Wie laufe ich einen Marathon
“Wie laufe ich einen Marathon?” – ist eine Frage, die immer wieder gestellt wird. Am liebsten würde ich ja antworten: Mit dem Kopf und die Beine tragen Dich. Aber ich glaube, die wenigsten wären mit der Antwort wirklich zufrieden. Ein Marathon ist eine komplexe Laufdisziplin, die in der heutigen Zeit immer mehr Bezwinger findet. Die Zeiten sind vorbei, in denen das nur “Bekloppte” gemacht haben. Dennoch ist leider auch zu beobachten, dass viele Menschen sich überschätzen und die Strecke unterschätzen. Dazu hatte ich aber an anderer Stelle schon einmal was geschrieben – Einen Marathon laufen.
Langsam laufen
Aber zurück zur eigentlich Frage. Also, Anfänger die unbedingt mal einen Marathon laufen möchten, sollten sich tatsächlich ganz langsam rantasten, auch wenn es mittlerweile unzählige andere Beispiele gibt. Hier stellen sich wieder mehrere Fragen. Möchte ich nur einmal einen Marathon laufen, um es meiner Familie, meinen Freunden zu beweisen und danach ist wieder mit der blöden Lauferei Schluss? Oder aber ist der Marathon das Sahnehäubchen meines Läuferdaseins? Was auch immer der Antrieb ist – es sollte nichts überstürzt gemacht werden. Die Gesundheit dankt es. Und ich möchte hier mit Sicherheit keine Läufer angreifen. Vielleicht wäre es aber sinnvoll, dass jahrelange Sesselsportler mit einigen Kilogramm mehr am Körper sich fragen, ob der Marathon in einem halben Jahr realistisch ist. Mal ehrlich – es kann nicht wirklich Spaß machen, ständig den Besenwagen im Rücken zu haben.
Ruhe bewahren beim Marathon
Aber, wie laufe ich nun einen Marathon? Mit Bedacht, Ruhe und einer guten körperlichen und geistigen Vorbereitung. In der Vorbereitung den eigenen Körper kennenlernen und auf die innere Stimme hören zu lernen und dabei selber entdecken, was gut ist und was nicht so gut ist. Und vor allem für Marathoneinsteiger gilt: Viele ruhige Läufe in der Vorbereitung und ab und an ruhig auch mal einen Volkslauf zwischen 5 und 20 Kilometer – dort darf sich auch schon mal die Seele aus dem Leib gelaufen werden, wenn der Drang danach vorhanden ist.
Der Marathon an sich sollte sehr ruhig begonnen werden, lieber zu langsam beginnen als zu schnell. Aber das gilt nicht nur für Marathon. Wer zu schnell beginnt, der wird gnadenlos bestraft. Diese Erfahrung durfte ich gerade in meiner Jugend sehr oft machen, und ehrlich, das war dann nicht immer schön. Die ersten Kilometer im 3:15er Schnitt und die letzten Kilometer im 7:00er Schnitt auf dem Zahnfleisch und so kann ein harmlos wirkender 6 Kilometer-Lauf zu einer richtigen Tortur werden.
Ruhiges Tempo
Am besten ist es, kontinuierlich mit einem ruhigen Tempo zu beginnen und dabei ist es überhaupt nicht schlimm, wenn man am Anfang das Gefühl hat, ich laufe heut viel zu langsam. Und keine Angst, wenn gerade in der Startphase alle an einem vorbeilaufen. Irgendwann kommt der Punkt, da ist es dann umgekehrt und das macht auch richtig Spaß, wenn man ständig am überholen ist. Aber ich gebe zu, es gehört am Anfang schon eine Menge Widerstandskraft dazu – gerade bei größeren Veranstaltungen – die Euphorie und Atmosphäre zu ignorieren und tatsächlich seinen eigenen Stiefel zu laufen. Natürlich ist da auch die Frage, was Sie für ein Mensch sind? Es gibt Läufer, die lieben große Massenveranstaltungen und es gibt auch nicht wenige, die gerne abseits vom großen Trubel ihre Marathons laufen.
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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin seit 2005 selbständiger Mediengestalter - 

Ich kann mir momentan noch nicht vorstellen solch eine Distanz hinter mir zu lassen. Wie du schon geschrieben hast… langsam!
Ich finde es gut das Du zwischendurch mal zur Raison aufrufst. Übermotivation darf auch manchmal gebremst werden.
Das Schlimme ist, die Meisten lesen ja diese Tipps, doch machen sie die Fehler oftmals trotzdem. Lernen besteht eben sehr oft aus Versuch und Irrtum.
Aber Deine Ausführungen kann ich nur bestätigen, wobei sehr ambitionierte Läufer bei langsamen Anlaufen etwa 3 – 7 Sekundenn langsamer laufen, während Ersttäter es besser 15 – 30 Sekunden langsamer angehen lassen sollte. Es kommt eben wie so oft auf das gesteckte Ziel, die Erfahrung und den Trainingszustand an.
LG
Steffen
Ich(bish. max. 20km) mache ganz langsam und lese Deinen Post in zwei Jahren nochmal.
Hallo Sinusläufer,
was heißt nicht vorstellen, wenn Du es irgendwann möchtest, dann schaffst Du es auch.
Hallo Steffen,
ja – der Mensch ist auf einer Art ein richtiges Versuchsobjekt, erst selber den Fehler machen – aber das ist auch nicht so schlecht und so lernt der Mensch auch. Ist ja bei Kindern nicht anders.
Hallo Evchen,
in 2 Jahren? ich bin gespannt….
Ich glaube, eigentlich ist Marathonlaufen wirklich ganz einfach. Solange es nicht um die Zeit geht, was beim ersten Marathon auch definitiv zu sein sollte, kann man völlig beruhigt und mit einem klaren Kopf die Sache angehen und wirklich langsam laufen, dann klappt das, solange man die Motivation dazu hat und in dem ganzen einen Sinn sieht.
Doch das reine Durchlaufen ist für viele zu wenige, mich eingeschlossen. Das führt nur leider dazu, dass viele sich in teilweise immensen Maßen überschätzen …
Ich habe mich jetzt zwei Jahre auf meinen Marathon vorbereitet. Und ich freue mich wie ein kleines Kind darauf.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Marathon so mal aus dem Bauch raus Laufen kann. Dafür habe ich einfach zu viel Respekt vor dieser Strecke!
Mal sehen wie´s am Sonntag läuft!
Hallo Gerd,
Respekt ist auch gut. Wünsche viel Spaß und Freude in Frankfurt.