Der Marathon-Tag
Letzten Stunden vor dem Marathon
Gerade bei Marathoneinsteigern stellt sich immer wieder die Frage: Wie verhalte ich mich in den letzten Stunden vor dem Marathon? Ich würde jetzt sagen, ganz normal. Aber das hilft wohl niemandem weiter. Denn eine gewisse Aufregung wird jeder in sich haben, der eine mehr und die anderen weniger.
Die Umstände sind ganz unterschiedlich am Morgen vor dem großen Rennen, aber es ist schon hilfreich, weite Anfahrtswege vor dem Marathon-Start zu vermeiden. Und nicht schon in die Hosen machen, nur weil in der letzten Nacht an Schlaf kaum noch zu denken war. Das ist normal. Wichtig sind die Tage und Nächte davor, gerade in der vorletzten Nacht sollte der Körper nochmal genügend Ruhe gefunden haben.
Am Morgen vor dem Marathon
Hier mal meine Tipps für stressfreie Stunden vor dem großen Lauf. Dabei gehe ich von einem Start um 10 Uhr aus. Die Veranstaltung ist nicht zu groß und die Nacht wurde in der Stadt des Geschehens verbracht:
- 6 Uhr Aufstehen, ganz normal wie jeden Tag die Morgentoilette durchführen.
- Zwischendurch immer wieder etwas Trinken, aber nicht zuviel auf einmal. Meiner Meinung nach eigenen sich Wasser und gewisse Schorlen am besten. Wer gute Erfahrungen mit Sportgetränken gemacht hat, kann auch diese nehmen.
- Das Wetter noch einmal checken und am besten auch den Wetterbericht.
- Die Laufbekleidung und alle notwendigen Utensilien sollten schon am Vortag vorbereitet worden sein. Da aber meist das Gewissen verrückt spielt, nochmal alles kontrollieren.
- Die Startunterlagen auch nochmal gecheckt, welche aber auch schon idealerweise am Vortag abgeholt wurden.
- Gegen 7 Uhr Frühstück: Hier ist jeder Körper glücklicherweise anders, aber es sollte schon auf leichte und verdauliche Kost geachtet werden. Keine Angst, wenn die Ernährung Tage vor dem Marathon vernünftig war, dann macht es absolut nichts, wenn etwas weniger gegessen wird. Ich schwöre auf ein Brötchen mit Marmelade, 1 Banane und Wasser. Aber hier sollte jeder für sich testen. Es gibt Menschen, die essen weniger und es gibt Menschen, die essen mehr.
- Ganz wichtig ist die Ruhe beim Frühstück, keine Hektik.
- Gegen 8:30 Uhr Einfinden am Ort des Geschehens, in Ruhe die Lage gecheckt, die Strecke nochmal angeschaut und die Verpflegungspunkte genau unter die Lupe genommen – wann diese kommen. Wenn notwendig, die eigene Verpflegung abgeben, dies ist aber von Veranstaltung zu Veranstaltung unterschiedlich.
- Ganz in Ruhe umziehen, den Körper an den wichtigsten Stellen abkleben und eincremen, wo dies notwendig ist. Hier hat jeder Läufer seine eigenen Mittel und Methoden.
- 9:15 Uhr ein leichtes Einlaufen über 2 – 3 Kilometer, zum Schluss einige kurze Steigerungsläufe. Wer regelmäßig Dehnübungen im Trainingsalltag integriert, kann diese auch während der Erwärmung einbauen.
- 9:40 Uhr: Der letzte Toilettengang ist erfolgt, die Wettkampfbekleidung sollte angezogen werden und es kann zum Start gehen. Dort ist es wichtig, dass der Körper durch Bewegung oder aber auch zusätzlicher Kleidung (altes T-Shirt oder so), die notfalls auch für immer vor dem Start verschwindet, warmgehalten wird.
- 10:00 Uhr: Endlich geht es los. Die Nerven zusammennehmen und das eigene Tempo laufen, die anderen laufen lassen und auf das eigene Tempo achten. Lieber am Anfang das Gefühl haben: “Man bin ich heut langsam.” als “Das ist ganz schön schnell.” Denn jeder Meter am Anfang zu schnell, kann zum Schluss qualvolle Kilometer und Minuten bedeuten.
Das war jetzt nur ein kleiner Abriss für den Starttag. Gerade bei großen Stadtmarathons ist vieles leider so kaum noch möglich, da schon zeitig die Startgruppe aufgesucht werden muss. Und auch das Umkleiden gestaltet sich nicht immer ganz so einfach. Manchmal ist es hilfreich, Freunde oder Bekannte mit dabei zu haben, die die Kleidung nehmen und die eventuell auch in der Startvorbereitung behilflich sind.
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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin seit 2005 selbständiger Mediengestalter - 

Ich werde mir deine Tipps zu Herzen nehmen!