Wie man eine Laufveranstaltung organisiert – Teil 1: Die Idee…

Die Serie “Wie man eine Laufveranstaltung organisiert” wird sich in verschiedene Bereiche aufteilen und ich werde jede Woche ein neues Kapitel anbieten. Anregungen und Vorschläge sind natürlich sehr gern gesehen und helfen dabei, eine umfangreiche und hoffentlich hilfreiche Artikel-Serie zum Thema zu schreiben. Ich möchte aber grundsätzlich darauf hinweisen, dass alle meine Tipps nicht überall genauso anwendbar sind und gerade im rechtlichen Bereich von Region zu Region Unterschiede vorhanden sind. Weiterhin handelt meine Erfahrung von kleinen Laufveranstaltung mit 100 – 1000 Teilnehmer. Für größere Laufveranstaltungen sind noch viele andere Dinge zu beachten, die ich hier teilweise nur kurz anschneiden werde.

Nachdem ich letzte Woche alle Rubriken dieser Serie kurz vorgestellt habe beginnt “Wie man eine Laufveranstaltung organisiert” mit dem Teil 1:

Die Idee… (es soll eine Laufveranstaltung durchgeführt werden)

Die Idee, eine Laufveranstaltung ins Leben zu rufen, kann unterschiedliche Gründe haben: Egal, ob ein Dorf oder eine Stadt eine Laufveranstaltung anbieten möchten, ein Lauftreff oder Sportverein durch eine solche Veranstaltung  auf sich machen aufmerksam will oder einzelne Personen einfach Lust haben, ihre Lieblingsstrecke mit anderen Sportlern im Wettstreit zu teilen.

Wenn sich erst einmal eine Idee im Kopf festgesetzt hat, dann schwirren viele Gedanke durch den Kopf: Welche Strecke? Wo Start und Ziel?… Die Bedingungen sind von Fall zu Fall unterschiedlich; bei Städten und Gemeinden wird oft als zentraler Veranstaltungspunkt der Marktplatz, ein Sportplatz oder eine erschlossene Einrichtung gewählt. Größere Sportvereine haben oft das Glück, einen eigenen Sportplatz nutzen zu können oder eine Sporthalle. Aber es besteht auch die Möglichkeit, einen Punkt zu wählen, der in der Natur liegt – ein Aussichtspunkt oder eine besonders sehenswerte Stelle. Gerade in diesem Fall sind logistisch und organisatorisch viele Dinge zu beachten und vor allem zu meistern. Der letztere Fall kann eintreten, wenn der Laufveranstalter keine Abstriche an der Laufstrecke machen und eine besondere Strecke bieten möchte, die manchmal eben auch weit weg jeglicher Zivilisation ist – was zugegebenermaßen eher selten in unseren Breitengraden vorkommt.

Optimal ist, wenn eine Laufstrecke, die durch Trainingsläufe bekannt ist, gewählt wird und noch optimaler ist es, wenn diese sehr gut vom zentralen Veranstaltungspunkt angelaufen werden kann oder genau auf deren Weg liegt. Bei City- und Stadtläufen muss meist eine neue Strecke gewählt werden. Interessant ist natürlich, wenn die Sehenswürdigkeiten eines Ortes integriert werden können. Gerade bei Stadtläufen sollte auch auf den Untergrund, Kurven und Straßenquerungen geachtet werden. Untergrund aus dem einfachen Grund: 10 Kilometer oder mehr auf Kopfsteinpflaster machen auf Dauer einfach keinen Spaß und können auch Läufer abschrecken. Kurven und verwinkelte Strecken können in der Masse ein Gefahrenpunkt sein, weil gerade schnelle Läufer immer in der Gefahr sind, in den Kurven auszurutschen oder eben auch irgendwo gegenlaufen. Aber dieser Fall ist wirklich nur aktuell, wenn es sich um kleine, verwinkelte Gassen und Straßen handelt. Straßenquerungen können zum Problemfall werden durch Sperrungen. Gerade bei großen Hauptstraßen ist dies nicht immer leicht zu bewerkstelligen und auch die Genehmigungen dafür sind nicht immer garantiert.

Laufveranstaltung: Die Idee… – ein Praxisbeispiel

Für meine erste Laufveranstaltung hatte ich weder einen Sportverein noch eine Stadt hinter mir. Die Idee kam beim täglichen Laufen auf meiner Lieblingslaufstrecke; es war Herbst und die Natur zeigte sich in den schönsten Farben. Links und rechts wuchsen Pilze und die Bäume glänzten durch ein wunderbares Farbspiel und da war sie die Idee: Diese Laufstrecke möchte ich einmal im Jahr mit anderen Läufern teilen. Und dieser spontanen Idee folgten schnell Taten, denn ich hatte genau ein Jahr Zeit, um alles in die Wege zu leiten. Schon bei meiner nächsten Trainingsrunde war der Name für den Lauf geboren – Herbstprachtlauf-, treffender ging es in diesem Fall nicht. Das Hauptthema war der Herbst, eine schöne Strecke war vorhanden und jetzt mussten die anderen Dinge in Betracht gezogen werden: Wer ist von der Idee noch begeistert, wo und von wem kommt noch Unterstützung und vor allem wo wird der Start- und Zielbereich sein. Viele Dinge, an die ich auf einmal denken musste.

Der nächste Teil behandelt das Thema: Suche nach einer passenden Strecke und Start/Zielbereich… – genauer.

Die Artikelserie – Was schon alles veröffentlicht wurde:

Ähnliche Artikel zu diesem Thema:

1 Kommentar zu “Wie man eine Laufveranstaltung organisiert – Teil 1: Die Idee…”

  1. Die Idee ist eines der wichtigsten Dinge überhaupt beim organisieren von Läufen. Denn nur gute Ideen merkt man sich als Läufer und wird darauf aufmerksam. Wenn die Idee dann noch zum Ort passt, dann ist das prima.

    Lg
    RunningWilli

Hinterlassen Sie einen Kommentar