!</p>
<p><strong>17. Gibt es für Dich Persönlichkeiten, die Du als Vorbild für Dich siehst? Was macht diese Personen so besonders?</strong><br />
Haile Gebresselassie! Im Moment halte ich ihn für den einzigen, der bei seinem letzten Marathon nochmal voll auf den Putz hauen kann und den Weltrekord auf 1h 59min setzen kann.</p>
<p><strong>18. Welche Frage würdest Du selber gern beantworten?</strong><br />
Ich habe eine Frage an die Marathon-/Laufgemeinde:<br />
Hat noch jemand eine trainingsbedingte Vagotonie bzw. AV-Block Grad 2 Wenkebach?</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Läufer Interview mit einem Ironman</title>
		<link>http://www.laufe-marathon.de/2010/10/26/laeufer-interview-mit-einem-ironman/</link>
		<comments>http://www.laufe-marathon.de/2010/10/26/laeufer-interview-mit-einem-ironman/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 12:19:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Ironman]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute gibt es ein Lauf Interview mit Reiner Mehlhorn, alles weitere dazu im Interview. 1.Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du? Reiner Mehlhorn, 54 Jahre alt, wohne in Dresden, bin Dipl.-Ing für Informatik, arbeite als Sales Manager und nebenbei als Personal Trainer für Laufen, Schwimmen, Rad, Triathlon, Ernährung, Motivation, Zeitmanagement. 2.Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen? In der Schulzeit war ich ein Sportmuffel, klein, pummelig, langsam,… Während meiner Studienzeit hab ich [...]]]></description>
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<p>Heute gibt es ein <strong><a title="Läufer Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/10/11/laeufer-gebt-mir-ein-interview/" target="_blank">Lauf Interview</a></strong> mit Reiner Mehlhorn, alles weitere dazu im Interview.</p>
<p><strong>1.Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du?</strong><br />
Reiner Mehlhorn, 54 Jahre alt, wohne in Dresden, bin Dipl.-Ing für Informatik, arbeite als Sales Manager und nebenbei als Personal Trainer  für Laufen, Schwimmen, Rad, Triathlon, Ernährung, Motivation, Zeitmanagement.</p>
<p><strong>2.Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
In der Schulzeit war ich ein Sportmuffel, klein, pummelig, langsam,…<br />
Während meiner Studienzeit hab ich meine ersten Lauferfahrungen bei unregelmäßigen Läufen gesammelt. Danach jahrelang nichts gemacht und irgendwann nach einem 14StundenTag gemerkt, ich muss was tun als Ausgleich für den täglichen Trott. 1994 hab ich dann wieder langsam mit dem Laufen angefangen (1x pro Woche). 1998 hab ich mich von einem Kollegen zum ersten Marathon überreden lassen und ½ Jahre darauf hin trainiert. Zum Probelauf für den Dresden Marathon 1998 hab ich’s dann gewagt. Das witzige war, an dem Tag fanden in Dresden 2 Marathons statt, der 1. Oberelbe-Marathon und eben der Probelauf zum Dresden-Marathon. Also typisch Dresden, da geht nix ohne endlose Diskussionen und die Fronten verhärten sich ganz schnell. Die Gründe dafür aufzuzeigen würde ein ganzes Buch füllen. Den Lauf hab ich gut überstanden und weiß noch genau das ich 5km vorm Ziel gedacht hab „..so’n Scheiß machst Du nie wieder….“. Im Ziel waren diese Gedanken nicht mehr präsent und ich war schon in der Planung für den nächsten.</p>
<p>2002 dann mein erster langer Rennsteiglauf (72,7km), 2004 den ersten Jedermann-Triathlon in Moritzburg, 2007 die erste Halbdistanz und 2010 die erste Ironman-Distanz. Am 24. Oktober 2010 bin ich meinen 35.Marathon gelaufen.</p>
<p><strong>3.Macht Laufen ruhiger und ausgeglichener und was sind die Gründe dafür?</strong><br />
Gibt mir die Ruhe und den Ausgleich, den ich brauch um vom täglichen Business abzuschalten, Natur genießen, Bewegungsdrang befriedigen, abschalten, …</p>
<p><strong>4.Wo läufst Du im Training am liebsten: im Wald, in Parks oder sogar im Fitness-Center auf dem Laufband? Und warum gerade dort?</strong><br />
Meine Lieblingsstrecke, der Zschoner Grund im Dresdner Westen liegt direkt vor der Haustür, profilierte Strecke, nie eintönig und mit vielen Möglichkeiten Strecken von 5km bis 30km zurückzulegen. Wo kommt man sonst so nah an Rehe und Füchse ran?</p>
<p><strong>5.Läufst Du gern in der Gruppe oder eher allein und warum diese Entscheidung?</strong><br />
Es gibt Tage da lauf ich gerne allein um Lösungen für grad anstehende Aufgaben oder Probeme zu finden und abzuschalten. Ich laufe aber auch gern in der Gruppe, bei Lauftreffs im Großen Garten in Dresden, oder mit meinen Kunden und Lauffreunden.</p>
<p><strong>6.Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Laufmöglichkeiten: Große Stadtmarathons, Wald- und Wiesenläufe, Trails, Bergläufe usw.  Bei welchen Laufveranstaltungen fühlst Du Dich am wohlsten und warum?</strong><br />
Am Anfang meiner Laufhistorie bin ich gern die großen Stadtmarathons gelaufen (Berlin, Hamburg, München, Rom, …). Mittlerweile lauf ich lieber kleinere Veranstaltungen (Göltzschtal-Marathon, Werdauer Waldlauf,.. ) bzw. Landschaftsläufe (Rennsteiglauf, Saale-Rennsteiglauf, Jungfrau-Marathon, Zermatt-Marathon). Die sind familieärer und ich hab oft auch den Fotoapparat dabei und genieß die Landschaft.</p>
<p><strong>7.Nenne mal einige schlüssige Gründe, warum man mit Musik im Ohr laufen sollte?</strong><br />
Mag ich gar nicht, mich stört der Stöpsel im Ohr und beim Triathlon ist das eh verboten.</p>
<p><strong>8.Nenne mal einige schlüssige Gründe warum man ohne Musik im Ohr laufen sollte?</strong><br />
Ich krieg viel mehr von meiner Umwelt (Vögel, Tiere, Stimmungen grad im Herbst) mit durch die ich grad laufe.</p>
<p><strong>9. Laufmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Du es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen?</strong><br />
Ich weiß, dass es mir nach dem Lauf besser geht und damit gibt’s keine Gründe genau das nicht zu tun. Wichtig ist ein optimales Zeitmanagement, womit man sich die Zeitfenster schafft die man braucht um die Dinge zu tun die man machen will oder muss. Weniger ist manchmal auch mehr, deshalb hab ich auch kein Problem eine geplante Trainingseinheit mal ausfallen zu lassen.</p>
<p><strong>10.Was macht mehr Spaß: Der Wettstreit mit anderen Läufern oder das gemütliche Laufen ohne Zeit und Druck?</strong><br />
Beides, das gemütliche Laufen mit Freunden und auch die Teilnahme an Wettkämpfen.</p>
<p><strong>11.Hast Du selbst einen Laufblog oder bist andersweitig im Laufsport aktiv? Stelle mal Dein Projekt oder die Projekte vor.</strong><br />
Ich poste regelmäßig unregelmäßig meine Sporterlebnisse auf folgenden Seite:</p>
<p><a title="Reiner Mehlhorn Website" href=" http://www.reiner-mehlhorn.de" target="_blank"> www.reiner-mehlhorn.de</a> &#8211; meine private Seite über die ich auch Personal Training anbiete</p>
<p><a title="Schlosstriathlon Moritzburg" href="http://www.schlosstriathlon-moritzburg.de" target="_blank">www.schlosstriathlon-moritzburg.de</a> – auf der Seite vom Moritzburger Triathlon e.V. dem Veranstalter des Moritzburger Schlosstriathlons schreib ich ab und zu in den News von meinen Erlebnissen.</p>
<p>Ich bin Mitglied im Moritzburger Triathlonverein und als Verpflegungschef verantwortlich für die optimale Verpflegung aller Teilnehmer beim Schlosstriathlon-Moritzburg. Die Veranstaltung hat mittlerweile Kultcharakter, bietet alle Distanzen vom Jedermann bis zum Ironman an und findet in der Regel an jedem 2 Juniwochenende statt. Nächster Termin ist der 18./19.06.2011.</p>
<p><a title="Dresden Marathon" href="http://www.dresden-marathon.de" target="_blank">www.dresden-marathon.de</a> – auf der Seite vom Dresden Marathon den ich als Teil des Org.-Teams ebenfalls mit organisiere, schreib ich ebenfalls in unregelmäßigen Abständen in den News. Bei der Veranstaltung könnt ihr 10km, Halbmarathon und Marathon laufen.</p>
<p>Auf Facebook gibt‘s Tipps, Infos zum Thema:<br />
<a title="Facebook Reiner Mehlhorn" href="http://www.facebook.com/reiner.mehlhorn" target="_self">www.facebook.com/reiner.mehlhorn</a></p>
<p><strong>12.Trainierst Du nach Trainingsplänen oder eher nach Lust und Laune? Warum diese Entscheidung?</strong><br />
Ich trainiere seit Jahren nach einem Trainingsplan und führ auch ein Lauftagebuch. Das find ich wichtig um auch mal Revue passieren lassen zu können welche Gründe es für welche Ergebnisse bzw. Erlebnisse bei meinen Läufen geben könnte. Um bestimmte Ziele zu erreichen sollte man einen Plan haben wie man zum Ziel kommt, sonst verheddert man sich. Ich seh die Pläne als groben Rahmen für mein Training und hab auch kein Problem die eine oder andere Trainingseinheit einfach ausfallen zu lassen. Mittlerweile schreib ich mir meine Trainingspläne selbst.</p>
<p><strong>13.Was war für Dich bisher das schönste Lauferlebnis und erkläre bitte warum?</strong><br />
Es gab in den letzten Jahren viele Lauferlebnisse die ich nicht missen möchte, wie z.B. mein erster langer Rennsteiglauf oder der Zermatt-Marathon. Wenn ich heute entscheiden müsste, dann ist es ganz klar mein Debüt auf der Ironman-Distanz 2010 bei der Challenge Roth. Wenn ich daran denke, mir die Bilder und Videos angucke oder meinen Bericht lese kommt ein Gefühl der Zufriedenheit und auch Stolz hoch, das geschafft zu haben. Das gibt mir Krafft und Motivation für den Alltag vor allem dann wenn Probleme auftauchen und es mal nicht optimal läuft.</p>

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		<title>Läufer gebt mir ein Interview</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 19:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<category><![CDATA[lauf]]></category>
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		<description><![CDATA[Im letzten Jahr startete ich die Lauf-Interview-Serie und gerade am Anfang kamen einige Interviews mit Läufern und Lauf-Bloggern zusammen. An dieser Stelle mal eine Lauflistung aller bisherigen Interviews mit Läufern und Läuferinnen. Zu dieser Serie gehören nicht die Interviews, welche im Zusammenhang mit dem Blogger Marathon geführt wurden. Bisherigen Interviews mit Läuferinnen und Läufer Laufen ist eine extrem flexible Sportart Ultra ist gut &#8211; Interview Sport ist nie verkehrt&#8230; &#8211; Interview Korrekt laufen &#8211; Interview Interview mit einer Lebensläuferin Interview mit Startblog-f Interview mit Extremsportler [...]]]></description>
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<p>Im letzten Jahr startete ich die <a title="Lauf Interviews" href="http://www.laufe-marathon.de/category/lauf-interviews/"><strong>Lauf-Interview-Serie</strong></a> und gerade am Anfang kamen einige Interviews mit Läufern und Lauf-Bloggern zusammen. An dieser Stelle mal eine Lauflistung aller bisherigen Interviews mit Läufern und Läuferinnen. Zu dieser Serie gehören nicht die Interviews, welche im Zusammenhang mit dem <a title="Blogger Marathon 2010" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/07/29/blogger-marathon-2010-der-marathon-starterfeld-und-wettbewerb/">Blogger Marathon</a> geführt wurden.</p>
<h2>Bisherigen Interviews mit Läuferinnen und Läufer</h2>
<p><strong><a title="Laufen ist eine extrem flexible Sportart" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/08/31/laufen-ist-eine-extrem-flexible-sportart/">Laufen ist eine extrem flexible Sportart</a></strong></p>
<p><strong><a title="Ultra ist gut - Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/07/ultra-ist-gut-interview/">Ultra ist gut &#8211; Interview</a></strong></p>
<p><strong><a title="Sport ist nie verkehrt - Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/12/sport-ist-nie-verkehrt/">Sport ist nie verkehrt&#8230; &#8211; Interview</a></strong></p>
<p><strong><a title="Korrekt laufen - Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/15/korrekt-laufen-interview/">Korrekt laufen &#8211; Interview</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit einer Lebensläuferin" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/23/interview-mit-einer-lebenslauferin/">Interview mit einer Lebensläuferin</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit Startblog-f" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/10/20/interview-mit-startblog-f/">Interview mit Startblog-f</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit Extremsportler Marcel Heinig" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/11/04/interview-mit-extremsportler-marcel-heinig/">Interview mit Extremsportler Marcel Heinig</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit Miss Monster" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/11/05/interview-mit-miss-monster/">Interview mit Miss Monster</a></strong></p>
<p><strong><a title="Run4Haiti - Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/01/23/run4haiti-interview/" target="_blank">Run4Haiti &#8211; Interview</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit Tom(marathonundlaenger.de)" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/02/10/interview-mit-tommarathonundlaenger-de/">Interview mit Tom(marathonundlaenger.de)</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit der Laeuferin Diana" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/02/18/interview-mit-der-laeuferin-diana/">Interview mit Läuferin Diana</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.laufe-marathon.de/2010/02/22/interview-mit-den-runningfreaks/">Interview mit den Runningfreaks</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit Peter7Lustig" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/03/01/laeufer-interview-mit-peter7lustig/">Interview mit Peter7Lustig</a></strong></p>
<p><strong><a title="Interview mit einem Ironman" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/10/26/laeufer-interview-mit-einem-ironman/">Läufer Interview mit einem Ironman</a></strong></p>
<p><strong><a title="Läufer Interview mit dem Läufer Timo" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/10/29/lauf-interview-mit-dem-laeufer-timo/">Läufer Interview mit dem Läufer Timo</a></strong></p>
<p><strong><a title="Im Laufen entdeckst Du Dich selbst - Interview" href="http://www.laufe-marathon.de/2010/12/20/laeufer-interview-denn-im-laufen-entdeckst-du-dich-selbst/">Läufer Interview: Denn im Laufen entdeckst du dich selbst </a></strong></p>
<h2>Lauf-Interviews 2010</h2>
<p>Leider gab es dieses bisher Jahr sehr wenige Interviews. Deshalb noch einmal der Aufruf an Euch: Wer Lust hat, einige Fragen zum Thema Laufen zu beantworten, der sollte einfach hier bei den Kommentaren eine Information hinterlassen oder direkt Kontakt zu mir aufnehmen: info@laufe-marathon.de. Einige Vorinformationen zu Eurer Person sind immer sehr hilfreich. Interviewt werden Läufer, Marathon-Läufer, Ultraläufer, Lauf-Blogger, Jogger, Freizeitläufer, Walker, Nordic Walker, Lauf-Veranstalter, Spitzensportler im Laufbereich, Produzenten von Laufausrüstung u.a. &#8211; also Menschen, die irgendwie mit der Lauferei irgendwas zu tun haben.</p>
<p>Bitte aber nur ernst gemeinte Anfragen senden, denn es ist sehr schade, wenn ich Fragen ausarbeite und dann keine Rückantwort bekomme. Leider ist dies immer wieder geschehen. Deshalb überlegt Euch im Vorfeld genau, ob Ihr Lust und Zeit für ein Interview habt. Die Interviews werden per Mail geführt und individuell ausgearbeitet.</p>
<h2>Interview-Fragen für Lauffreunde</h2>
<p>Wem vorgefertigte Fragen reichen, darf gern aus der unten stehenden Sammlung Fragen auswählen und beantworten. Diese bitte mit dem Betreff &#8220;Lauf Interview&#8221; kennzeichnen und an info@laufe-marathon.de senden. Es müssen mindestens 8 Fragen beantwortet werden und es dürfen natürlich auch alle genommen werden:</p>
<ol>
<li>Hallo, stell Dich mal vor: Wer bist Du? Was machst Du?</li>
<li>Wie bist Du zum Laufen gekommen? Gab es einen besonderen Grund mit dem Laufen zu beginnen?</li>
<li>Macht Laufen ruhiger und ausgeglichener und was sind die Gründe dafür?</li>
<li>Wo läufst Du im Training am liebsten: im Wald, in Parks oder sogar im Fitness-Center auf dem Laufband? Und warum gerade dort?</li>
<li>Läufst Du gern in der Gruppe oder eher allein und warum diese Entscheidung?</li>
<li>Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Laufmöglichkeiten: Große Stadtmarathons, Wald- und Wiesenläufe, Trails, Bergläufe usw.  Bei welchen Laufveranstaltungen fühlst Du Dich am wohlsten und warum?</li>
<li>Nenne mal einige schlüssige Gründe, warum man mit Musik im Ohr laufen sollte?</li>
<li>Nenne mal einige schlüssige Gründe warum man ohne Musik im Ohr laufen sollte?</li>
<li>Warum sind Deiner Meinung nach die Startgebühren bei vielen der großen Stadtmarathons, Bergläufen und Abenteuerläufen so hoch? Gibt es für Dich eine Grenze beim Startgeld?</li>
<li>Laufmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Du es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen?</li>
<li>Was macht mehr Spaß: Der Wettstreit mit anderen Läufern oder das gemütliche Laufen ohne Zeit und Druck?</li>
<li>Ich gewinne oft den Eindruck, dass Menschen sich und Ihren Körper überfordern, weil sie neben der Arbeit auch die Familie und Haus, Hof und Garten versorgen müssen.  Sport muss auch noch sein und eine gesunde Ernährung ist Pflicht. Oft erscheint es wie ein Zwang und es ist fraglich, ob dies der Weg zur Zufriedenheit sein kann. Wie gehst Du mit diesem Leistungsdruck, immer den “Mann” oder die “Frau” stehen zu müssen, um?</li>
<li>Wie wichtig ist für Dich als Läufer das Internet?</li>
<li>Werden Laufzeitschriften bald vom Internet komplett abgelöst oder werden sich die besten Deiner Meinung nach noch einige Jahre halten? Welche Laufzeitschriften liest Du selber gern und warum?</li>
<li>Welche sind Deine Lieblings-Laufblogs und bitte eine Begründung dazu?</li>
<li>Die Motivation spielt im Sport auch eine große Rolle. Wie motivierst Du Dich zu immer neuen Taten im Training und/oder Wettkampf?</li>
<li>Was würdest Du Einsteigern auf dem Weg zur einer “Laufkarriere” mitgeben?</li>
<li>Woher kommt Deiner Meinung nach der Drang von Menschen, nach immer größeren Herausforderungen zu streben? Im Laufsport scheint es nach oben mittlerweile kaum noch Grenzen zu geben.</li>
<li>Immer wieder ist zu beobachten, dass Läufer zu Schmerztabletten greifen, um einen Lauf schmerzfrei zu überstehen. Wie stehst Du dazu und ist es nicht auch eine Form von Betrug am eigenen Körper und den Mitläufern?</li>
<li>Hast Du selbst einen Laufblog oder bist andersweitig im Laufsport aktiv? Stelle mal Dein Projekt oder die Projekte vor.</li>
<li>Trainierst Du nach nach Trainingsplänen oder eher nach Lust und Laune? Warum diese Entscheidung?</li>
<li>Sind intensive Planung und beste Technik wirklich für Läufer immer hilfreich oder können sie auch ein Hemmschuh sein?</li>
<li>Welche Laufschuhe trägst Du beim Laufen am liebsten und was macht diese Schuhe so besonders?</li>
<li>Auf welches Laufutensiel möchtest Du nicht mehr verzichten?</li>
<li>Welche Laufbücher haben dich begleitet und welche würdest du warum empfehlen?</li>
<li>Was war für Dich bisher das schönste Lauferlebnis und erkläre bitte warum?</li>
<li>Hast Du schon einmal den Mann mit dem Hammer beim Marathon getroffen? Bitte schildere mal diese Begenung.</li>
<li>Gibt es für Dich Persönlichkeiten, die Du als Vorbild für Dich siehst? Was macht diese Personen so besonders?</li>
<li>Welche Frage würdest Du selber gern beantworten?</li>
</ol>

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		<title>Läufer-Interview mit Peter7Lustig</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 08:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[16 Bundesländer - 16 Marathons]]></category>
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		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun das nächste Interview in der Reihe: Läufer Interviews. Heute stand Jan (Peter7Lustig) mir Rede und Antwort. Wer auch Lust und Interesse hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen. Eine kleine Vorinformation über Eure Person und/oder Hinweise zur Eurer Website oder eurem Blog, wenn vorhanden, sind hilfreich. 1. Hallo Jan, wie verrückt muss man sein, um bei einer Aktion wie 16 Bundesländer &#8211; 16 Marathons &#8211; 16 Monate teilzunehmen? Ziemlich verrückt! Es ist nämlich eine langwierige [...]]]></description>
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<p><strong>Nun das nächste Interview in der Reihe: <a title="Läufer Interviews" href="http://www.laufe-marathon.de/category/lauf-interviews/" target="_blank">Läufer Interviews</a>. Heute stand Jan (<a title="Peter7Lustig - Ein Läufer bei Twitter" href="http://twitter.com/Peter7Lustig" target="_blank">Peter7Lustig</a>) mir Rede und Antwort.<br />
Wer auch Lust und Interesse hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen. Eine kleine Vorinformation über Eure Person und/oder Hinweise zur Eurer Website oder eurem Blog, wenn vorhanden, sind hilfreich.</strong></p>
<p><strong>1. Hallo Jan, wie verrückt muss man sein, um bei einer Aktion wie 16 Bundesländer &#8211; 16 Marathons &#8211; 16 Monate teilzunehmen?</strong><br />
Ziemlich verrückt! Es ist nämlich eine langwierige Sache, man muss für über ein Jahr planen und &#8211; vorausgesetzt alles klappt wie vorgesehen &#8211; werden ziemlich viel Zeit,<br />
Geld, Nerven, Urlaub, Benzin und Kalorien verbraucht. Normale Leute würden mit der Zeit und dem Geld einfach in den Urlaub fahren, aber Läufer sind halt keine normalen Leute.  Bei mir kommt noch hinzu, dass ich kein Läufer mit jahrelanger Marathon- oder sogar Ultra-Erfahrung bin, sondern erst im letzten Jahr mein Marathon-Debüt gegeben hab. Der zweite war dann direkt der erste für die <a title="16 Bundesländer - 16 Marathons - 16 Monate" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/11/16-bundeslander-16-marathons/" target="_blank">16 Bundesländer -16 Marathons &#8211; 16 Monate</a> Aktion.</p>
<p><strong>2. Was bringt Dir diese Aktion persönlich und was erwartest Du sportlich und menschlich davon?</strong><br />
Mal angenommen, ich schaffe diese Aktion tatsächlich, wird es natürlich ein sportlicher Meilenstein für mich werden. Es ist noch gar nicht so lange her, da war ein Marathon für mich unvorstellbar und jetzt laufe ich eventuell 16 Stück in gut einem Jahr. Menschlich hoffe ich, dass ich interessante Leute quer durch die Republik kennen lerne und ich werde Deutschland ziemlich genau erkunden, in manche Bundesländer kommt man sonst seltener. Deine Heimat Senftenberg hätte ich ohne Marathon sicher nicht kennen gelernt. Ich werde auf jeden Fall versuchen, mehr zu sehen als das Schienennetz und die Autobahnen in Deutschland. Die Planung macht mir ehrlich gesagt sogar Spaß, obwohl ich sonst gar kein langfristig planender Mensch bin.</p>
<p><strong>3. Wann kamst Du zum Laufen und was waren Deine Motivation oder die Gründe dafür, dass Du mit dem Laufen angefangen hast?</strong><br />
Meine ersten freiwilligen Lauferfahrungen hab ich während meiner Zivildienstzeit gesammelt. Davor war das Laufen im Sportunterricht immer verhasst, aber irgendwie wollte ich mich zu der Zeit sportlich betätigen, weil ich einfach zu wenig für meine Gesundheit tat. Im Nachhinein lustig zu sehen, wie man anfangs nach 2-5 km im Schneckentempo kaputt, aber stolz wieder zurückkam. Während des Studiums bin ich zu einer Laufgruppe vom Unisport gegangen, eine sehr gute Entscheidung damals. Unter Anleitung eines Trainers und mit zwei festen Terminen in der Woche ging es schneller bergauf in Sachen Fitness und Spaß am Laufen. Leider gab es auch in der Zeit zwei längere Unterbrechungen und am Ende des Studiums sogar eine lange Laufpause von über drei Jahren.</p>
<p><strong>4. Gibt es für Dich offensichtliche Veränderungen im Leben und in derLebenseinstellung seitdem Du läufst?</strong><br />
Im September 2007 bin ich wieder nach einer über dreijährigen Pause angefangen zu laufen, da hatte ich knapp 95 kg auf den Rippen. Jetzt schwanke ich um die 77 kg, da gab es also schon eine offensichtliche Veränderung. Weniger offensichtlich ist die Veränderung im Kopf, ich bin ausgeglichener und komme besser mit mir klar. Sport ist ein guter Weg, sich selbst kennenzulernen.</p>
<p><strong>5. Die Aktion 16 Bundesländer &#8211; 16 Marathons &#8211; 16 Monate ist schon ein kleiner Grenzgang, aber an welchem Punkt würdest Du sagen: Bis hierher und keinen Schritt weiter?</strong><br />
Zum einen gibt es da den gesundheitlichen Aspekt. Wenn man nur noch unter Schmerzen läuft, sollte man es sein lassen. Man ist dann auch kein tougher Kerl mehr, der sich durchbeißen kann, sondern nur noch ein Idiot. Zum Glück bin ich momentan völlig beschwerdefrei. Zum anderen gibt es die soziale Seite, wenn nämlich Freunde und Familie genau den erwähnten Satz sagen würden: &#8220;Bis hierhin und keinen Schritt weiter&#8221;, weil man Kontakte verliert, Menschen hintenanstellt und sein Wesen verändert. Ich hoffe, ich werde das im Sommer unter einen Hut kriegen.<br />
<strong><br />
6. Was denkst Du über Menschen, die 70 und mehr Marathons im Jahr laufen und kannst Du Dir vorstellen, selbst eine solche Leistung zu vollbringen?</strong><br />
Nein, das kann ich mir (noch) nicht vorstellen. Ich bin weit davon entfernt, jedes Wochenende einen Marathon oder sogar mehr laufen zu können. Ich brauche immer ein paar Tage Pause zum Regenerieren und ich versuche auch die einzelnen Läufe so gut es geht, übers Jahr zu verteilen. In meiner vorläufigen Planung habe ich zweimal einen Zwei-Wochen-Rhythmus, ansonsten liegen zwischen den Marathons drei Wochen und mehr. Aber es ist schon beeindruckend, solche Vielstarter zu sehen; auch mental ist das ein anderes Level. Wir beide konnten das ja zuletzt beim Hallenmarathon in Senftenberg sehen, als einige der Starter samstags abends und sonntags morgens Marathon gelaufen sind.</p>
<p><strong>7. Was treibt Deiner Meinung nach Menschen dazu, immer weiter und mehr zu laufen? Fehlen eventuell die Herausforderungen im Alltag und könnte dann versucht werden, diese durch sportliche Höchstleistungen zu kompensieren?</strong><br />
Grundsätzlich ist es eine sehr positive menschliche Eigenschaft, dass man versucht, immer neue Grenzen zu überschreiten und Herausforderungen zu meistern. Körperlich fehlen den meisten Leuten wahrscheinlich tatsächlich die Aufgaben, der Büromensch spürt sich in seinem physischen Rahmen kaum noch. Wann das Laufen aber zur Kompensation oder zum vielzitierten &#8216;Davonlaufen&#8217; wird, kann man nicht allgemein sagen und muss jeder mit sich selbst ausmachen.</p>
<p><strong>8. Wie motivierst Du Dich zum Laufen, wenn es mal nicht so gut läuft?</strong><br />
Zum Glück muss ich mich gar nicht motivieren! Wenn man einmal drin ist und sich ans Laufen gewöhnt hat, dann gehört das Laufen einfach zum alltäglichen Leben. Man denkt nicht mehr drüber nach, die Kämpfe mit dem ISH verschwinden und man schnürt sich ohne Nachzudenken die Laufschuhe. Und wenn ich laufe gibt es auch keine Zeiten, in denen es mal nicht so gut läuft. Anders sieht es natürlich aus, wenn man aus einer monatelangen oder sogar jahrelangen Laufpause wieder anfangen will, da gibt es etliche Hürden zu nehmen. Mir hilft grundsätzlich das Laufen mit anderen, ich habe mindestens einmal die Woche eine feste Zeit, zu der ich zu einer Laufgruppe gehe. Laufgruppen oder feste Termine mit Sportsfreunden kann ich nur empfehlen, da kommt man weniger in Versuchung seine Läufe zu verschieben, nur weil es mal anfängt zu nieseln.</p>
<p><strong>9. Gab oder gibt es für Dich läuferische Vorbilder, wer sind diese und warum?</strong><br />
Nein, läuferische Vorbilder hab ich keine. Da ich auch nicht aus einem Vereins- bzw. Wettkampfbetonten Umfeld komme, sondern eher einfach für mich und meine Gesundheit angefangen habe zu laufen, gibt es keine Sportler und keine Zeiten, denen ich nachlaufe.<br />
<strong><br />
10. Wenn Du Menschen vom Laufen überzeugen wollen würdest, wie würdest Du es anstellen? Was sind Deine Motivationstipps? Konntest Du eventuell sogar schon Menschen vom Laufen überzeugen?</strong><br />
Es ist schwer, Menschen direkt zum Laufen zu bringen, die Motivation muss immer aus der Person selber kommen. Man kann nur versuchen, das möglichst subtil zu unterstützen. Da hilft es eher, wenn man von eigenen positiven Erlebnissen berichtet (ohne zu langweilen), als jemanden direkt anzusprechen &#8220;Lauf doch mal!&#8221;. Bis jetzt hab ich es aber sowieso noch nicht wirklich probiert, jemanden zum Laufen zu bringen. Erstaunlicherweise läuft eine Ex-Freundin, die früher nur mit dem Kopf geschüttelt hat, mittlerweile ausdauernd und gerne, vielleicht sogar bald Marathon. Schade, dass sie nicht schon damals lief.</p>
<p><strong>11. Früher haben sich Läufer in Lauftreffs und bei Wettkämpfen getroffen und kennen gelernt. Mittlerweile geschieht sehr viel über das Internet &#8211; dank Blogs,<br />
Facebook, <a title="Laufe Marathon bei Twitter" href="http://www.twitter.com/laufe_marathon" target="_blank">Twitter</a> usw&#8230; Wie viele soziale Netzwerke brauchen wir wirklich und was bringt es im allgemeinen für Läufer?</strong><br />
Wie viel vernetzte Läuferidentität man braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich bin sehr technik- und internetaffin und nutze fast alles. Im Internetzeitalter ist es einfach großartig, dass man die Möglichkeiten hat, man muss sie nicht permanent nutzen. Ich würde an dieser schönen Aktion hier nicht teilnehmen, wenn ich nicht über deinen Blog und Twitter davon gehört hätte. Lauftreffs und Wettkämpfe haben wir weiterhin auch, aber noch viel mehr Optionen uns über unser Hobby auszutauschen und Läufer über Grenzen hinweg kennen zu lernen. Ich bin in Communities wie Twitter, Runnersworld Forum, Achim-Achilles, Nike+ aktiv und habe sogar bei Wettkämpfen dadurch schon Leute getroffen, mit denen man sonst nicht in Kontakt gekommen wäre. Das finde ich toll.</p>
<p><strong>12. Gibt es einen Punkt oder eine Situation beim Marathon, vor der Du Angst oder Respekt hast? Gab es schon Begegnungen mit dem &#8220;Hammer-Mann&#8221;?</strong><br />
Meine schlimmste Erfahrung bis jetzt war der Untertagemarathon in Sondershausen. Da gilt es die 42 km 700m unter der Erde durch Stollen bei 25-28°C zu laufen auf einer Strecke mit über 1200 Höhenmetern. Ich war schlecht vorbereitet, zu wenig Schlaf, zu wenig Kohlenhydrate in den Tagen zuvor, nicht ausreichend getrunken vorm Start, es kam alles zusammen. Die erste Hälfte lief noch nach Plan, danach bin ich so so schnell eingebrochen, unglaublich. Mein Zwerchfell verkrampfte, ich konnte nur noch flach atmen, hatte keine Kraft mehr. Von den letzten acht Kilometern bin ich das meiste gegangen, aber irgendwie hab ich die Ziellinie taumelnd überquert. Das hat mich immerhin gelehrt, niemals einen Marathon zu unterschätzen, nur weil man schon ein paar gute Läufe hatte. Ohne Vorbereitung geht nichts und da meine ich nicht in erster Linie die offensichtliche, sportliche Vorbereitung, sondern Themen wie Ernährung oder Erholung. Ich kann nur den Läuferspruch zitieren: Marathons werden auch mit Erfahrung nicht kürzer.</p>
<p><strong>13. Wie sieht Dein Training aus, um mehrere Marathons in kürzester Zeit zu bewältigen? Trainierst Du nach Trainingsplan oder mehr frei nach Lust und Laune?</strong><br />
Nach Trainingsplan mache ich jetzt während der Aktion natürlich nichts mehr, da gibt es einfach keinen geeigneten Plan. Bei meinen ersten beiden Marathonvorbereitungen habe ich mich schon an Plänen orientiert, aber jetzt versuche ich nur noch regelmäßig zu laufen, ausreichend Kilometer zu machen und mich auf einem Level zu halten. Wenn ich im Sommer oft im Drei-Wochen-Rhythmus laufe, kann man sich nicht weiterentwickeln, wenn man eine Woche Regeneration nach und eine Woche Tapering vor dem Marathon einrechnet.</p>
<p><strong>14. Vielen Dank für Deine Antworten, was sind Deine nächsten Ziele für 2010&#8230;?</strong><br />
Natürlich ist das große Ziel für 2010 diese verrückte Aktion, die du dir ausgedacht hast, durchzuhalten und beenden! Ein Traum, der noch in meinem Hinterkopf ist: Vielleicht bis Berlin Ende September so schnell zu werden, dass ich mich für Bosten qualifizien könnte&#8230; Außerdem könnte ich mir vorstellen, mich mit dem Corsica Coast Race zu belohnen, falls ich die 16 wirklich schaffe.</p>

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		<title>Interview mit den Runningfreaks</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 08:53:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als nächstes möchte ich die Gelegenheit nutzen, um das Läuferpaar Melanie und Steffen vorzustellen. Beide sind im Internet unter runningfreaks.de zu finden und zu erleben. 1. Hallo Melanie und Steffen, kurz zu Eurer Vorstellung: Wer seid Ihr? Was macht Ihr?&#8230; Jo, ich fange dann halt mal an. Ich bin der Steffen, 40 Jahre alt, als Informationsverarbeitungstechniker in der Datenverarbeitung eines Pharmaunternehmens in Familienbesitz tätig und meine Passion ist das Laufen. Außerdem bin ich noch im Vorstand und im Herrenkomitee unseres Karnevalsvereins, also ein Vollblutfastnachter. Mein [...]]]></description>
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<p>Als nächstes möchte ich die Gelegenheit nutzen, um das Läuferpaar Melanie und Steffen vorzustellen. Beide sind im Internet unter <a title="Runningfreaks" href="http://www.runningfreaks.de" target="_blank">runningfreaks.de</a> zu finden und zu erleben.</p>
<p><strong>1. Hallo Melanie und Steffen, kurz zu Eurer Vorstellung: Wer seid Ihr? Was macht Ihr?&#8230;</strong><br />
Jo, ich fange dann halt mal an. Ich bin der Steffen, 40 Jahre alt, als Informationsverarbeitungstechniker in der Datenverarbeitung eines Pharmaunternehmens in Familienbesitz tätig und meine Passion ist das Laufen. Außerdem bin ich noch im Vorstand und im Herrenkomitee unseres Karnevalsvereins, also ein Vollblutfastnachter.</p>
<p>Mein Schatz Melanie, mit der ich das unwahrscheinliches Glück habe seit über 11 Jahren sehr glücklich verheiratet zu sein, ist 38 Jahre alt und hat einen sehr stressigen Job in einer Radiologischen Gemeinschaftspraxis in Mainz. Auch sie ist narrisch und dem entsprechend im Damenkomitee des gleichen Vereines.</p>
<p>Außerdem schauen wir uns sehr gerne Horrorfilme in unserem Homecinema an, lieben die Musik und lesen auch sehr gerne einmal ein gutes Buch.</p>
<div id="attachment_1371" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1371" title="Darmstadt Marathon 2009" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Darmstadtmarathon-2009-300x200.jpg" alt="Darmstadt Marathon 2009" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Darmstadt Marathon 2009</p></div>
<p><strong>2. Solange seid Ihr zwei beiden auch noch nicht als ambitionierte Läufer dabei. Welche Gründe gab es für Euch, mit dem intensiveren Laufen zu beginnen und was sorgte dafür, dass Ihr auch dabei geblieben seid?</strong><br />
Gründe mit dem intensiven Laufen zu beginnen, schwierig zu Beantworten. Also einmal die Woche für etwa 1 Stunde Laufen und einmal die Woche Krafttraining machen wir eigentlich schon seit ungefähr 9 Jahren, das ist etwa so lange wie wir nicht mehr rauchen. Durch mein Abendstudium war das allerdings zum Ende hin leider aus Zeitgründen nicht mehr so möglich, sodass ich etwa ein Jahr gar nichts mehr gemacht habe. Das war von Sommer 2006 bis Sommer 2007.  Doch, eines habe ich da gemacht, mich nämlich von 73 Kg auf 82 Kg hochgefuttert.</p>
<p>Als der Abschluss dann endlich geschafft war, das war im Juni 2007, stelle sich die Frage, wie man das wieder los werden könnte, denn wohlgefühlt habe ich mich so überhaupt nicht. Gut, von einem mal Laufen und einem mal Krafttraining in der Woche würde da auch nicht viel passieren, also haben wir uns dazu entschieden 2 &#8211; 3 mal in der Woche laufen, damals nannten wir das noch joggen, zu gehen. Doch mir war schnell klar, ohne langfristiges Ziel hören wir damit ganz schnell wieder auf. Da habe ich meinen Schatz gefragt, welche Ideen sie denn so hätte und da sagte sie: &#8220;Lass uns einen Marathon laufen&#8221;! Und so haben wir es dann auch gemacht.</p>
<p>Ein Trainingsplan wurde erstellt und so debütierten wir gemeinsam im Mai 2008 beim Gutenberg Marathon in Mainz mit einer Zeit von 4:28, und zwar ohne Schmerzen und mit einem breiten Lachen im Gesicht. Wir fragten uns dann: “Und nun, was machen wir nun? So hart war das doch jetzt gar nicht, war das schon alles“? Also steckten wir uns neue Ziele. Es folgte mein Ultramarathondebüt im August 2008 in Leipzig und mein zweiter Marathon in Darmstadt einen Monat später. Die Ziele waren da jeweils anders, in Leipzig war es einzig das Finishen, in Darmstadt eine neue Persönliche Bestzeit aufzustellen. Und so ging das dann 2009 munter weiter.</p>
<p>Mittlerweile habe ich 7 Marathons, 5 Ultras über 50 Km, einen 6-Stundenlauf über knapp 70 Km und sogar einen 100er auf meinem Konto. Auch Melanie ist mit 6 Marathons und einem 50er gut dabei. Warum wir dabei geblieben sind? Weil es so verdammt viel Spaß macht, man viel sieht und wahnsinnig viele nette Menschen dadurch kennen lernen darf.</p>
<p><strong>3. Was hat sich in Eurem Leben, außer der Fitness, verändert seitdem Ihr lauft? Würdet Ihr die These bestätigen, dass Laufen ruhiger und ausgeglichener macht?</strong><br />
Erst einmal zu einem großen Teil der Freundeskreis, denn für so manchen sind wir einfach nur verrückt und bekommen auch recht wenig Verständnis für unsere Leidenschaft entgegen gebracht. Da hat sich einiges in Richtung Läufer hin verschoben, ist ja auch irgendwo völlig normal, wie ich denke. Sehr viele Menschen haben aber auch inzwischen Respekt für die von uns erbrachten Leistungen und bewundern uns sogar ob der von uns an den Tag gelegten Disziplin und unserem Durchhaltevermögen. Einige Staunen über unseren sehr guten Gesundheitszustand, kennen sie uns doch noch aus früheren Zeiten mit all unseren Wehwehchen.</p>
<p>Ob Laufen ruhiger und ausgeglichener macht? Absolut, und nicht nur das. Es macht einen selbst viel zufriedener, dankbarer, wertschätzender, man läuft buchstäblich mit ganz anderen und viel offeneren Augen durch die Gegend, sieht vieles ganz anders, genießt mehr und kann sich auch an den winzigsten Kleinigkeiten hoch erfreuen. Man nimmt die Welt zuweilen auf einer ganz anderen Ebene wahr, viel intensiver, viel wacher.</p>
<p>Auch sich selbst lernt man ganz neu kennen. Man lernt sogar, wie ich es immer so gerne ausdrücke, eine komplett neue Sprache, nämlich die seines Körpers. Und der hat eine Menge zu erzählen, ständig, man konnte ihn früher nur nicht recht verstehen. Heute weiß ich viel mehr über mich als noch vor 3 Jahren. Ich weiß zu welchen Leistungen ich in der Lage bin, was mein Körper braucht, kenne aber auch seine Warnsignale und reagiere entsprechend auf sie. Das ich meinen Organismus gelernt habe zu verstehen dankt er mir dann mit Verletzungsfreiheit und immer wieder fantastisch gemeisterten Herausforderungen. Das war aber ein langer Prozess und ist erst nach und nach passiert, natürlich auch mit dem einen oder anderen Fehler. Doch aus diesen habe ich gelernt und das ist das Wichtigste. Und die Sprache umfasst z.B. Ernährung, korrekte Belastung, benötigte Regeneration, Trainingsplananpassung, nur um einige einmal zu nennen.</p>
<div id="attachment_1372" class="wp-caption alignnone" style="width: 234px"><img class="size-medium wp-image-1372" title="Erster Marathon - Gutenbergmarathon 2008" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Erster-Marathon-Gutenbergmarathon-2008-224x300.jpg" alt="Erster Marathon - Gutenbergmarathon 2008" width="224" height="300" /><p class="wp-caption-text">Erster Marathon - Gutenbergmarathon 2008</p></div>
<p><strong>4. Laufmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Ihr es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen?</strong><br />
Wir haben das Pech ungewollt kinderlos zu sein, das heißt viele Verpflichtungen, wie sie Gleichaltrige haben, fallen bei uns dadurch weg. Ich denke das ist, was das Laufen betrifft, ein Vorteil. Zumindest versetzt es uns in die glückliche Lage, etwa 70 % aller Läufe gemeinsam bestreiten zu können, die sonst wohl eher zeitversetzt stattfinden müssten. Aber ganz grundsätzlich bin ich der Meinung das jeder, ausnahmslos jeder Zeit zum Laufen hat. Man muss ja nicht wie wir zwischen 70 und 100 Km in der Woche laufen, aber ich denke 2 &#8211; 3 Stunden und somit etwa 20 &#8211; 30 Km ist wirklich für jeden machbar und würde vom Trainingsumfang immerhin für einen Halbmarathon reichen.</p>
<p>Ich sage es einmal so, in der Zeit, in der andere Fernsehen, laufen wir, wenn viele glauben sich nach der Arbeit erst einmal eine Stunde auf die Couch legen zu müssen, ja auch da laufen wir. Rechnet das mal auf 5 Arbeitstage hoch sind das schon über 5 Stunden, reicht doch, oder? Und dann gibt es ja noch ganz andere Möglichkeiten, man kann ja auch zur Arbeit laufen, oder von der Arbeit nach Hause laufen, ach es gibt so viele Möglichkeiten. Ich denke es liegt einfach am Willen und an der Gewohnheit. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier mit zuweilen schwachem Willen.</p>
<p>Klar lassen wir auch einmal eine Einheit ausfallen oder wir stellen das Training sogar während des Trainings selbst kurzerhand um. Zu Beginn unseres Laufens haben wir streng nach Plan trainiert, heute gibt es nur noch ein grobes Gerüst und was gemacht wird entscheidet dann oftmals unsere jeweilige Verfassung. Und wenn es einmal nicht geht wird es eben einfach auf morgen verschoben. Wir sehen das nicht mehr so eng wie noch vor zwei Jahren. Einzig die grundsätzlichen Trainingsprinzipien werden nach wie vor eingehalten.</p>
<p><strong>5. Ich gewinne oft den Eindruck, dass Menschen sich und Ihren Körper überfordern, weil sie neben der Arbeit auch die Familie und Haus, Hof und Garten versorgen müssen,  Sport muss auch noch sein und eine gesunde Ernährung ist Pflicht. Oft erscheint es wie ein Zwang und es ist fraglich, ob dies der Weg zur Zufriedenheit sein kann.  Wie geht Ihr mit diesem Leistungsdruck, immer den &#8220;Mann&#8221; oder die &#8220;Frau&#8221; stehen zu müssen, um?</strong><br />
Leistungsdruck? Nein, den lassen wir erst gar nicht aufkommen. Wem sollen wir denn was beweisen? Niemandem außer uns selbst. Wir haben auch Verpflichtungen und Haus und Hof fordern auch ihren Teil, doch sagen wir auch oft genug: &#8220;Na und, dann bleibt es eben liegen und wird erst später erledigt&#8221;. Von diesem Zwang des Funktionierens haben wir uns weitestgehend loslösen können und das ist auch gut so. Klar, viele Dinge müssen gemacht werden, doch wenn man die gut plant ist das normalerweise auch stressfrei zu bewerkstelligen.</p>
<p>Und Sport, also das Laufen, MUSS nicht sein, es DARF sein, es ist ein Geschenk, wir brauche es, es ist unser Lebenselixier, so wichtig wie unser täglich Brot und Wasser, so selbstverständlich wie das Aufstehen, die Morgentoilette, das Frühstück usw. Bewegen wir uns einen Tag nicht geht das noch, gerade so, am zweiten ist es dann aber auch schon zu viel, da müssen wir raus, uns bewegen, an die frische Luft.</p>
<p>Nein, Laufen ist ein Darf und absolutes Vergnügen, keine Pflicht und kein Zwang. Es ist Balsam für Körper, Geist und Seele. Wenn es Pflicht wäre würden wir sofort damit aufhören.</p>
<p><strong>6. Im Internet seid Ihr aktiv mit Eurer Website <a title="Runningfreaks" href="http://www.runningfreaks.de" target="_blank">runningfreaks.de</a>. Habt Ihr durch Eure Aktivitäten schon neue Laufbekanntschaften schließen können und wie wichtig ist Euch die Vernetzung im Internet?</strong><br />
Oh ja, sowohl virtuell als auch in der Realität. Und die sind alle samt sehr positiv. Manchmal haben wir das Gefühl wir Läufer sind alle eine riesige Familie. Es gibt auch sehr viele Läufer, die wir unbedingt noch persönlich kennen lernen möchten, deren Denkweisen uns sehr interessieren und deren Leistungen und Lebenseinstellungen uns unglaublich faszinieren. Oft ist es aber auch umgekehrt, da lernt man sich im echten Läuferleben bei irgend einem Event kennen und hält über das Medium Internet weiterhin den Kontakt aufrecht. Insofern ist uns beides sehr wichtig. Die Website gibt aber auch die Möglichkeit Wissen und Erfahrungen weiter zu geben, umgekehrt sich aber auch viele nützliche Tipps dort, beispielsweise als Kommentar im Blog, geben zu lassen. Oft tut es aber auch einfach mal gut über diesen Weg getröstet zu werden, auch einmal Mut zugesprochen zu bekommen oder für eine erbrachte Leistung gelobt zu werden.</p>
<div id="attachment_1373" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1373" title="Immer für einen Spaß zu haben" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Immer-für-einen-Spaß-zu-haben-300x199.jpg" alt="Immer für einen Spaß zu haben" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Immer für einen Spaß zu haben</p></div>
<p><strong>7. Ihr seid ein Läuferpaar: Ist da manchmal eine gewisser Konkurrenzkampf vorhanden, z.B. ich will mehr Kilometer machen als mein Partner? Ist Euch das gemeinsame Laufen wichtig oder sollte auch jeder mal seine eigenen läuferischen Wege gehen?</strong><br />
Konkurrenzkampf gibt es bei uns nicht, aus dem ganz einfachen Grund, da ich um einiges schneller bin als mein Schatz.Das hängt mit unserer Jugend zusammen, während Melanie früher noch nie Sport getrieben hat, war ich in meiner Jugend sportlich ganz gut unterwegs. Erst Fußball, später Mehrkampf in der Leichtathletik im Leistungskader des USC-Mainz inklusive der Teilnahme an den Landesjugendmeisterschaften. Doch damit war dann aufgrund einer Verletzung von meinem 16. bis zu meinem 31. Lebensjahr Schluss. Doch die &#8220;Vorbelastung&#8221; macht sich heute doch deutlich bemerkbar.</p>
<p>Das ist aber auch völlig egal, klar, manchmal ist sie schon etwas neidisch auf mein Tempo, doch ich bin ja auch neidisch auf andere Läufer, wo ist da jetzt der Unterschied? Außerdem ist das doch auch ganz egal, jeder läuft sein Tempo und laufen wir gemeinsam passe ich mein Tempo an das Ihrige an, so einfach ist das.</p>
<p>Nein, wir sehen es als riesigen Vorteil an etwa 80 % aller Läufe gemeinsam absolvieren zu können, ab und an aber auch einmal einen Lauf alleine machen zu können. Gleiches gilt bei Wettkämpfen, etwa die Hälfte bestreiten wir zusammen, mein Schatz versucht ihr jeweiliges Ziel zu erreichen, während das für mich dann eher ein prima Trainingslauf ist, den ich unter anderem zum Bildermachen und Filmen nutze. Dann gibt es wieder Rennen, die wir getrennt bestreiten, da jeder eben sein eigens Ziel verfolgt und somit sein eigenes Tempo läuft. Beides hat eben auf seine Weise seinen Reiz.</p>
<p>Die gemeinsamen Trainingsläufe aber genießen wir besonders und es kommt nicht selten vor, dass wir im absoluten Gleichschritt daher laufen. Nicht, dass wir es bewusst so wollten, es passiert einfach und gibt uns immer wieder ein tolles Gefühl der Einheit und Gemeinsamkeit, einfach unbeschreiblich und das wollten wir auch nicht mehr missen.</p>
<p>Ja, uns ist das gemeinsame Laufen sehr wichtig, sowohl im Training als auch im Wettkampf.</p>
<p><strong>8. Die Motivation spielt im Sport immer wieder eine große Rolle. Wie motiviert Ihr Euch zu immer neuen Taten im Training und Wettkampf?</strong><br />
Oh je, da gibt es so unendlich viele Gründe, wo soll man da nur anfangen? Mit den Antworten zu den Fragen 2 und 3 haben wir ja schon einiges genannt. Die Motivation beim Training kommt aber auch aus ganz einfachen Situationen heraus, man erfreut sich an dem Sonnenschein, der Natur, der Laufstrecke, an der Bewegung, an dem wunderen Gefühl während und nach dem Laufen. Oftmals freut man sich auch auf eine Strecke die man noch nicht kennt, an neuen Schuhen, die man einlaufen darf, an einem neuen Shirt, einer Hose, auf eine bestimmte Musik, gibt es eigentlich etwas, was nicht motivierend wirken kann?</p>
<p>Beim Wettkampf verhält sich das ähnlich, mal ist es der Ehrgeiz eine neue Bestzeit zu erreichen, dann aber auch einfach die Tatsache, eine neue Herausforderung zu bestehen, oder die Freude auf einen wunderschönen Landschaftslauf, auf die Natur, die vielen netten Läufer die man dort trifft, die Atmosphäre des jeweiligen Events, die vielen Zuschauer, die einen anfeuern, oft aber auch einfach das Drumherum, oder alles zusammen? Auch hier gibt es kaum etwas, was nicht motivierend wirken kann.</p>
<p>Die Hauptmotivation ist sowieso das Laufen selbst.</p>
<div id="attachment_1374" class="wp-caption alignnone" style="width: 234px"><img class="size-medium wp-image-1374" title="Leipzig 2009 - Steffen 48 Km-Melanie 41 Km" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Leipzig-2009-Steffen-48-Km-Melanie-41-Km-224x300.jpg" alt="Leipzig 2009 - Steffen 48 Km-Melanie 41 Km" width="224" height="300" /><p class="wp-caption-text">Leipzig 2009 - Steffen 48 Km-Melanie 41 Km</p></div>
<p><strong>9. Was würdet Ihr Einsteigern auf dem Weg zur einer &#8220;Laufkarriere&#8221; mitgeben? Gibt es da Tipps oder Erfahrungen, die Ihr teilen könnt?</strong><br />
Wir sind keine allwissenden Laufpäpste, wirklich nicht. Da gibt es jede Menge Läufer, die über weitaus mehr Erfahrung verfügen wie wir. Aber wir denken es gibt ein paar Grundsätze die man beachten sollte. Langsam aber konstant mit dem Laufen beginnen, nur ganz allmählich steigern, sowohl Intensität als auch Umfang und niemals beides zusammen, Ruhephasen einlegen, auf seinen Körper hören, auch mal kürzer treten wenn es sein muss, sich zu Beginn kleine, aber erreichbare Ziele stecken, diese dann bei einsetzendem Erfolg ebenfalls langsam steigern, Gymnastik und Krafttraining nicht vergessen und vor allem immer den Spaß beim Laufen behalten. Laufen darf niemals zum Zwang oder zum Muss werden.</p>
<p><strong>10. Schon lange ist Marathon und Ultralauf nicht nur was für Verrückte. Woher kommt Eurer Meinung nach der Drang von Menschen, nach immer größeren Herausforderungen zu streben?</strong><br />
Die Frage ist für uns erst einmal „Was ist eine größere Herausforderung?“, ich meine, wer definiert das? Wenn ein Marathon nicht 42,195 Km wäre, sondern 50 Km, wäre dann ein 100 Kilometerlauf eine größere Herausforderung? Ich weiß es nicht, dies sei nur mal so am Rande bemerkt.</p>
<p>Bei uns ist es so, dass wir uns nach unserem ersten gefinishten Marathon gefragt haben: „War es das jetzt, ist das wirklich schon alles, keine Schmerzen, nur ein wenig Muskelkater, sonst nichts“? Dann lasen wir, dass es auch 50 Km-Läufe gibt, prompt haben wir uns zu einem angemeldet. Resultat genau wie nach dem ersten Marathon. Also ging es weiter, sodass sogar die 100 Km erfolgreich und ohne Probleme gefinisht wurden. Und was kommt jetzt? Keine Ahnung. Wir denken jeder möchte für sich seine Grenzerfahrungen machen, seinen Körper mal so richtig kennenlernen, einfach mehr über sich erfahren, Grenzen überschreiten und entdecken, zu was er alles in der Lage ist. Außerdem wird man mit der Zeit auch mental unglaublich stark, man weiß zu was man in der Lage ist, welche Ausdauer man hat und davon profitiert man auch sehr in seinem normalen Leben, egal ob beruflich oder privat. Also wir haben unsere Grenzen auf jeden Fall bis heute noch nicht herausgefunden.</p>
<p><strong>11. Wie steht Ihr zu Trainingsplänen und zur neuesten Technik wie Garmin Forerunner?</strong><br />
Auch wir bedienen uns zur Trainingskontrolle und auch zur Steuerung der modernen Technik, allerdings gehören wir zur Fraktion der Polarnutzer. Da dann allerdings das Topmodell. Sagen wir es mal ganz ehrlich so, brauchen würden wir diese Technik wahrscheinlich nicht unbedingt, es ist aber ohne Zweifel ein schönes Spielzeug. Mit der Zeit hat man als Läufer gelernt anhand des gefühlten Pulses und der Atmung sein Tempo richtig einzuschätzen und wäre auch ohne Laufcomputer in der Lage, sein Training korrekt durchzuführen. Für Anfänger ist es allerdings fast unverzichtbar.</p>
<p>Was Trainingspläne angeht kommen wir mehr und mehr davon ab. Na ja, nicht ganz, wir haben wohl einen, passen diesen aber täglich an unsere momentane Verfassung und an den Tagesablauf an. Er dient uns so zu sagen lediglich als grober Anhaltspunkt und Richtschnur.</p>
<p><strong>12. Sind intensive Planung und beste Technik wirklich für Läufer immer hilfreich oder können sie auch ein Hemmschuh sein?</strong><br />
Also ich gehöre zu den Läufern, für die eine akribische Vorbereitung und Planung ein absolutes Muss ist. Es ist doch wie in der Schule, oder? Je besser man für eine Arbeit oder Klausur vorbereitet ist, umso entspannter und gelassener ist man dann auch und das zahlt sich schließlich auch in guten Noten aus. Ich denke beim Laufen ist es ganz ähnlich. Und unter einer guten Vorbereitung verstehe ich auch eine mentale Vorbereitung auf das, was da kommt. Ich persönlich denke mir so ziemlich alles aus, was während eines Wettkampfes z.B. so alles passieren könnte. Trifft es dann ein bleibe ich ganz entspannt, habe ich doch schon mindestens eine Lösung parat. Ich denke das ist ganz wichtig und viele unterschätzen diese Art des Trainings oder dieser Vorbereitung. Was soll mich denn bitte schön noch aufhalten, wenn ich im Kopf stark bin? Beste Technik würde mir da nicht weiter helfen, dem entsprechend messe ich ihr eine viel niedrigere Bedeutung zu. Es ist wie beim Training, eine schöne Kontrolle, ein schönes Spielzeug, aber brauchen tue ich es eigentlich nicht.</p>
<div id="attachment_1375" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1375" title="Zieleinlauf Berlin 2009" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Zieleinlauf-Berlin-2009-300x199.jpg" alt="Zieleinlauf Berlin 2009" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Zieleinlauf Berlin 2009</p></div>
<p><strong>13. Ihr lauft mit offenen Augen durch die Welt und habt dadurch das Projekt: <a title="Platte" href="http://www.platte.runningfreaks.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=49&amp;Itemid=28" target="_blank">&#8220;Laufend etwas bewegen.&#8221;</a> ins Leben gerufen. Was ist das Ziel dieses Projektes und was macht es aus?</strong><br />
Ziel dieses Projektes ist es ganz gezielt bedürftigen direkt bei uns vor Ort ganz unbürokratisch zu helfen. Es gibt so viele Hilfsaktionen für das Ausland, auch wir unterstützen ja ein Patenkind, das auf den Philippinen lebt, aber wir haben es selbst mehrfach gesehen, Armut gibt es auch bei uns, direkt vor der Haustüre. Warum engagiert sich niemand für diese Menschen? Und genau das haben wir uns auch gefragt. Das Besondere an diesem Projekt ist die Tatsache, dass sich sowohl Läufer als auch Nichtläufer daran beteiligen können. Läufer sogar nicht nur mit Geld, sondern auch mit ihrer eigenen läuferischen Leistung. Wir denken das motiviert zusätzlich und sorgt außerdem dafür, dass man sich noch mehr mit diesem Projekt verbunden fühlt. Außerdem ist dies eine sehr dynamische Aktion die sich erst mit der Zeit entwickelt und das macht sie auch so spannend. Es gibt eine eigene Homepage, die stets aktuell gehalten wird und auf der jeder nachschauen kann, wie viele Spender es mittlerweile gibt und wie hoch der bereits erlaufene Spendenbetrag ist.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist der, dass ganz zum Schluss jeder Spender durch eine Abstimmung mit entscheiden kann, für was genau das Geld eingesetzt wird. Des weiteren gibt es eine offizielle Spendenübergabe bei der jeder Spender Teilnehmen kann und so die Möglichkeit haben wird, die Menschen, für die er gespendet hat, selbst kennen zu lernen und deren Herzlichkeit und Dankbarkeit zu erleben. Auch das motiviert und schafft vor allem auch für Vertrauen und Transparenz, weiß man doch zu 100 % wohin das Geld geht, und zwar jeder einzelne Cent!</p>
<p><strong>14. Was hat Euch dazu bewogen, dieses Projekt ins Leben zu rufen?</strong><br />
Zum einen ist es die Tatsache, dass wir wahnsinnig viele Obdachlose während unserer Trainingsläufe unter Brücken, Unterführungen, Durchgängen usw. haben schlafen sehen – im tiefsten Winter. Und das nicht erst in diesem Jahr, sondern schon die letzten beiden Jahre. Auch an der Tafel, also der Essens- und Lebensmittelausgabe sind wir sehr oft vorbei gelaufen. Das alles hat uns sehr nachdenklich gemacht und so haben wir dann begonnen, uns intensiver damit zu beschäftigen. Die Idee etwas zu tun hatten wir schon länger, alleine die Art und Weise mit der wir etwas tun könnten war uns noch unklar. Ein weiterer Punkt ist der, dass wir, seitdem wir uns damit beschäftigen festgestellt haben, dass es ja wirklich massig Spendenaktionen gibt, aber wirklich keine einzige für diese Bevölkerungsgruppe.</p>
<p>So gibt es jede Menge Aktionen, vor allem der Medien, auch für deutsche Projekte, aber, und das soll jetzt nicht abwertend sein, immer nur für die selben Institutionen wie Behindertenheime, Ein Herz für Kinder, Tierheime, Suchtzentren usw., eben alles Aktionen, die man Medienwirksam an die Öffentlichkeit bringen kann. Ein krankes, trauriges Kind wirkt eben mehr als ein Obdachloser, der bei Eiseskälte unter einer Brücke schläft oder ein Bedürftiger, der bei der Tafel um etwas zum Essen bittet. Außerdem gibt es da eine regelrechte Lobby, man soll es nicht glauben, besonders Projekte der kirchlichen Träger erhalten auffallend oft Unterstützung durch die Medien, wie bereits gesagt, es lässt sich eben medienwirksamer verkaufen und irgendwie erinnert das schon sehr stark an Politik, die im Übrigen ebenfalls ordentlich mitmischt. Wir haben das ja selbst schon festgestellt, weder Radio, noch TV oder die Tageszeitung zeigten Interesse an unserer Aktion, einzig das wöchentlich erscheinende Wochenblatt war begeistert davon. Übrigens läuft deren Redakteurin mittlerweile ebenfalls für unsere Aktion. Schlage selbst einmal die Zeitung auf oder achte im Fernsehen darauf und Du wirst feststellen, dass es so ist wie wir es beschreiben. Obdachlose haben keine Lobby, sie sind eine Randgruppe die niemand in seiner Nähe haben will, überall werden sie aus den Städten verbannt, niemand beachtet sie, traurig.</p>
<p><strong>15. Spendenaktionen in der Laufszene scheinen zur Zeit hoch im Kurs zu stehen, siehe auch Run4Haiti. Was kann  wirklich durch diese Spendenaktionen bewegt werden?</strong><br />
Wir, und damit spreche ich nur für unsere Aktion, wollen erreichen, dass es ein nachhaltiges Bewusstsein für bedürftige Menschen in Deutschland, besonders in unserer Stadt gibt. Wir wollen erreichen, dass man diese Menschen nicht vergisst und sie ignoriert, es kann jeden von uns treffen und zwar schneller, als uns leib sein kann. Job weg, kein Geld mehr, Wohnungsverlust, ohne Wohnung keine Arbeit, glaube mir, es kann wirklich sehr schnell gehen. Durch die Spendenübergabe sollen auch Berührungsängste abgebaut werden und die Spenderdazu bewegt werden, sich weiterhin gemeinsam mit uns für diese Menschen einzusetzen. Nachhaltigkeit, das ist das Ziel. Ich halte nichts davon einfach einen Betrag X irgendwohin zu überweisen und fertig. Mit unserer Art der Spende gibt es viel mehr Möglichkeiten sich aktiv daran zu beteiligen und auch gedanklich damit auseinanderzusetzen.</p>
<p><strong>16. Besteht möglicherweise die Gefahr, dass sich einzelne Initiatoren solcher Aktionen profilieren wollen und die Aktion nur Mittel zum Zweck für das eigene Ego und Presseaufmerksamkeit ist?</strong><br />
Ausschließen kann man das natürlich niemals, das ist klar. Fakt ist aber das man ohne die Presse kaum eine Chance hat etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen. Und wenn es doch diese Medien gibt, warum sollte ich sie dann für den guten Zweck nicht nutzen? Nein, Aufmerksamkeit brauchen wir nicht, nicht für uns, aber wohl für unsere Aktion. Es ist ja auch so, das man ja auch unheimlich viel Zeit in eine solche Sache steckt, teilweise sogar viel Geld. Ich wollte nicht wissen, wie viele Arbeitsstunden in die Aktion „Run4Haiti“ geflossen sind, wie viele schlaflose Nächte das gekostet hat, da wurde sehr viel Herzblut investiert und ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas nur macht um sich zu profilieren. Auch wir haben sehr viel Zeit in unsere Aktion gesteckt, inklusive eigener Homepage usw., nein, das macht niemand um Aufmerksamkeit in der Presse zu bekommen. Wir auf alle Fälle nicht. Wir machen das, weil wir es aus tiefstem Herzen machen wollen und es uns wichtig ist, für diese Menschen etwas zu tun.</p>
<p><strong>17. Was war für Euch bisher das schönste Lauferlebnis, das Ihr erlebt habt?</strong><br />
Grundsätzlich ist jeder lauf ein besonderes Lauferlebnis, weil jeder auf seine Art einzigartig ist. Was die Wettkämpfe angeht waren es folgende:</p>
<p>Für Melanie war der schönste Lauf mit Abstand der 50iger in Leipzig im August 2009, da hat einfach alles gepasst. Tolles Wetter, wunderbare Strecke, wahnsinnig nette Leute und eine einzigartige Atmosphäre haben dort für ein ganz entspanntes und unvergessliches Lauferlebnis gesorgt. Es war alles so richtig familiär, auch und besonders vor und nach dem Lauf selbst.</p>
<p>Bei mir ist es schwer zu sagen, eigentlich hat jeder Wettkampf etwas besonderes. Gut, der erste gefinishte Marathon 2008 ist wohl genauso unvergesslich wie der erste absolvierte 100er, der übrigens auch in Leipzig 2009 stattfand. Aber auch der 6-Stundnlauf in Troisdorf November 2009 hat etwas besonderes. Warum? Ich möchte es so beschreiben, es lief dort eigentlich überhaupt nichts rund, ich war saft- und kraftlos,  fast der gesamte Lauf wurde nur aus dem Kopf gelaufen und trotzdem sind 69,150 Km dabei herausgekommen. Eine Leistung, von der der ich vorher noch nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Auch ein solcher, sagen wir mal Kampflauf, ist doch auch ein schönes Erlebnis, oder?</p>
<p>Aber nochmal, wäre nicht jeder Lauf etwas besonderes,  würden wir dann überhaupt noch laufen?</p>
<div id="attachment_1377" class="wp-caption alignnone" style="width: 211px"><img class="size-medium wp-image-1377" title="Siebengebirgsmarathon 2009" src="http://www.laufe-marathon.de/wp-content/uploads/2010/02/Siebengebirgsmarathon-20091-201x300.jpg" alt="Siebengebirgsmarathon 2009" width="201" height="300" /><p class="wp-caption-text">Siebengebirgsmarathon 2009</p></div>
<p><strong>18. Jeder Läufer kennt kleine oder größere Krisen im Wettkampf. Gab es Erfahrungen, die Ihr schon machen musstet und welche blieben Euch da besonders in Erinnerung?</strong><br />
Bei Melanie war es ohne Zweifel der Berlinmarathon 2009. Nach dem Tod ihres Vaters im Sommer des gleichen Jahres, den wochenlangen Querelen auf ihrer Arbeitsstelle mit tagelanger Schlaflosigkeit und dementsprechend schlechter Vorbereitung wollte sie ihn völlig entkräftet trotzdem unbedingt laufen. Die ersten 20 Km gingen ja noch, doch dann war jeder Schritt eine einzige Qual, der Puls war viel zu hoch und sie hatte überhaupt keine Kraft mehr. Doch aufgeben wollte sie nicht, sie wollte unbedingt durch das Brandenburger Tor laufen, für ihren Vater, für sich selbst und hat das dann auch mit unbändiger Willenskraft tatsächlich geschafft. Als sie nach 4:28 Stunden dort durch das Ziel lief stand ein Schotte mit seinem Dudelsack auf der Zielgeraden und spielte dort ganz alleine Amazing Grace. Es war eine einzigartige Atmosphäre, ein unbeschreibliches Gänsehautgefühl, diese Melodie und die applaudierenden Zuschauer und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie unter Tränen durch das Ziel lief, völlig fertig aber überglücklich. Diesen Lauf mit 22 Km Kampf um jeden Meter, vor allem aber der Zieleinlauf, wird sie niemals vergessen.</p>
<p>Was mich angeht ist es nur der 6-Stundenlauf in Troisdorf gewesen, bei dem ich wirklich sehr kämpfen musste. Obwohl, wenn ich an den 50iger in Rodgau bei tiefem Schnee und Eis 2010 denke, das war auch ein unglaublich harter Lauf und hatte auf den letzten 15 Km wirklich nichts mehr mit Vergnügen zu tun gehabt. Aber auch solche Läufe muss es geben, denn erst so weiß man andere entsprechend zu schätzen, oder?</p>
<p><strong>19. Vielen Dank für das Interview. Auf was von den <a title="Runningfreaks" href="http://www.runningfreaks.de" target="_blank">runningfreaks</a> dürfen wir uns in nächster Zeit freuen?</strong><br />
Sagen wir es doch einmal so, wenn uns vor vier Jahren jemand erzählt hätte, dass wir jemals einen Marathon oder gar 50 oder 100 Km laufen würden, den hätten wir ihn für total verrückt erklärt. Das Jahr 2010 ist voll mit neuen Herausforderungen, wir sind selbst gespannt ob wir in der Lage sind, diese alle zu schaffen. Niemand weiß was die Zukunft bringt und genau das macht sie ja so spannend, oder?</p>
<p>Auch von uns ein ganz herzlichen Dank an Dich für die tollen, anspruchs- und niveauvollen Fragen, hat wirklich sehr viel Spaß gemacht sie zu beantworten. Und glaube mir, zu so Manchem könnte man noch so einiges schreiben <img src='http://www.laufe-marathon.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> !</p>

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		<title>Interview mit der Läuferin Diana</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 07:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weiter geht es mit der Reihe: Läufer Interviews. Heut stand mir Diana/67dh Rede und Antwort. 1. Hallo Diana. Wer bist Du, was machst Du? Gib mal einen kurzen Einblick in Deine Person. Was war Deine größte Motivation, mit dem Laufen zu beginnen? Hi, genau, ich bin Diana und seit über 10 Jahren vom Lauffieber befallen. Und dabei waren Ausdauersportarten anfangs überhaupt nicht mein Fall. Ich brauchte sogar mehrere Anstöße bis ich Gefallen am Laufen fand. Der erste Abstecher in die Welt des Läufers war dann [...]]]></description>
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<p>Weiter geht es mit der Reihe: <a title="Läufer Interviews" href="http://www.laufe-marathon.de/2009/09/08/lauf-interviews/" target="_blank">Läufer Interviews</a>. Heut stand mir <a title="Diana" href="http://twitter.com/67dh" target="_blank">Diana/67dh</a> Rede und Antwort.</p>
<p><strong>1. Hallo <a title="Diana bei Twitter" href="http://twitter.com/67dh" target="_blank">Diana</a>. Wer bist Du, was machst Du? Gib mal einen kurzen Einblick in Deine Person. Was war Deine größte Motivation, mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
Hi, genau, ich bin Diana und seit über 10 Jahren vom Lauffieber befallen.<br />
Und dabei waren Ausdauersportarten anfangs überhaupt nicht mein Fall. Ich brauchte sogar mehrere Anstöße bis ich Gefallen am Laufen fand.<br />
Der erste Abstecher in die Welt des Läufers war dann wohl auch eher aus der Not heraus als wirklich freiwillig. Cooper-Test in der Schule. Was hab ich den gehasst. Aber mit ner 4 oder schlimmer wollte ich mich nicht zufrieden geben. Also zu Hause eine kleine Runde gesucht und diese mehrmals gelaufen in der Hoffnung es würde was bringen. Spaß? Nicht wirklich. Aber erste Wettkampfgedanken keimten auf. War ich schneller als beim letzten Mal? Wer war eher wieder zu Hause, mein Bruder oder ich? Der Cooper-Test fiel dann aber aus, kein Grund und keine Motivation mehr weiterhin zu laufen und meine Laufkarriere war beendet noch bevor sie richtig anfing. Da war ich 15.<br />
Etwa zwei Jahre später ein erneuter Versuch. Diesmal mit dem Ziel etwas Gewicht zu verlieren. Die Kilos purzelten, Ausdauertests in der Schule waren kein Problem mehr. Das Laufen machte auf einmal richtig Spaß.<br />
Ganz um mich geschehen war es nach meinem ersten Wettlauf. Oktober 2001. Da hatte es mich dann so richtig erwischt. Gleich mal Platz 2 in der Altersklassenwertung. Der Ergeiz war geweckt und auf einmal spielten bei meinen Läufen auch Zeiten und Platzierungen eine wichtige Rolle.<br />
Tja, und seitdem bin ich mehr oder weniger erfolgreich bei diversen Laufserien in der Lausitz unterwegs.</p>
<p><strong>2. Was hat sich für Dich im Leben seitdem Du läufst geändert? Welches Lebensgefühl vermittelt Dir das Laufen?</strong><br />
Ich liebe es raus zu gehen und zu laufen. Bei Wind und Wetter. Keine großen Überredungskünste vonnöten. Das Gefühl von ungestört sein. Einfach genießen. Abschalten können. Schlechte Tage vergessen lassen. Allein mit mir und meinen Gedanken. Bewusst in mich hineinhören. Den Körper spüren. Das Jetzt erleben. Laufen bedeutet Glück, Freude, Spaß.<br />
Seitdem ich laufe sind unzählige neue Bekanntschaften in mein Leben getreten von denen ich keine mehr missen möchte. Ich fühle mich wohl, bin so gut wie nie krank (1-2x/Jahr ne leichte Erkältung zählt eigentlich nicht)….ICH WILL LAUFEN!!!!<br />
<strong><br />
3. Du trainierst sehr diszipliniert nach Trainingsplan. Warum? Und bist Du nicht auf Dauer irgendwie Sklave einer Vorgabe?</strong><br />
So ein vorgesetzter Plan hat Vor- und Nachteile, ganz klar. Meine Entscheidungsfreiheit habe ich jedenfalls weitestgehend eingebüßt. Als Sklave würde ich mich aber nicht sehen wollen. Habe mich ja freiwillig dazu entschieden. Und so ein langweiliger Standardplan ist es auch nicht. Um ehrlich zu sein bin ich sogar froh darüber, dass mir endlich mal jemand sagt, was zu nem richtigen Training dazugehört.<br />
Ich war jahrelang konsequenter Planverweigerer und Nach-Lust-und-Laune-drauflos-Läufer. Völlig ahnungslos was man denn beachten und in ein Training einbauen sollte. Stagnierende Laufzeiten inbegriffen. Trainer? Plan? Iwo, brauchte ich nicht.<br />
Warum jetzt? Blicke auf Pläne habe ich schon immer mal geworfen, aber nie auch nur ansatzweise damit begonnen, mal einen umzusetzen. Die Idee, es doch mal ernsthaft anzugehen keimte dann Anfang 2009 wieder in mir auf. Der favorisierte Plan/Trainer war auch gefunden, aber der letzte Schritt ließ noch einige Zeit auf sich warten. Ich glaube bald, mein großes Ziel, beim Sparkassen-LaufCup unter die ersten Drei zu kommen hat mich letztendlich zum durchorganisierten Training getrieben. Meine Prognose im Juni sah mich am Ende auf dem undankbaren vierten Platz. Chancenlos gegen die Laufgruppe von Stephan Freigang. Ich musste, oder besser wollte unbedingt schneller werden. Das war dann wohl der Punkt wo ich mir sagte jetzt oder nie. Und da kam dann zum ersten Mal ein Trainer/Trainingsplan ins Spiel. Mit Erfolg.<br />
Waren mir vorher Bestzeiten weitestgehend egal, will ich jetzt wissen welche Steigerungen möglich sind und ernsthaft auf eine Verbesserung hinarbeiten. Und da gehört für mich ein Plan und Disziplin einfach dazu. Es kam auch noch nie der Gedanke auf, einfach mal den Plan Plan sein zu lassen und nach eigenem Ermessen zu laufen. Noch immer ist alles relativ neu und aufregend, da ich das erste Mal überhaupt nach festen Vorgaben trainiere.</p>
<p><strong>4. Dein Trainingsplan wird von einem Trainer über das Internet erstellt. Erzähle uns doch bitte ein wenig über das System von JK Running und wie zufrieden Du damit bist? Wird wirklich auf individuelle Wünsche eingegangen?</strong><br />
Genau. Seit Juli 2009 lasse ich mir meinen Trainingsplan von JK-Running online erstellen.<br />
Am Ende jeder Woche gebe ich dem Trainer die Tage und die mir zur Verfügung stehende Zeit für die kommende Woche über das Internet bekannt und der Plan, den ich daraufhin erhalte, orientiert sich anhand meiner Vorgaben. Nach jeder Trainingseinheit erhält der Coach Rückmeldung und kann sich ein Bild machen, ggf. wird der Plan innerhalb der laufenden Woche angepasst. Nichts Starres. Man hat das Gefühl, einen echten Trainer an seiner Seite zu haben, obwohl man nicht mehr als ein paar Zahlen und Worte in Textform austauscht.<br />
Ob wirklich alle meine Wünsche (heißt bei mir alle meine Wettkämpfe für Laufserien) in Hinblick auf einen finalen Hauptlauf mit angestrebter neuer Bestzeit berücksichtig werden war anfangs meine größte Sorge. Dachte ja, da wird als erstes mein Wettkampfplan drastisch reduziert. Fast jede Woche ein Lauf, manchmal sogar zwei war ja auch nicht ohne. Aber denkste. Alle mir wichtigen Rennen wurden in die Vorbereitung des Hauptlaufs mit eingebaut. Keins wurde mir ausgeredet. Ansonsten habe ich noch keine Wünsche weiter geäußert. Ich bin zufrieden und kann nur von guten Erfahrungen berichten.<br />
Und deren Methode des Online-Trainings funktioniert. Innerhalb von 15 Wochen nach JK-Running-Trainingsplan neue 5km-, 10km- und Halbmarathonbestzeit sprechen ja für sich, oder? Meine Entscheidung, mich in deren Hände zu begeben habe ich jedenfalls bisher in keinster Weise bereut.</p>
<p><strong>5. Niederlausitzcup und Lausitz Laufserie scheinen für Dich sehr wichtige Cups zu sein, bei denen Du ja auch Erfolge verzeichnen kannst. Wie wichtig sind Dir Wettkämpfe und das Messen mit anderen?</strong><br />
Wenn ich Dir jetzt sage, dass ich im letzten Jahr an 50 Wettkämpfen teilgenommen habe erübrigt sich eigentlich jede weitere Ausführung. Wettkämpfe gehören für mich einfach dazu. Ich kann gar nicht ohne. Gut, vielleicht habe ich es mit den 50 etwas übertrieben. Aber es macht mir einfach Spaß mich mit anderen zu messen. Zeiten spielen dabei gar nicht mal so sehr eine Rolle. Der direkte Kampf um Platzierungen, wenn sich das Rennen erst auf den letzten Metern entscheidet und dabei bis an seine Grenzen gehen (was man im Training so nie machen würde), das macht für mich einen schönen Wettkampf aus. Und im Ziel völlig erschöpft sein, sich nach dem Wieso? Weshalb? Warum? fragen, und kurze Zeit später lächelnd bereits das nächste Rennen planen. Und wenn dabei auch noch Erfolge raus springen, was will man mehr.<br />
<strong><br />
6. Was macht Dir im läuferischen Bereich am meisten Spaß &#8211; Tempo laufen oder einfach gemütliche lockere Läufe &#8211; und warum?</strong><br />
Definitiv Tempo. Ich musste bei JK Running erstmal lernen, langsam zu laufen und es stellt für mich immer noch eine Herausforderung dar. Gern nenne ich dieses Langsamlaufen auch mal etwas abwertend „Rumgeschleiche“ und finde es teilweise echt ätzend. Sobald etwas mehr Tempo erlaubt ist blühe ich auf. Intervalltraining? Gerne. Ich will spüren, dass ich was gemacht habe. Dieses Gefühl was geleistet zu haben, sich angenehm oder auch extrem erschöpft fühlen brauche ich. Das macht mir Spaß. Bei den langsamen Einheiten stimmt schon meine Einstellung nicht und ich mache mir die Läufe daher unnötig selber schwer. Mit bisschen Tempo geht alles so viel leichter.</p>
<p><strong>7. Warum treibt es Deiner Meinung nach immer mehr Menschen zu immer längeren Strecken? Wo könnten die Ursachen für dieses Phänomen liegen und was hältst Du davon?</strong><br />
Gute Frage. Mich treibt nämlich überhaupt nichts zu längeren Strecken und ich kann dieses Phänomen echt nicht verstehen. Halbmarathon ist bei mir schon grenzwertig. Im Moment reizt mich überhaupt nichts weiter zu laufen. Später mal, wenn der Kopf dazu bereit ist.<br />
Marathon ist ja ne regelrechte Massenbewegung geworden und die Medien sind da sicherlich nicht ganz unschuldig bei. Leute wie Achim Achilles und zahlreiche Gesundheitsbeiträge treiben die Leute überhaupt erst zum Laufen und da muss es für viele gleich Marathon sein. Wenn schon laufen, dann gleich richtig weit. Verstehe das wer will. Ich halte nicht viel davon. Wahrscheinlich zuviel vom „Runner’s High“ gelesen und dieses Gefühl unbedingt erleben wollen. Scheinbar gehört es mittlerweile schon zum guten Ton, wenigstens einmal im Leben einen Marathon erfolgreich beendet zu haben. Anders kann ich mir das echt nicht erklären.<br />
Und diejenigen, die bereits das Erlebnis Marathon ausgekostet haben suchen nach neuen Herausforderungen und enden dann bei Ultra-Läufen. Immer länger, immer weiter und dabei seine Grenzen ausreizen. Wer Spaß bei solch langen Läufen hat, bitte. Ich bewundere auch jeden Marathon- und Ultra-Läufer. Nur für mich ist das echt nichts. Noch nicht.<br />
<strong><br />
8. Was war Dein schönstes Lauferlebnis in Deiner bisherigen Laufkarriere und gab es auch schon mal einen richtig schlechten Lauf, den Du für immer aus dem Kopf streichen möchtest?</strong><br />
Ich hatte schon sehr viele schöne Lauferlebnisse, mich auf eins zu beschränken fällt da verdammt schwer, aber auch so einige, die ich lieber vergessen würde.<br />
Noch ganz frisch in meiner Erinnerung ist der Halbmarathon in Dresden, Oktober 2009. Der wohl bis dato genialste Lauf den ich jemals hatte. Da hatte alles gestimmt. Das Rennen meines Lebens. Und das ich mit feuchten Augen ins Ziel einlaufe war mir bis dahin auch noch nie passiert. Überrascht von der Endzeit. Unbeschreibliche Glücksgefühle. Völlig überwältigt.<br />
Und dass, wo ich gerade einmal zwei Wochen vorher einen Lauf hatte, den ich lieber vergessen würde und ich so richtig an mir gezweifelt hatte. Cottbus, 10 km. Schon nach dem ersten Kilometer war mir alles zuviel. Schwerfällig, überhaupt nicht locker. Und dann auch noch ein Sturz etwa zur Hälfte des Rennens. Vor dem Sturz war es schon nicht leicht, danach ging gar nichts mehr. Total bedient und innerlich lautstark fluchend. Das war echt nicht mein Tag gewesen. Aber was soll’s, kurze Zeit später konnte ich darüber schon wieder lachen. Passiert.</p>
<p>Das Jahr 2009 war insgesamt gesehen voll von schönen Lauferlebnissen. So gut wie auf allen Strecken schneller als in den vergangenen Jahren. Das motiviert.<br />
Außerdem war ich im Juni Teil der Achim-Achilles-Teamstaffel und im November bei der Marathonstaffel im JK-Running-Frauenteam mit dabei (beide Male Berlin). Tolle Erlebnisse. Schöne Erinnerungen. Das vergisst man nicht.</p>
<p><strong>9. Da Du sehr viel in der Lausitz (da es ja Deine Heimat ist) unterwegs bist, an Dich natürlich die Frage: Welche regionalen Laufveranstaltungen kannst Du Läufern empfehlen und was macht diese Läufe so besonders?</strong><br />
Oh man, ich glaube ich bin zu viel unterwegs. Es existieren viel zu viele Läufe die ich empfehlen könnte. Daher beschränke ich mich einfach mal auf meine Top 5.</p>
<p>Mein Favorit und ganz oben auf der Empfehlungsliste, ganz klar der 100km-Staffellauf von Cottbus nach Zielona-Gora bzw. anders herum. Normalerweise ist man als Läufer ja als Einzelkämpfer unterwegs. Hier zählt die Teamleistung. 5 Läufer(innen), 100km, 15 Etappen. Mir zwar nicht immer ganz geheuer, wenn die LKWs dicht an einem vorbeibrausen, dennoch irgendwie faszinierend. Für mich 100% Spaß und das Erlebnis schlechthin.</p>
<p>Auch einer meiner Lieblingsläufe, der Knappenseelauf bei Hoyerswerda. Als Veranstaltungsort dient das Bergbaumuseum, abwechslungsreiche und schöne Strecke um den Knappensee, stellenweise Publikum, sehr gute Verpflegung, Kostümwertung… Tolle Atmosphäre, ist jedenfalls meine Meinung.</p>
<p>Spreewaldmarathon. Wohl die teilnehmerstärkste Laufveranstaltung in der Lausitz und muss man einfach mal erlebt haben. Landschaftlich reizvolle, schnelle Laufstrecke und für Bestzeiten, unabhängig ob nun auf der 10km-, Halbmarathon oder Marathondistanz sehr gut geeignet. Das Besondere: Spreewaldgurken als Verpflegung und in gusseiserner Form als Erinnerungsmedaille.</p>
<p>Hallenmarathon in Senftenberg. Zwischen 1.000m und 50km-Ultra auf einer 250m-Bahn. Null Abwechslung im Streckenverlauf und dennoch nicht langweilig. Ständiges Überholen und überholt werden. Läufe in der Halle hat man auch nicht alle Tage. Kann ich nur empfehlen. Schönes Erlebnis.</p>
<p>Und zuletzt: der Cottbuser Citylauf. Einerseits von mir ungeliebt, da 4x 2,5km-Runden und ich lieber eine große Runde laufe, andererseits eine gute Mischung aus Park und City, viel Publikum, Anfeuerungsrufe, super Stimmung… da wird man einfach mitgerissen.</p>
<p><strong>10. Was sind Deine größten läuferischen Ziele im Jahr 2010?</strong><br />
Noch vor irgendwelchen großen Zielen Bestzeiten betreffend oder Erfolge einzufahren steht für mich den Spaß am Laufen nicht zu verlieren und verletzungsfrei durch die Saison zu kommen. Ansonsten sollen in diesem Jahr die 1:45h im Halbmarathon fallen, die 10km in 45:xx zu laufen wäre ein Traum, und für die 5km ist ne Zeit unter 22 Minuten fällig.<br />
Und nicht zu vergessen: Top 3 Platzierungen bei verschiedenen Laufserien erkämpfen ist auch in diesem Jahr ein erklärtes Ziel.</p>

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		<title>Interview mit Tom(marathonundlaenger.de)</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 09:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun das nächste Interview in der Reihe: Läufer Interviews. Heute stand Tom (marathonundlaenger.de) mir Rede und Antwort. Wer auch einmal Lust und Interesse hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen. Eine kleine Vorinformation über Eure Person und/oder Hinweise zur Eurer Website oder Blog, wenn vorhanden, sind auch hilfreich. 1. Hallo Thomas oder soll ich Tom Wingo sagen? Warum ist &#8220;Herr der Gezeiten&#8221; Dein erklärter Lieblingsfilm? Tom ist mir am liebsten. Thomas heiße ich im Business, als [...]]]></description>
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<p>Nun das nächste Interview in der Reihe: Läufer Interviews. Heute stand Tom (marathonundlaenger.de) mir Rede und Antwort.</p>
<p>Wer auch einmal Lust und Interesse hat, von mir befragt zu werden, darf gern Kontakt aufnehmen oder dies in den Kommentaren hinterlassen. Eine kleine Vorinformation über Eure Person und/oder Hinweise zur Eurer Website oder Blog, wenn vorhanden, sind auch hilfreich.</p>
<p><strong>1. Hallo Thomas oder soll ich Tom Wingo sagen? Warum ist &#8220;Herr der Gezeiten&#8221; Dein erklärter Lieblingsfilm?</strong><br />
Tom ist mir am liebsten. Thomas heiße ich im Business, als Tom fühle ich mich mehr als Läufer. „Herr der Gezeiten“ ist mein Lieblingsfilm, weil die Filmperson Tom Wingo eine ähnliche Jugend hatte wie ich. Zwar war meine nicht ganz so dramatisch, aber die Parallelen sind signifikant. Meine Schwester und mein Bruder sind dargestellt und auch mein Vater hat viel vom alten Vater Wingo.</p>
<p><strong>2. Wie würdest Du Dein bisheriges sportliches Leben beschreiben und welches Auswirkungen hat der Sport für Dein Leben an sich?</strong><br />
Mein sportliches Leben? Bis ich 30 wurde gab es das gar nicht. Beim Schul‐Fußball hat man mich immer ins Tor gestellt, da konnte ich am wenigsten falsch machen. Als ich 30 wurde, da merkte ich, dass ich mein Leben ändern muss und ich begann, Tennisstunden zu nehmen. Mit 40, mittlerweile 93kg schwer, beschloss ich, abzunehmen und danach mit dem Laufen zu beginnen, um dauerhaft leichter zu sein. Beim Start ins Läuferleben war ich dann 42 ½. Die Auswirkungen des Sports auf mein Leben sind gewaltig. Nicht nur, dass sich der Freundeskreis drastisch geändert hat. Viele Lauffreunde kamen dazu, andere fühlten sich von meiner Lauferei eher kritisiert und verschwanden. Stolz auf mich und meine Leistungen zog ein und ich wurde langsam, aber sicher, ein Vorbild im Ahrtal. Ein ganz neues Gefühl.</p>
<p><strong>3. Fast alle Jungs spielen gern Fußball. Wie &#8220;grausam&#8221; muss es für Kinder sein, wenn Mannschaften gewählt werden und man immer als letzter gewählt wird?</strong><br />
Ist ja nicht gerade hilfreich für das Selbstbewusstsein. Du hast ja in dieser Richtung auch Erfahrungen sammeln müssen oder? <strong>(Leider waren meine Erfahrung ähnlich wie Deine. Dennoch habe ich es später bis zum Fußballtrainer geschafft&#8230; &#8211; Heiko)</strong> Genau das ist es, was ich gemeint habe. Beim Fußball wurde ich bestenfalls akzeptiert, kein Mensch nahm davon Notiz, dass ich gerne besser gewesen wäre. Aber mir hat auch keiner gezeigt, wie man besser Fußball spielt. Kein Vater hat mich in den Sportverein geschickt, kein Lehrer hat mir die Technik erklärt, kein Freund hat sich hier für mich Zeit genommen. Irgendwann glaubst Du daran, dass Du einfach nicht sportlich bist, dass Du eben ein „Kopfmensch“ bist und dann verhältst Du Dich auch so. Aber die Welt verengt ungemein, wenn man nicht Sport macht, denkt, liest und ein wenig musiziert.</p>
<p><strong>4. Wie begann Deine läuferische Karriere und was war für Dich der entscheidende Punkt, mit dem Laufen zu beginnen?</strong><br />
Die „Karriere“ begann damit, dass ich den Erfolg beim Abnehmen, den ich in langen Monaten und einer intensiven „BCM‐Diät“ hatte, dauerhaft stabilisieren wollte. Ich wusste, dass der Körper einen „Set‐Point“ hat, einen Gewichtspunkt, den der Körper versucht, anzustreben. Isst Du weniger, dann verwertet der Körper besser, ist Du mehr, bleibt Dein Gewicht auch lange stabil. Nur wenn es Dir gelingt, den „Set‐Point“ deutlich und langanhaltend nach unten zu drücken, nimmt der Körper die neuen Werte als neuen „Set‐Point“ an. An den ersten Laufabenden im LT Altendorf‐Ersdorf habe ich gesehen, dass eine Gruppe innerhalb des Lauftreffs für den Halbmarathon in Alfter trainiert hat und ich dachte mir: ein Halbmarathon – das wär’s! Mit so einem kleinen Traum hat alles begonnen …</p>
<p><strong>5. Was fasziniert Dich an den Strecken Marathon und darüber hinaus?</strong><br />
Mich begeistert, dass ein Marathon nie leicht ist. Wenn mir heute jemand sagt, dass ich einen Marathon locker ablaufen müsste, dann irrt er. Jeder Marathon ist schwer, auch nach 86 Stück, die ich jetzt gelaufen habe. Jedes Mal musst Du Dich überwinden, verhandelst mit Dir selbst, ob Du langsamer wirst oder aufgibst und denkst wieder und wieder, dass Du niemals weiter laufen kannst als die Strecke, die heute zu bewältigen ist. Wenn aber dann die wirklich „langen Kanten“ kommen, dann gibt es diese Grenzen nicht mehr, Dein Denken verändert sich und Du fokussierst auf die neue Länge. Aber wieder darf es kein Kilometer mehr sein als Du an diesem Tag laufen musst.<br />
Die wirklich langen Strecken geben mir auch Zeit, über mich nachzudenken. Im Grunde habe ich das 40 Jahre lang nicht getan. Und wenn noch hohe Berge da sind, dann fühle ich mich wieder wie der kleine Thomas, der mit seinen Eltern wandern ging, mit Lederhose, Hornbrille und einer entsetzlichen Frisur.</p>
<p><strong>6. Wenn ich Deine bisherigen gelaufenen Wettkämpfe so betrachte, kann ich nur den Hut vor dieser Leistung ziehen: 2004 der erste Marathon und 2007 waren es in einem Jahr schon 6 Marathons und 12 Ultras. Was hat Dich zu dieser doch nicht ganz gewöhnlichen Leistung getrieben, die 2008 und 2009 nochmal deutlich überboten wurde?</strong><br />
Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es hätte anders kommen können, wenn bestimmte Eckpunkte anders gewesen wären. Da ist zuerst der „Ratinger Rundlauf“, ein Gruppenlauf, bei dem ich zum ersten Mal die Marathon‐Distanz überwunden habe. Bei km45 hätte ich am liebsten aufgegeben, aber ein alter Trainer, der mir zur Seite gestellt wurde, ließ mich lernen, dass Du auch während eines Laufes regenerieren kannst. Und da ist natürlich auch die Freundschaft zu R(ud)olf Mahlburg, durch den ich eine andere Sichtweise bekommen habe. Als ich zum ersten Mal mit ihm lief, schämte ich mich fast, dass wir beim Eisweinlauf die Berge hinauf gegangen sind. Ich fürchtete, dass irgendjemand mich sehen könnte. Heute weiß ich, wie wichtig es ist, seine Kraft zu zügeln. Und dann kam mein erster großer Traum, das Unmögliche, der TransAlpineRun 2008. Für den musste ich mehr trainieren und ihn wollte ich unbedingt schaffen. Und dann kam der nächste Traum, der UTMB. Wieder musste ich mehr trainieren und in 2010 folgt der aktuell letzte Traum, der PTL. Bei all dem lernst Du, dass der einzige Mensch, der Dein Limit definiert, Du selbst bist. Wenn Du Dir etwas vorstellen kannst, dann kannst Du es auch machen!</p>
<p><strong>7. Bei der Masse an Läufen, die Du bestritten hast und bei den doch teilweise hochkarätigen Namen von Veranstaltungen, ist es doch sicherlich schwierig, besondere Leckerbissen herauszupicken. Trotzdem, was waren Deine schönsten Läufe und warum?</strong><br />
Nein, das ist sehr einfach. Manchmal erinnere ich mich kaum an den Namen der Veranstaltung, bei den besonderen aber weiß ich fast alles. Die schönsten Läufe haben immer etwas mit drei Dingen zu tun: mit einer unglaublich schönen Laufstrecke, dazu gehört das GONDO EVENT, der TransAlpineRun, der UTMB und der New York Marathon, mit großem Stolz, der aus enormer Belastung wächst, dazu gehört der KÖLNPFAD, der UTMB und die 24‐h DLV Challenge und nicht zuletzt mit Menschen, die ich liebe. Zu den Läufen, die von diesen Menschen geprägt sind, gehören eben die Läufe von Rolf Mahlburg, die Läufe mit den „Geschwistern Fürchterlich“, mit den Holländern Bram van der Bijl, Willi Mütze und Henk Geilen und die mit meinen Laufkumpels Achim Knacksterdt und Heiko Bahnmüller.</p>
<p><strong>8. Wie viel Training und Disziplin sind notwendig, um solche Leistungen zu vollbringen?</strong><br />
Da gehen die Meinungen auseinander. Ich selbst bin nicht sehr diszipliniert, zudem habe ich nicht immer so viel freie Zeit, wie ich gerne hätte. Als Unternehmer ist man nur bedingt Herr der eigenen Agenda. Aber meine Ambitionen sind auch nicht übermäßig hoch. Ich will immer vor der Cut‐Off‐Zeit ankommen, am liebsten in der vorderen Hälfte enden, Spaß haben und viele Menschen kennen lernen.</p>
<p><strong>9. Wie wichtig ist die mentale Verfassung eines Läufers für eine Strecke ab Marathon und aufwärts?</strong><br />
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt. Ich kenne viele, die körperlich besser sind als ich, mental aber bin ich stark. Schon bei meinem ersten Marathon, dem Frankfurt Marathon 2004, als ich ab km30 mit einer Entzündung im Knie weitergehumpelt bin und nicht einmal zum Pinkeln anhalten wollte, weil das Anlaufen so weh getan hat, habe ich permanent das Ziel vor Augen gehabt, den roten Teppich in der Festhalle, die Menschen, die zusehen und das Bild, wie mir die Medaille umgehängt wird. Ein klares Bild vor Augen haben hilft immer.</p>
<p><strong>10. Eine gern genutzte Ausrede von vielen Menschen ist, dass sie keine Zeit haben. Wie schaffst Du es, Dein Laufen, Familie, Arbeit und Alltag unter einen Hut zu bekommen?</strong><br />
Das wichtigste ist es, eine Familie zu haben, die einen unterstützt. Keine Zeit haben ist meist vollkommener Quatsch. Solange man Zeit für das Fernsehen hat und für andere Dinge, die fragwürdig sind, solange kann man auch die Prioritäten ändern. Und ganz ehrlich: ich vermisse die „Richterin Salesch“ und „Marienhof“ nicht. Als Unternehmer musst Du delegieren können und ich bin stolz, dass mein Team immer die Stellung halten kann, wenn ich im Urlaub bin. Also können die auch die Stellung halten, wenn ich mal tagsüber beim Training bin, das kommt sowieso selten genug vor.</p>
<p><strong>11. Wie wichtig ist Dir Training oder bist Du eher ein Wettkampftyp?</strong><br />
Ich bin eher ein Wettkampftyp, aber Training ist wichtig. Der Wille zum Sieg ist nichts ohne den Willen zum Training. Und was ist schöner, als sich mal einen Samstagvormittag mit einem Trinkrucksack auf dem Rücken für ein paar Stunden über die Höhen der Eifel zu träumen und die Wildsauen, die Rehe und die Eichhörnchen zu erleben?</p>
<p><strong>12. Dieses Jahr geht es für Dich in die Wüste zum Marathon des Sables. Hast Du eine bestimmte Art der Vorbereitung und mit wie viel Respekt gehst Du an dieses Unternehmen?</strong><br />
Je näher der Lauf rückt, desto größer wird der Respekt. Ich weiß, dass ich über den Winter hätte mehr trainieren müssen, aber der Job, der Urlaub und dann der lädierte Rücken haben einiges geändert. Aber noch habe ich knapp acht Wochen Zeit, das alles aufzuholen. Ich lese viel über den MdS, auch von Anna Hughes, die sehr gute Tipps gibt. Meistens liest Du, dass Du fit sein musst und das bin ich im Wesentlichen. Ich bin oft und lange durch tiefen Schnee gelaufen und werde noch ein paar Hundert Trainingskilometer bis zum Event machen. Was soll also schiefgehen?</p>
<p><strong>13. Was wird Deiner Meinung nach das Schwierigste für Dich in der Wüste?</strong><br />
Frage mich bitte danach noch einmal. Im Moment habe ich vor Sonne und der Hitze den meisten Respekt. Wenn man aber die Fotos der Füße sieht, die manche Läufer in den letzten Jahren vor die Kameras gehalten haben, zweifle ich, ob nicht die Füße das Hauptproblem darstellen.</p>
<p><strong>14. Kennst Du ein schlechtes Gewissen, wenn mal eine Laufeinheit ausfällt und wie wichtig sind Dir Trainingspläne?</strong><br />
Wer kennt das schlechte Gewissen nicht? Ich kenne zwar keine Trainingspläne, ich habe noch nie einen in der Hand gehabt, aber ich habe gewisse Vorstellungen im Kopf und die wollen realisiert sein. Nach den Problemen des Winters, die ich schon beschrieben habe, musste ich wegen des Geschäfts zwei Wettkämpfe absagen (Hallen‐Marathon in Senftenberg und 50km‐Ultra in Rodgau) und ich war permanent von schlechtem Gewissen geplagt. 57 Tage ohne Marathon hatte ich seit Jahren nicht mehr, das nagt an der Kondition und am Selbstverständnis.</p>
<p><strong>15. Was sind Deine Motivationstipps für Nichtläufer, Sportverweigerer?</strong><br />
Keine. Ich habe Respekt vor Menschen, die nicht laufen oder Sport machen wollen. Ich weiß, dass wir von außen nichts tun können, was diesen Menschen hilft, schöner, gesünder und bewusster zu leben. Die wenigen Motivatoren, die helfen, sind vielleicht die zwei: Läufer sehen besser aus als dicke Menschen und Läufer sind dank ihrer Agilität auch die besseren Liebhaber.</p>
<p><strong>16. Wie stehst Du zum Thema Schmerzmittel im Marathon und Ultrabereich? Ist die Einnahme von Schmerzmitteln nicht auch ein Betrug am eigenen Körper und an sich selbst?</strong><br />
Ich habe einen Lauf mit Schmerzmitteln gemacht. Das war die 100km DM in Bad Neuenahr am 3. Oktober 2009. Ich hatte Gründe dafür, aber ich habe es teuer bezahlt. Wenn wir akzeptieren, dass Schmerzen gut sind, weil sie ein Zeichen des Körpers sind, Signale, auf die man hören sollte, dann begreift man, dass der Lärm nicht weg geht, wenn man Ohrenschützer verwendet. Die Ursache für den Schmerz sollte beseitigt werden, nicht die Symptome. Ich denke zwar nicht, dass die Einnahme von Schmerzmitteln ein Betrug am eigenen Körper ist, ich denke eher, dass es ein kleines Verbrechen am eigenen Körper ist.</p>
<p><strong>15. Wenn Du möchtest, darfst Du an dieser Stelle mal kurz Dein eigenes sehr gutes Blog und Website vorstellen.</strong><br />
Danke sehr. Meine Website <a title="Marathon und länger" href="http://www.marathonundlaenger.de" target="_blank">www.marathonundlaenger.de</a> ist relativ statisch und soll nur grundsätzliche Dinge über mein Laufen, mich und meine Ernährung darstellen. Viel aktueller ist das Blog (<a title="Maraton und länger Blog" href="http://www.marathonundlaenger.wordpress.com" target="_blank">www.marathonundlaenger.wordpress.com</a>). Hier will ich zeitnah informieren, aber mir ist es auch wichtig, über den Tellerrand der Läufer hinaus zu schauen und darzustellen, welche Menschen auf dieser Welt welche Höchstleistung vollbringen, gegen die wir alle nur ganz kleine Helden sind. Das „Team Hoyt“ ist so ein Beispiel, Nick Vujicic ist ein anderes. Ich freue mich, wenn ich meinen Lesern etwas zeigen kann, das ehrliche Anerkennung verdient. Natürlich freue ich mich über jeden Besucher des Blogs und über die Freunde, die über Twitter kommen, ich bin aber total begeistert, wenn die Besucher durch einen Kommentar ihre Meinung kundtun. Das hilft mir, zu erfahren, ob meine Themen ankommen oder nicht.</p>
<p><strong>16. Vielen Dank für dieses Interview und viel Erfolg bei Deinen nächsten Herausforderungen. Was wünschst Du Dir für 2010?</strong><br />
Vielen Dank, lieber Heiko, für die Gelegenheit, hier etwas sagen zu dürfen. Mein Wunsch für 2010 ist, dass wir alle in einer Zeit der Orientierungslosigkeit und der Angst fest zu unseren Prinzipien stehen. Lernen wir, das anzunehmen, was wir nicht ändern können und ändern wir das, was änderbar ist. Und laufen wir, damit wir die Zeit haben, mental zu entscheiden, zu welcher Kategorie die einzelnen Erlebnisse und Erfahrungen gehören.</p>
<p>KEEP ON RUNNING<br />
‐ Thomas Eller alias TomWingo ‐</p>

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