Laufen nach der Erkältung
Von Heiko | 11. Oktober 2009 | Kategorie: Lauftagebuch | 6 Kommentare TweetLaufpause
In den letzten drei Wochen war es hier auf Laufe Marathon sehr ruhig gewesen; Gründe dafür gab es einige. Hauptgrund war eine Erkältung, die nicht wirklich ausbrechen wollte oder konnte und dennoch den Körper schwächte. An Laufen war aber zu der Zeit natürlich nicht zu denken und das Bloggen musste aus anderen Gründen auch erstmal warten, die Arbeit geht vor. Nun aber geht es mit neuer Kraft und vielen Ideen wieder vorwärts. Dabei habe ich gerade in der Laufpause über viele Dinge nachgedacht und auch noch mal genauer verschiedene Ziele und Projekte begutachtet, die ich mir vorgenommen habe.
Projekt Ultralauf
Das ehrgeizige Projekt Ultralauf verliere ich natürlich nicht aus den Augen – auch wenn die erste Euphorie verflogen ist. Es wird ein langer und auch ein hoffentlich schöner Weg. Aber eines ist mir in der kurzen Laufpause auch klar geworden: Ich möchte mich nicht zeitlich festlegen, denn ich glaube, genau dann geht dieses Projekt nach hinten los. Deshalb habe ich auch meine Ziele überdacht und ich werde von Jahr zu Jahr schauen, wobei ich nie meinen Körper und Geist aus den Augen verlieren möchte. Ich denke, es sollte Menschen auch gestattet sein, mal über ein Ziel hinaus zu schießen und nach der ersten Euphorie wieder in der Normalität anzukommen.
Es gibt immer wieder Fragen, was es mit dem Projekt Ultralauf auf sich hat. Und die Antwort ist eine ganz einfache: Es ist mein Lebensweg mit dem großen Wunsch, irgendwann mehrere Wochen an einem Etappenlauf in Europa, Amerika und sonst wo auf dieser Welt teilzunehmen.
Die läuferischen Ziele für 2010 wurden etwas relativiert und wenn zum Schluss zwei schnelle Marathons rauskommen, ist es auch okay. Ich möchte mich jetzt und hier ungern festlegen. Ich bin keine Maschine und möchte auch als solche nicht funktionieren. Deshalb mag in den nächsten Wochen und Monaten für viele das Projekt Ultralauf uninteressant und so überhaupt nicht Ultra wirken. Aber es ist mein Weg und ich entscheide, was richtig für mich und meinen Körper ist. Wer den Weg auf leserische Weise folgen möchte, ist gern eingeladen, aber ich werde mich nicht verbiegen.
Überraschungen sind aber jederzeit möglich, da ich ein spontaner Mensch und Läufer bin. Deshalb ist das Projekt Ultralauf auch ein wenig wie eine Wundertüte.
16 Bundesländer, 16 Marathons, 16 Monate
Das zweite Projekt steckt leider noch in den Kinderschuhen und Teilnehmer dafür sind bisher leider sehr schwer zu mobilisieren. Da wird man sehen, was die Zeit bringt. Über jegliche Art von Unterstützung für dieses Projekt würde ich mich natürlich freuen.
Und denkt daran: Egal ob Ihr 1 oder 16 Marathons lauft, die Teilnahme zählt – nicht mehr und nicht weniger.
Endlich wieder Laufen
Nach der Erkältung war es in dieser Woche (05.10. – 11.10.2009) endlich wieder soweit: Ich durfte meine Laufschuhe wieder quälen, dabei ließ ich es verständlicherweise total geruhsam angehen. Am Dienstag reichten 30 Minuten lockeres Laufen und es kostete einige Mühe, mich wieder an das Laufen in Dunkelheit zu gewöhnen. Am Donnerstag blieb ich beim lockeren Lauf und es wurden schöne 50 Minuten.
Der heutige Sonntag erlaubte mir eine volle Stunde zu laufen, wobei ich beim Laufen den Herbst in vollen Zügen genossen habe. Ein starker Wind und leichter Regen machten die ca. 10 Kilometer wieder zu einem wahren Erlebnis und ich hatte das Gefühl, ich bin wieder zurück und so schnell wird mein Körper mich jetzt nicht mehr umhauen.
Fazit der Woche vom 05.10.-11.10.2009
Ich bin wieder da mit drei Laufeinheiten in der Woche, wo bei sich die gelaufene Kilomterzahl um die 23 Kilometer bewegt.
Einen Ausblick auf nächste Woche möchte ich noch nicht geben – wir lassen uns überraschen.

Hallo Heiko,
es freut mich, dass es bei Dir (auch) wieder läuft und manchmal muss man andere Prioritäten im Leben setzen, ich kann das momentan sehr gut nachvollziehen.
Deine Art zu laufen und auch Dein Projekt anzugehen ist vollkommen richtig, denn nur Du kannst entscheiden, was gut für Dich und Deinen Körper ist. Mach weiter so…
Salut
Moin Heiko,
deine Entscheidungen soweit sind absolut verständlich. Es ist nur gut, wenn man daran denkt, dass man keine Maschine ist. Manche brauchen feste Ziele vor den Augen, manche gehen es erstmal langsam an – der definitiv sicherere Weg, viel Erfolg weiterhin dabei!
Schön wieder (optimistisch) von Dir zu lesen!
Du machst mir den Eindruck, daß Du Dir gern (zu?) viel vornimmst/zumutest. Kann das sein? Ein wenig das Gas raus, wie Du es ja jetzt schon selbst andeutest, und Deine Ziele sind dennoch welche und auch durchaus erstrebenswert.
Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute dafür.
Es ist immer besser auf seinen Körper zu hören als über irgend welche Ziele hinaus zuschießen. Auch ich habe diese Erfahrung bezüglich geplante PB für den Frankfurt Marathon gemacht und es einfach sein lassen. Mein Körper wollte es nicht und das habe ich akzeptiert.
Und niemand muss sich etwas vorwerfen oder sich rechtfertigen für überdachte und umgeworfene oder relativierte Pläne, wirklich nicht. Mach Dein Ding wie es für Dich am Besten ist, nicht mehr, nicht weniger.
Du machst das schon, und mit dem was Du schreibst bist Du auf dem richtigen Weg.
LG
Steffen
Hallo Steffen,
ich denke auch, wenn der Körper nicht will oder kann – dann sollte man es akzeptieren. Dies ist natürlich auch nicht immer einfach, aber was sind schon Persönliche Bestleistungen?
Hallo Evchen,
schön zu lesen das sich jemand freut. Stimmt, ich habe viele Ziele aber bekomme dann eigentlich immer rechtzeitig die Kurve, aber ich bin schon wie so eine Wundertüte. Ich schleppe immer sehr viel Ziele und Ideen mit mir rum und das ist leider nicht immer hilfreich. Das Hauptziel steht, aber der Weg bis dahin ist noch unklar.
Hallo Hannes,
als langsam würde ich es auch nicht bezeichnen, ich nehme etwas Euphorie raus und entscheide je nach Situation. Wenn mein Trainingszustand 100 Kilometer erlaubt, dann mache ich Sie, wenn ich mich nach Marathon fühle dann wird er gelaufen – aber langfristig planen funktioniert irgendwie bei mir nicht (auch wenn ich es manchmal genau so gern hätte).
Hallo Christian,
wie läuft es bei Dir so? Es geht im Leben immer vorwärts und das ist auch gut so.
Viele Grüße
Heiko
Hi, Heiko,
Heiko ist wieder auf der Piste, du hast alles richtig gemacht, deinen Körper geschont , um nicht zuletzt Schlimmeres zu vermeiden, wäre gut, wenn andere ebenso handelten, derer, die es falsch machen, gibt es genug !
Lass es langsam angehen, du wirst dafür belohnt werden !