Im letzten Jahr war ich begeistert vom Teichlauf Zeisholz. Da war natürlich klar, dass es mich auch dieses Jahr wieder in das kleine Dorf nach Sachsen ziehen wird. Die äußeren Umstände waren wie so oft mal wieder nicht die allerbesten für mich. Um 17:20 Uhr kam ich erst vom Büro weg. Schnell mit dem Fahrrad bei starkem Regen die ca. 4 Kilometer bis nach Hause. Dort plitschnass angekommen, die Klamotten gewechselt, Radklamotten angezogen, Laufsachen in den Rucksack. Kurz vor 18 Uhr auf das MTB, wieder in den Regen und ca. 25 Kilometer nach Zeisholz gefahren. Natürlich bei Regen. 10 Minuten vor der Angst Zeisholz erreicht, natürlich plitschnass, unter einem kleinen Zelt die Laufklamotten angezogen und mit dem Startschuss um 19 Uhr den Startbereich erreicht und als letzter Starter dem Feld hinterher. Ähnliches hatte ich erst im Juni beim Lauf “Rund um die Schafsbergschanze” erlebt.
Der Teichlauf in Zeisholz – www.teichlauf-zeisholz.de ist eine kleine, familiäre Laufveranstaltung, die in jedem Jahr Anfang August stattfindet. Der Veranstalter Michael und seine Helfer haben mittlerweile einen wahren läuferischen Geheimtipp auf die Beine gestellt. Faire Startpreise, in keiner Wertung vertreten (also kein Cup-Lauf), Kuchen für alle Läufer, eine kleine Teilnehmermedaille aus Holz – Motiv ein Fisch. Und eine wundervolle Strecke an den zahlreichen Teichen vorbei, die es in Zeisholz und der Umgebung gibt.
Trotz des regnerischen Wetters haben auch dieses Jahr wieder einige Läufer den Weg nach Zeisholz gefunden – die Hauptstrecken gingen über 5 und 10 Kilometer. Im letzten Jahr war es sehr, sehr warm beim Lauf um die Teiche, dieses Jahr nass und matschig. Ich gebe es zu, genau mein Laufwetter. Da ich als letzter Läufer auf die Strecke ging, bekam ich erst mal das Vergnügen, das Feld von hinten aufzurollen, hat so natürlich wieder richtig Spaß gemacht. Dabei fand ich es einfach schön, durch Pfützen und Matsch zu laufen. Die Laufschuhe sahen dies bestimmt etwas anders, aber da hatten sie Pech gehabt. Ab und zu ein Blick auf die Teiche, welche stellenweise trocken gelegt waren oder auch zugewachsen, jedenfalls sehen beim Vorbeilaufen so aus. Insgesamt war es eine wundervolle Mischung aus kurzen Waldabschnitten und Abschnitten direkt an den Teichen vorbei. Irgendwann nach 3 Kilometer ca. habe ich meinen Platz im Läuferfeld und mein Tempo gefunden und zog dieses bis zum Ziel nach 5 Kilometern durch. Über Platzierungen und Zeit kann ich auch heut nichts sagen, war mir mal wieder egal. Bin zur Zeit weit weg von dem was ich wirklich laufen kann. Hauptsache war, dass das Laufgefühl gestimmt hat und ich einen sehr schönen Lauf mit anderen Läufern teilen durfte. In diesem Sinn noch einmal vielen Dank an Michael und seine Helfer. Ich bin mit Sicherheit auch 2011 wieder dabei, egal welches Wetter uns Läufer erwartet.
Nach dem Lauf bin ich meine Startnummer am Kuchenstand losgeworden und dafür gab es ein Stück leckeren Kirschkuchen. Und schon war es an der Zeit, die dreckigen und total nassen Laufklamotten auszuziehen, um wieder in die noch nassen Radklamotten zu wechseln und mit dem Rad wieder ca. 25 Kilometer nach Hause zu fahren. Um kurz vor 21 Uhr war meine fast 3-stündige Ausdauereinheit beendet. Ich war glücklich und endlich auch wieder trocken.

Danke für den interessanten Beitrag. Aber schade nur, dass der Lauf nicht in der Nähe von mir ist, denn dann wäre ich den mit dir das nächste Jahr gelaufen.
Lg
Willi
PS: Ich bin dir noch die Antworten schuldig. Bitte melde dich mal per Mail bei mir.