Frostwiesenlauf 2010 – Ein verspäteter Bericht

Wir haben Juli und die Sonne scheint, was das Zeug hält. Viele Menschen sind am Schimpfen und verfluchen mal wieder das Wetter. Es gibt so viele komische Dinge auf dieser Welt, über die es lohnt zu diskutieren oder auch zu meckern, aber nein: Es wird Tag ein, Tag aus über das Wetter gemeckert. Zurzeit ist es den meisten Menschen zu warm, zu trocken und einfach nicht auszuhalten diese Hitze. Dabei haben einige Menschen tatsächlich schon die “tollsten” Sachen erlebt. Vor allem, wenn man mit dem Zug unterwegs ist und die Klimaanlage ausfällt oder man mit dem Auto auf der Autobahn im Stau steht – natürlich voll in der Sonne und ohne Klimaanlage. Ja, solche Autos gibt es auch noch. Es gibt ja sogar Menschen, die noch freiwillig mit dem DDR “Volkswagen” Trabant durch die Gegend fahren und das ist eine Garantie für eine fahrende Sauna. Ist auch eine komische Geschichte: Früher wurde über die Pappe (Trabant) geschimpft und heute ist sie Kult.

Jedenfalls ist es jetzt wohl auch an der Zeit, sich mal kurz zurück zu erinnern, und zwar an den Winter 2010. Deutschland stöhnte unter den Schneemassen. Was auch sonst? Es war nämlich mal wieder zu kalt, zu viel Schnee und viel zu lange Dunkelheit. Genau zu dieser Zeit fand der alljährliche Frostwiesenlauf in Burg statt. Burg befindet sich im Spreewald und bot im Februar eine wunderbare Winterkulisse. Der Frostwiesenlauf führte durch den Spreewald entlang an gefrorenen Fließen und immer wieder durch knöcheltiefen Schnee. Viele, viele Läufer fanden den Weg in den Spreewald, um die Strecken von 10, 20 oder 30 Kilometer zu laufen.

Der Frostwiesenlauf ist ein wirklicher Erlebnislauf ohne Zeitwertung und Platzierung, was den Lauf natürlich besonders spannend macht. Es blieb viel Zeit, die Natur rechts und links von der Strecke zu beobachten, mit Läufern zu reden und so manche Läufergeschichte zu erzählen. Ab und an wurde der Läufer auch zum Eistänzer, genau dann, wenn eine glatte Straße entlang gelaufen werden musste. Aber dies wurde natürlich mit Bravour gelöst. Glücklicherweise gab es dafür keine Haltungsnoten.

Jeder Läufer, der seine Strecke absolvierte, durfte sich im Ziel eine Finisher-Urkunde abholen und mit der Gewissheit nach Hause fahren, einen wundervollen Winterlauf erlebt zu haben. Warum schreibe ich gerade heute diesen Artikel? Erstens finde ich, hat jeder Monat und jede Jahreszeit sein Reize. Zweitens, wollte ich schon sehr lange über diesen tollen Lauf berichten und drittens, freue ich mich schon auf den Frostwiesenlauf 2011, der hoffentlich wieder in Burg/Spreewald stattfindet.

Ähnliche Artikel zu diesem Thema:

2 Kommentare zu “Frostwiesenlauf 2010 – Ein verspäteter Bericht”

  1. Auch wenn es mir in den vergangenen Tagen deutlich zu heiß war, ist mir die Wüsten-Hitze mitten in Deutschland deutlich lieber als der Frost im Winter ;-)

  2. Heiko sagt:

    Gibt Menschen die sehen dies bestimmt anders, aber diese Hitze geht auch wieder vorbei und dann wird wieder gemeckert weil es zu kalt ist ;)

Hinterlassen Sie einen Kommentar