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Knastmarathon am 25.04.2010 in Darmstadt

Heute gibt es einen Gastartikel vom Knastmarathon in Darmstadt vom Michael Kiene, der auch sehr erfolgreich beim Projekt 16 Bundesländer – 16 Marathons – 16 Monate dabei ist.

Die Anreise verlief völlig unspektakulär, aber das war auch keine Überraschung, schließlich hatte ich in nur 800 m Entfernung von der JVA Darmstadt damals die Seminare und Prüfungen von meiner Meisterausbildung abgelegt und so war mir die Fahrstrecke gut vertraut.

Das erste ungewöhnliche Bild erlebte ich als ich mich nach dem parken auf den Weg zur JVA machte. Eine Schlange vor dem Knast und alle wollen rein, so was gibt es auch nicht jeden Tag.

Alle paar Minuten wurden 5 Läufer in den Eingangsbereich der JVA gelassen. Hier wurde dann erst einmal der Ausweis abgegeben und jeder Läufer bekam eine gelbes Armband umgelegt. Weiter ging es zur ersten Sicherheitskontrolle, die mitgeführten Sporttaschen wurden mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Anschließend wurden die Läufer abgetastet und von einem Drogenspürhund abgeschnüffelt.

Im Innenhof der JVA war meine Überraschung dann aber richtig groß, hier sah es aus wir bei einen richtigen Stadtmarathon, sogar Werbebanner für zwei Banken und die weiteren Sponsoren waren aufgehängt. Bei der Startnummerausgabe bekam jeder Läufer neben seiner Startnummer noch ein Infoheft mit allen Informationen zu dem Projekt und ein Laufshirt auf dem auch noch einmal die Startnummer und der Vorname aufgedruckt war. Einige Teilnehmer trugen dies T-Shirt auch gleich beim Marathon, wegen der angesagten Temperaturen entschied ich mich aber ohne Ärmel zu laufen.

Vor der Umkleide gab es dann einen großen Kleidersack, hier konnte jeder seine nicht benötigte Kleidung und Ausrüstung abgeben und während der Veranstaltung bewacht aufbewahren lassen. Im Startbereich gab es dann für die Läufer und Helfer belegte Brötchen, Kuchen, Kaffee und verschiedene Kaltgetränke, bezahlen brauchte man hier nichts, aber um eine kleine Spende zugunsten der Leukämieforschung wurde gebeten.
Diese super Verpflegung gab es dann auch bis nach der Siegerehrung, wobei nach dem Marathon sogar noch Hühnerbrühe dazukam.

Die Strecke selber verlief in drei Schleifen auf der Straße innerhalb der JVA und war total flach, die Runde hatte eine Länge von 1.758 m und musste somit 24 Mal durchlaufen werden. Nach jeder Runde konnte man auf einer Leinwand ablesen, wie die letzte Rundenzeit war und wie viele Runden man schon gelaufen hat. Während der ganzen Veranstaltung wurde die ganze Strecke mit Musik beschalt und ein Moderator führte durch die Veranstaltung. So wurden einzelne Sachen zum Projekt erzählt und auch immer wieder der Stand der Veranstaltung durchgegeben.

Am Ende der einen Schleife stand eine Salsaband, die den Läufen zusätzlich einheizte und zu einer Top Stimmung beigetragen hat.
Der Verpflegungspunkt der einmal pro Runde passiert wurde, lies keine wünsche offen und wurde wegen den sommerlichen Temperaturen auch von fast allen Läufern jeder Runde angesteuert. Zusätzlich gab es an drei Punkten auf der Strecke noch Wasserkübel, an zweien davon wurden einen dann auch Schwämme gereicht, so das man sich auf der ganzen Strecke gut abkühlen konnte. Nachdem Zieleinlauf bekam jeder Finisher eine Medaille umgehängt und konnte sich durch eine kostenlose Massage verwöhnen lassen oder sich in einem schattigen Zelt, welche vom THW aufgestellt wurden entspannen.

Der offizielle Zielschluss war für 15 Uhr angekündigt, aber man hat in der Ausschreibung schon angekündigt, dass man auch etwas länger waren würde und so wurde das Ziel erst um 15 Uhr 38 geschlossen, als auch der letzte Läufer (5:38 h) im Ziel war.

Für mich war der Marathon nach 3:26 h zu ende, was sogar den 20 Platz von 203 gemeldeten Läufern bedeutet. Wenn man bedenkt, dass ich vier Tage vorher erste den Idaturmmarathon mit 820 Höhenmetern gelaufen bin, bin ich mit meiner Zeit und Platzierung mehr als zufrieden.

Um 16 Uhr begann dann in der Sporthalle die offizielle Siegerehrung, in der Ausschreibung wurde darum gebeten, das möglichst alle externen Läufer daran teilnehmen sollten, und so waren auch die meisten der 150 externen Läufer dort. Bei der Siegerehrung wurden dann die drei schnellsten Männer und Frauen geehrt. Danach gab es noch eine Ehrung für die drei schnellsten der 27 internen Läufer. Nach den Siegerehrungen gab es noch eine kleine Verlosung, dabei wurden neben Einkaufsgutscheinen und Taschenlampen auch eine Ferienhaus für 14 Tage verlost.

Wenn man sich jetzt noch überlegt, das diese ganze Veranstaltung gerade einmal 20 Euro kostet, dann ist wohl jeden klar wieso die 150 Startplätze für externe Läufer meistens schon nach wenigen Wochen vergeben sind. (Michael Kiene)

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Autor: Heiko

Mein Name ist Heiko und laufe-marathon.de entstand aus meiner Leidenschaft zum Laufen. Auf "Laufe Marathon" findet Ihr Artikel zum Thema Laufen/Marathon/Fitness - Training, Termine, Laufberichte, Gesundheit, Interviews, Reports, Lauftagebuch, Ernährung.

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