Der Drang nach Flüssigkeit
Von Heiko | 3. September 2009 | Kategorie: Lauftagebuch | 5 Kommentare TweetProjekt Ultralauf (31.8. – 2.9.2009)
Das Projekt Ultralauf hat still und heimlich begonnen und ich muss feststellen, dass ich jetzt Disziplin brauche – nicht unbedingt für das Training, nein, eher für meine Aufzeichnungen – Kilometer und ungefähre Zeiten. Ist echt eine Herausforderung, kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal Kilometer aufgeschrieben und Zeiten gemessen und notiert habe. Aber für das Projekt Ultralauf möchte ich es einfach mal machen, um auch selber den Überblick zu behalten. Also wird es ab September auch eine Wochen- und Monatsstatistik der gelaufenen Kilometer geben. Mal schauen, wie mir dieses Spielchen bekommt…
Nachdem ich am letzten Wochenende (am Samstag) einen 10 Kilometer Wettbewerb und am Sonntag ca. 20 Kilometer locker absolvierte, war am Montag Ruhetag angesagt und das war auch notwendig.
Am 1. September ging es morgens vor der Arbeit ins Fitnesscenter, um dort 2 Runden den Kraftausdauercircle mit jeweils 12 Geräten zu absolvierten. Das Training dauerte etwas über eine Stunde. Hat mal richtig Spaß
Gemacht; lag wohl auch daran, das nicht viele Menschen das Studio bevölkerten. Ich merke jetzt schon nach einem Monat zusätzlichem Training im Studio, dass ich mich gesamtheitlich einfach noch besser fühle.
Am Abend ging es auf die Piste, um 10 Kilometer lang mit dem Tempo zu spielen, wobei sich gerade bei den ersten Einheiten eine müde Muskulatur meldete. Das legte sich aber auch zum Schluss hin wieder. Am Ende meiner Einheit konnte ich auch beobachten, dass so langsam der Herbst an die Tür klopft, die Natur bereitet sich vor. Es wird zeitiger dunkel und es liegt eine typische herbstliche Stimmung in der Luft, die zu beschreiben mir schwerfällt. Die Luft ist feuchter und die Gerüche verändern sich. Eben diese Momente des Erlebens erstaunen mich immer wieder aufs Neue und motivieren zum Laufen.
Am Mittwoch machte ich mir ca. 17 Kilometer zur Aufgabe, sehr locker. Dabei meinte es die Sonne auch zum späteren Nachmittag noch sehr gut, was teilweise nicht gerade lustig war. Der Teilabschnitt an unserem
touristisch sehr gut erschlossenem Senftenberger See war auch nicht mehr so menschenüberlaufen wie im Sommer, die Saison geht zu Ende, es wird ruhiger.
Die ersten Kilometer verliefen richtig locker und flüssig, aber bei den letzten 5 Kilometern kam eine leichte Müdigkeit durch und ein Drang nach Flüssigkeit. Dabei wechselten meine Gedanken von Kilometer zu Kilometer. Am Anfang träumte ich von einer lecker Schokomilch mit Eis, danach von kühlem Sekt, danach schwirten die unterschiedlichsten Fruchtgetränke durch mein Kopf. Am Ende wurde ohne schlechtes Gewissen gesündigt, es durfte mal eine kalte Cola sein. Auch solche Tage gibt es, es war nicht weiter schlimm, aber es gibt mit Sicherheit angenehmere Läufe. Aber das Träumen beim Laufen hilft auch über solche Phasen hinweg.
Bisher stehen damit für diese Woche:
- 1 mal Fitnesstraining im Studio
- 2 Laufeinheiten mit insgesamt 27 Kilometern


Lässt sich gut an!
Bin mal auf deine weiteren Berichte gespannt. Was das Wetter betrifft, gehe ich einmal davon aus, dass wir die heiße Jahreszeit wohl hinter uns haben!
Ich freu mich schon auf den Herbst.
Leider werden die Tage kürzer.
Gruß Gerd
Sei froh, dass Du das nur geträumt hast. Stell Dir mal vor, Du hättest das alles tatsächlich während des Laufes getrunken.
Aber es stimmt, das Träumen lenkt ab und eh man sich versieht, ist die Einheit auch schon zu Ende.
Gruß Kay
Während dem Laufen habe ich selten richtig Durst, aber ich träume oft von einer Dusche. Zählt das auch als “traum von Flüssigkeiten”?
@Evchen
Ich habe glaube noch nie von der Dusche geträumt und richtig Durst war das auch nicht, aber meine Gedanken tanzten halt hier und da. Beim Halle-Leipzig Marathon 2002 hatte ich mal richtig Durst, das war echt schlimm….
@Laufmeister
Träumen lenkt tatsächlich ab und wenn ich das alles wirklich getrunken hätte… ich möchte es mir nicht vorstellen.
@Gerd
Auch die kurzen Tage haben was und auch das werden wir überstehen. Ich denke es wird noch einige richtig warme Tage geben im September und Oktober.
Ein schöner Start in dein großes Projekt. Ich glaube dir gerne, dass es dir jetzt schwer fällt, wieder die Kilometer zu dokumentieren. Aber einen Sinn hat es noch zusätzlich: Wir statistikvernarrten Läufer interessieren uns immer ungemein dafür